Der iMac Pro verfügt über leistungsfähige Intel-Xeon-Chips mit bis zu 18 (!) Prozessorkernen. Gleichzeitig kommt aber auch ein von Apple selbst entwickelter Chip zum Einsatz. Apple hat jetzt verraten, welche Aufgaben der „Apple T2“ erfüllt.

iMac Pro: Das sind die Aufgaben von Apples neuem Wunder-Chip

iMac Pro mit Apple-T2-Chip – auf Basis des iPhone-Chips

Im iMac Pro befindet sich neben dem Hauptprozessor auch ein von Apple selbst entwickelter Chip – der „Apple T2“. Den Vorgänger Apple T1 kennen wir aus dem MacBook Pro: Dort hat er die Aufgabe, die Touch Bar, die separat vom Hauptbetriebssystem arbeitet, zu betreiben und die Fingerabdruckdaten von Touch ID in der „Secure Enclave“ zu speichern. Es handelt sich um einen Chip auf ARM-Basis, der mit einer modifizierten Version des iOS arbeitet; letztendlich also um einen strukturell ähnlichen Chip wie im iPhone – wenn auch natürlich weniger leistungsfähig.

Der iMac Pro verfügt allerdings weder über Touch Bar noch über einen Touch-ID-Fingerabdrucksensor. Auch bietet er keine Face-ID-Gesichtserkennung, deren Daten er in der Secure Enclave abspeichern könnte. Welche Aufgaben erfüllt denn dann der T2? Auf der eigenen Website erklärt Apple die Details.

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iMac Pro: Apple T2 vereint mehrere Funktionen in einem Chip

Dort erfahren wir, dass der Apple T2 die Aufgabe mehrerer regulärer Mac-Komponenten übernimmt, also letztendlich mehrere Chips in einem bündelt: Es handelt sich um den System Management Controller, den Bildsignalprozessor, den Audio Controller und den SSD Controller. Der „System Management Controller“ kommt für zahlreiche Aufgaben zum Einsatz; beispielsweise das Powermanagement, die Display-Hintergrundbeleuchtung, die Schnittstellen und Stromversorgung anderer Geräte über Anschlüsse und die Verwaltung des Ruhezustands.

In der Praxis macht sich das unter anderem durch eine höhere Leistungsfähigkeit der FaceTime-HD-Kamera des iMac Pro bemerkbar: Die Bildsignalprozessor-Funktion des T2 sorgt für ein verbessertes Tone Mapping, optimierte Belichtungsregelung und eine auf Gesichtserkennung basierende automatische Belichtung und einen automatischen Weißabgleich. Eigentlich hätte Apple dann doch auch Face ID integrieren können.

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iMac Pro: Apple T2 sorgt für mehr Sicherheit

Auch der T2 verfügt über eine „Secure Enclave“, in der Apple zwar keine Face-ID- oder Touch-ID-Daten abgeschirmt und verschlüsselt abspeichert. Dafür sorgt diese für die Verschlüsselung des SSD-Speichers und einen sicheren Bootvorgang: Benutzer können den kompletten SSD-Speicher mit AES-Hardware verschlüsseln. Der T2 sorgt dafür, dass dies weder die Leistungsfähigkeit der SSD noch die des Intel-Prozessors beeinträchtigt – letzterer hat mit der Entschlüsselung gar nichts zu tun.

Die Verwaltung des Bootvorgangs durch den Apple T2 sorgt wiederum dafür, dass kein Eingriff auf „systemnahe“ Software möglich ist; also keine tiefgreifenden Manipulationen am Betriebssystem erfolgen können. Der T2 ist hier für einen Abgleich verantwortlich, der sicherstellt, dass beim Starten nur Betriebssystemsoftware geladen wird, die Apple als vertrauenswürdig einstuft.

Basiert der Apple T2 im iMac Pro auf dem Chip des iPhone 7?

Bereits vorab waren Details zu Apples neuem Wunderchip durchgesickert, die Entwickler analysiert hatten. Damals kamen sie zu dem Ergebnis: Eigentlich ließe sich sagen, dass der Apple T2 der „Hauptprozessor“ ist und der eigentliche Intel-Chip diesen unterstützt – denn der Apple T2 sei derjenige, der den Rechner aktiviere und für den Bootvorgang verantwortlich sei, um dann Aufgaben an seinen „Assistenten“ – den Intel-Chip – weiterzugeben. Diese Interpretation scheint zuzutreffen.

Damals hieß es auch, dass der Apple-Chip auf dem Apple A10 des iPhone 7 basieren würde. Ob das wirklich so ist, werden wir wohl erst erfahren, wenn die ersten Bastler den iMac Pro auseinandernehmen und den Chip analysieren. Das dürfte aber bald passieren.

Quelle: Apple

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