Was tun, wenn bei einem iMac-Pro-Update etwas schief läuft und sich der Rechner nicht mehr starten lässt? Interessanterweise lautet die Antwort ähnlich wie bei einem iPhone.

iMac Pro: Bei der Wiederherstellung wird er zum riesigen iPhone

iMac Pro: Zweiter Mac für Wiederherstellung nötig

Der iMac Pro ist mit Abstand der leistungsfähigste Mac, den Apple je veröffentlicht hat. Doch wenn er sich einmal in einem Zustand befindet, in dem gar nichts mehr funktioniert, braucht er die Hilfe eines anderen Macs – sodass dann vielleicht ein kleines, schwaches MacBook zum Retter in der Not wird.

In einem Hilfe-Dokument erklärt Apple, dass die Wiederherstellung eines iMac Pro ähnlich funktioniert wie mit einem iPhone oder iPad: Mit einem anderen Mac und der App Apple Configurator 2, die eigentlich für die Verwaltung von iPads, iPhones und Apple TV zum Einsatz kommt.

Apple Configurator 2
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Wenn sich ein iMac Pro partout nicht mehr starten lässt – und zwar auch nicht mehr von der Wiederherstellungs-Partition – müssen Benutzer den Rechner über ein USB-C- oder Thunderbolt-Kabel mit einem anderen Mac verbinden – wobei auch ein USB-C-/Thunderbolt-Adapter auf Seiten des iMac Pro zur Verbindung mit einem Thunderbolt-2-Anschluss des anderen Macs zum Einsatz kommen kann.

Liebäugelt ihr mit dem Kauf eines iMac oder iMac Pro? Den aktuellen „normalen“ 27-Zoll-iMac könnt ihr euch in unserem Test-Video genauer ansehen:

27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test
14.478 Aufrufe

Das Kabel muss zunächst bereitliegen und mit dem iMac Pro nicht verbunden sein. Dann muss der Benutzer auf dem anderen Mac den Configurator in der Version 2.6 oder neuer starten, die Stromverbindung des iMac Pro unterbrechen, das Kabel mit dem USB-C-/Thunderbolt-3-Anschluss direkt neben dem Ethernet-Anschluss verbinden, den Ein-/Ausschalten-Knopf des iMac Pro gedrückt halten und währenddessen die Stromverbindung wiederherstellen. Wenn man dann den Ein-/Ausschalten-Knopf weitere drei Sekunden gedrückt hält, befindet sich der iMac Pro im Wiederherstellungs-/DFU-Modus – eben so wie ein iOS-Gerät.

iMac Pro: Ein bisschen wie ein riesiges iPhone …

Die Parallele zur iPhone-Wiederherstellung überrascht nur auf den ersten Blick: Im iMac Pro befindet sich ein Apple-Chip auf ARM-Basis, der Apple T2, der strukturell dem iPhone-Prozessor ähnelt und zwecks mehr Sicherheit unter anderem für die Verwaltung des Bootvorgangs verantwortlich ist. Dass bei einer Wiederherstellung zur Ermöglichung eben dieses Bootvorgangs die Kommunikation mit einem anderen Mac ähnlich funktioniert wie zwischen einem iPhone und Mac, ist daher nur logisch.

Wenn ihr noch nach einem Geschenk für Apple-Benutzer sucht, findet ihr hier einige Ideen:

Bilderstrecke starten
13 Bilder
12 tolle Geschenkideen für iPhone- und Mac-Besitzer zu Weihnachten 2017

Die meisten iMac-Pro-Benutzer werden diese Arbeitsschritte wohl ohnehin nie ausführen müssen – denn es muss schon einiges schief laufen, um den Rechner so sehr außer Gefecht zu setzen. Apple nennt als Beispiel einen Stromausfall während der Installation einer neuen Version des macOS.

In den allermeisten Fällen wird – wie auch bei anderen Macs – das Booten von der Wiederhestellungs-Partition Abhilfe schaffen. Wenn sich andere Macs „verschlucken“, lassen sie sich wiederum mit einem bootfähigen USB-Stick wiederherstellen. Eben das ist beim iMac Pro offenbar nicht möglich.

Quelle: Apple via 9to5Mac

* gesponsorter Link