iMac Pro: Rechner mit Core-i9-Chip taucht bei Geekbench auf

Florian Matthey

Welche Prozessoren wird der iMac Pro bekommen? Apple hat sich noch nicht dazu geäußert, ob es Desktop-Core-i-Chips oder Server-, also Xeon-Chips sein werden. Bei Geekbench ist jetzt ein Eintrag aufgetaucht, der die Antwort geben könnte.

iMac Pro: Rechner mit Core-i9-Chip taucht bei Geekbench auf

Apple wird im Dezember einen iMac Pro veröffentlichen, der sich mit einem Chip mit bis zu 18 Prozessorkernen bestücken lässt – so viel hat Apple bereits verraten. Um welche Intel-Prozessoren es sich genau handeln wird, ist allerdings bislang noch nicht bekannt. Im Juli stellte Intel neue Xeon-Chips vor, deren Eckdaten – wie die maximale Turbo-Boost-Taktfrequenz – zum Teil aber nicht zu denen passen, die Apple nennt.

Letzte Woche folgte dann die Präsentation neuer Core-i-Chips der „X“-Serie, die allerdings ebenfalls nicht 100-prozentig passen – auch hier erreicht das Topmodell mit 18 Kernen im Turbo-Boost-Modus „nur“ bis zu 4,2 oder 4,4 GHz statt bis zu 4,5 GHz. Ansonsten passen die Daten aber ganz gut.

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27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test

Bei Geekbench ist jetzt ein Rechner mit einem Apple-Logic Board aufgetaucht, auf dem macOS 10.13 High Sierra läuft. In diesem arbeitet einer der neuen Intel-Core-i9-Chips – der i9-7900X – mit 10 Prozessorkernen. Seltsam ist allerdings, dass sich der Rechner als „MacPro6,1“ ausgibt. Es ist zwar denkbar, dass Apple den iMac Pro intern eher als Mac Pro einordnet als in die iMac-Produktfamilie; die Bezeichnung „6,1“ trägt allerdings bereits die aktuelle Generation des Mac Pro.

Es ist daher denkbar, dass es sich bei dem Rechner nicht tatsächlich um einen kommenden Mac handelt, sondern beispielsweise um einen Hackintosh, der sich nur als Mac Pro ausgibt. Möglicherweise experimentiert Apple aber auch mit verschiedenen Prototypen, in denen dann eben auch ein Core i9 zum Einsatz kommt.

Die Benchmark-Werte des mutmaßlichen iMac Pro können sich jedenfalls sehen lassen: Im Single-Core-Test erreicht das Gerät über 5000 Punkte, im Multi-Core-Test sogar knapp über 50.000. Zum Vergleich: Das aktuelle Top-Modell des 27-Zoll-iMac mit Core-i7-Chip mit 4 Kernen schafft mit einem Kern rund 6800, mit allen vier Kernen rund 24.000 Punkte.

WCCFTech verweist jedenfalls darauf, dass Intels High-End-Desktop-Chips mittlerweile ebenso viele Prozessorkerne bieten wie die Server-/Xeon-Chips und auch mit bisher den Xeons vorbehaltenen Instruktionen wie AVX 512 arbeiten können. Von daher gebe es weniger Gründe für Apple, weiterhin auf Xeon-Chips zu setzen – sowohl im iMac Pro als auch im Mac Pro. Sollte das Benchmark-Ergebnis tatsächlich von Apple stammen, wäre dies ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen in diese Richtung geht.

Quelle: WCCFTech via Patently Apple

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