iMac Frühjahr 2011: Ausstattung und Funktionen

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Ein Blick auf den Mac Buyer’s Guide zum aktuellen iMac-Modell* offenbarte seit Wochen das Offensichtliche: „Don’t Buy – Updates soon!“ So ist es jetzt geschehen, ein Hardware-Upgrade ist im Apple Store erschienen und einige der zuvor kursierten Gerüchte und Vermutungen zum neuen All-in-One-Rechner von Apple haben sich bewahrheitet: Neue Prozessoren, Thunderbolt und neue Grafikkarten. Außerdem sind die Geräte zwischen 50 und 100 Euro günstiger geworden.

Neuer Prozessor: Eine „Dame“ namens Sandy Bridge
Jetzt haben sie endlich auch im iMac Einzug gehalten: Die neuen Core-i5-Prozessoren (wahlweise gegen Aufpreis sogar Core-i7) aus der Sandy-Bridge-Famile von Intel. Künftig arbeitet man am iMac mit vier Kernen und die Taktgeschwindigkeiten reichen von 2,5 über 2,7 bis 3,1 Gigahertz (2,8 bis 3,4 GHz mit Core-i7-Upgrade). Es lag auf der Hand, dass Apple auch seinem Desktop-Spross diese neuerliche Frischzellenkultur angedeihen lässt. Dabei geriet die schnelle CPU-Dame zunächst in Verruf. Ein Chipsatzproblem machte eine Überarbeitung notwendig, schon gefertigte Notebooks diverser Hersteller mussten deshalb zurückgezogen werden – ein wahres Freudenfest für Intel, Produzenten und Händler. Allem Anschein nach sind die MacBooks hiervon nicht betroffen und auch beim neuen iMac dürfte es nicht zu einem etwaigen Ausfall von einer der drei verbauten SATA-II-Schnittstellen kommen. Gut zu wissen, benötigt Apples All-in-One doch im Ernstfall für Festplatte, SSD und SuperDrive einen voll funktionsfähiges Bussystem.

Gewitterstimmung: Thunderbolt
Der praktische Nutzen von Thunderbolt – ehemals LightPeak – beschränkt sich momentan auf den Anschluss eines Apple Cinema Displays. Schnelle externe Festplatten bzw. SSDs und weitere Hardware lassen noch auf sich warten, dennoch oder aber auch gerade deswegen hat Apple die innovative und multifunktionale Schnittstelle auch dem iMac spendiert. Die 27-Zoll-Version darf sogar gleich zwei Schnittstellen ihr Eigen nennen. Schon in der Vergangenheit wussten die Jungs aus Cupertino neue Technologien schrittweise einzuführen. Es verging oftmals ein ganzes Jahr bis die gesamte Produktpalette schlussendlich einheitlich davon profitieren konnte. Wir erinnern uns beispielhaft: USB feierte seine Premiere zusammen mit dem ersten iMac im Jahre 1998. Im darauffolgenden Januar erhielt der neue Power Mac G3 die neue Schnittstelle, die PowerBooks hingegen mussten noch bis zum Mai 1999 ausharren. Selbstredend wurde das erste iBook im Sommer 1999 ebenso damit gesegnet und verfügte mit AirPort gleichfalls über eine weitere neue Technologie – das Update-Spiel begann für den Rest des Produktportfolios von vorn.

Weitere Hardware: Neue Grafikkarten und Co
Ebenso bewahrheitet hat sich die Behauptung, dass Apple die iMacs in diesem Jahr mit neuen und natürlich schnelleren Grafikkarten ausstattet. Man hat sich in Cupertino für Modelle aus der Reihe AMD Radeon HD entschieden, die laut Hersteller bis zu drei Mal schneller sind. Der “kleine” 21,5-Zoll-iMac erhält eine 6750M mit 512 MB Speicher. Von da an geht es aufwärts: 6770M für den leistungsstärkeren 21,5-Zöller und den 2,7-GHz-iMac, das 3,1-GHz-Modell verfügt über eine 6970M mit 1 GB DDR5 Arbeitsspeicher. Auf die integrierte Grafik der Sandy-Bridge-Prozessoren muss also nicht zurückgegriffen werden, zum Glück, wie manche Anwender meinen.

Beim Arbeitsspeicher zeigt Apple sich großzügig: Standardmäßig sind alle Varianten mit 4 GB DDR3 RAM (2 x 2 GB) bei 1333 MHz ausgestattet, die auf bis zu 16 Gigabyte erweitert werden können. Bezüglich der Speicherlaufwerke hat Apple bei den Standardmodellen weiterhin auf normale Festplatten gesetzt. Neu ist aber die Möglichkeit, im kleinen 2,7-GHz-iMac ebenfalls mit einer 256-GB-SSD zu konfigurieren. Auch eine FaceTime HD Kamera hat der “Neue”. Apple bietet keine genauen Informationen über die Merkmale dieser Kamera. Geht man aber davon aus, dass es sich um das gleiche Modul wie auch im aktuellen MacBook Pro handelt, verfügt es über die dreifache Auflösung des bisherigen Chips, also 1920 x 1440 Pixel.

Neuer Wein in alten Schläuchen: Designänderung Fehlanzeige
Die derzeitige Gestalt des iMacs verlangte ganz offensichtlich nicht nach einer Änderung. Zeitlos elegant und funktional in Aluminium gegossen überzeugt der All-in-One-Rechner die Mehrzahl der Kunden. Desgleichen ausgelassen wurde die Gelegenheit, ein Blu-ray-Laufwerk zu verbauen. Apple machte und macht kein Geheimnis daraus, dass man dieser Laufwerkstechnologie nicht sonderlich freundlich gesonnen ist – Lizenzgebühren hierfür sollen lieber andere Hersteller zahlen, nicht aber der Mac-Produzent. Bevor Apple also Blu-ray verbaut, friert erst die Hölle zu und danach unterstützt iOS Flash.

Fazit

Die neue Version des iMacs ist keine Revolution, vielmehr die Evolution eines bis dato sehr erfolgreichen Rechners. Neue Prozessoren, Thunderbolt, mehr Arbeitsspeicher und schnellere Grafikkarten – gehüllt in ein Gewand aus 50 Euro, beziehungsweise 100 Euro (High-End Variante) Preiserlass im Vergleich zum Vorgängermodell. Damit kostet der iMac jetzt je nach Modell zwischen 1.149 und 1.899 Euro*. Nicht mehr aber auch nicht weniger bietet das jüngste Hardware-Update. Der iMac folgt demnach der jüngsten Aktualisierung der MacBook-Pro-Reihe.

Vorteile

+ Schnelle Core-i5 Prozessoren
+ Thunderbolt-Schnittstelle
+  50 bis 100 Euro günstiger als Vorgmodell

Nachteile

- Kein Blu-ray Laufwerk

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