Festplatten werden knapp und teuer

Sebastian Trepesch

Wünschst Du Dir einen iMac mit einer 2-Terabyte-Festplatte, stehen die Chancen schlecht, ihn noch vor Weihnachten zu bekommen. Die Lieferzeit beträgt im deutschen und österreichischen Apple Store aktuell 4-6 oder gar 5-7 Wochen. Schuld daran hat die Flutkatastrophe in Thailand vor rund zwei Monaten.

Bereits Mitte Oktober sagte Tim Cook bei der Präsentation der Quartalszahlen mit Blick auf die Naturkatastrophe in Thailand: “Es wird in der ganzen Branche eine Knappheit an Festplatten geben – inwieweit das Apple betreffen wird, weiß ich nicht.“ Es sei ein Thema, das ihn besorgt.

Jetzt – gerade zum Weihnachtsgeschäft – hat Apple offensichtlich einen Mangel an Nachschub: Die iMac-Version mit 1 Terabyte Speicher ist lieferbar, auf die 2-Terabyte-Variante muss man wochenlang warten. Nur für den Mac Pro hat sich das Unternehmen offensichtlich noch einige Serial-ATA zurückgelegt, bei diesem Rechner verlängert sich die Lieferzeit für 2 Terabyte Speicher nicht.

Wie Cook erwähnt hat, betrifft das Problem nicht nur Apple, sondern auch andere Elektronikkonzerne. Die Knappheit der Speicher wirkt sich in unterschiedlichen Maßen bereits auf die Preise aus. Die letzte Woche von uns vorgestellte Speicherlösung für iPad, iPhone und Mac kostet aktuell rund 156, 197 und 223 Euro für 1, 2 beziehungsweise 3 Terabyte. Vor drei Monaten waren es rund 50 Euro weniger, nämlich 105, 132 und 170 Euro. Ein Extrembeispiel, von dem wir auch nicht sicher sagen können, dass nur die Flutkatastrophe schuld ist. Gegebenenfalls haben Händler zum Weihnachtsgeschäft ihre Preise etwas erhöht.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Lage in einigen Monaten, vielleicht schon nach Weihnachten, wieder etwas entspannt.

Die Speicherlösung der Zukunft sind Cloud-Dienste. Bei großen Datenmengen kommen sie allerdings (noch) wesentlich teuerer als eine eigene Festplatte zu Hause.

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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