iMac Pro im Benchmark: So leistungsstark ist der Power-Mac wirklich

Florian Matthey
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Die Ankunft des iMac Pro rückt näher – und noch immer wissen wir nicht, welche Intel-Chips Apple verbauen wird. Jetzt sind Benchmarks aufgetaucht, die diese Frage beantworten könnten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

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iMac Pro: Power to the Pro

iMac Pro: Welche Chips bekommt er?

Im Juni präsentierte Apple den iMac Pro – erklärte aber auch gleich, dass dieser erst im Dezember 2017 erscheinen würde. Seinerzeit erklärte Apple lediglich, dass der Rechner Prozessoren mit 8, 10 oder 18 Prozessorkernen bekommen würde und diese im Turbo-Boost-Modus maximal eine Taktfrequenz von 4,5 GHz erreichen. Seitdem spekulieren viele Quellen darüber, um welche Prozessoren es sich genau handeln wird.

Noch im Sommer tauchte ein Mac mit Core-i9-Chip in Benchmarks auf, der die Spekulationen anheizte – allerdings dürfte es sich hierbei um einen „Hackintosh“, also einen nicht von Apple stammenden Rechner mit „gehackter“ macOS-Installation gehandelt haben. Tatsächlich ist davon auszugehen, dass Apple wie im Mac Pro auf Xeon-Prozessoren setzen wird. Auch hier gibt es immer wieder Spekulationen, um welche Varianten es sich handeln könnte; in den Intel-Preislisten tauchen immer wieder Chips auf, die mehr oder weniger gut zu Apples bisherigen Angaben passen.

iMac 2017: Eindrücke in Bildern

iMac Pro: Benchmarks zeigen speziell angepasste Xeon-Chips

In Benchmarks sind jetzt Macs aufgetaucht, die mit bisher noch nicht bekannten Intel-Chips arbeiten – was schon einmal dafür spricht, dass es sich nicht um „Hackintoshs“ handelt. Es handelt sich um Rechner mit einem 8-Kern-Xeon-Chip mit 3,2 GHz und der Modellbezeichnung W2140B und mit einem 10-Kern-Xeon-Chip mit 3,0 GHz und der Bezeichnung W2150B-Chip. Die „B“-Varianten dieser Chips waren bisher noch nicht bekannt; es dürfte sich um von Intel für Apple angepasste Prozessoren handeln – die offenbar mit einer etwas geringeren Taktfrequenz arbeiten, um die Hitzeentwicklung in dem kompakten All-in-One-iMac-Gehäuse zu beschränken.

Auch wenn die Chips also offenbar etwas heruntergetaktet sind, können sich die Geekbench-Ergebnisse sehen lassen: Das 8-Kern-Modell schafft im Multi-Core-Test einen Wert in Höhe von 23.536 Punkten – deutlich mehr als der bisher schnellste iMac, der aktuelle Retina-5K-iMac mit 4,2-GHz-4-Kern-Core-i7-Prozessor, der „nur“ auf 19.336 Punkte kommt. Unser Video präsentiert die aktuelle iMac-Generation im Test:

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27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test

Der 10-Kern-iMac Pro – wenn die Tests denn echt sein sollten – schafft es wiederum im Multi-Core-Test auf 35.917 Punkte. Das ist sogar um 41 Prozent schneller als der bisher schnellste Mac – der Mac Pro mit 2,7-GHz-12-Kern-Xeon E5. Der 18-Kern-iMac Pro dürfte uns in Sachen Leistungsfähigkeit also erst recht umwerfen. Allerdings ist auch davon auszugehen, dass das Gerät so viel wie ein Kleinwagen kosten wird. Was sagt ihr zu den Ergebnissen?

Quelle: via Mac Rumors

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