iMac-Update noch im März: Sandy Bridge dank Frühjahrsputz

Flavio Trillo
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In einer Atempause nach neuen MacBook Pros, iOS 4.3 und dem iPad 2 lohnt ein Blick in Richtung iMac. Es scheint, als stünde er, nonchalant und um Unauffälligkeit bemüht, seit Juli vergangenen Jahres unverändert in der Ecke. Jetzt ist die Schonfrist vorbei und er ist reif für ein Update. Dabei sieht es ganz danach aus, als brächte Apple eine Neuauflage des All-In-One-Rechners noch vor dem iPhone 5 im Sommer heraus. Doch was dürfen wir vom nächsten iMac eigentlich erwarten?

Anhand der Produktzyklen in der Vergangenheit lässt sich ungefähr ablesen, wann der iMac das nächste mal aktualisiert wird. Demnach stehen große Neuerungen etwa alle 27 Monate, kleinere Modellpflegemaßnahmen etwa alle 7-8 Monate an. Letzteres geschah im Juli 2010 das letzte Mal und nach Adam Riese darf noch in diesem Monat mit neuen iMacs gerechnet werden. Wenn eine Generalüberholung aber rein rechnerisch erst im Januar 2012 anstünde, bleibt die Frage, was wird der März bringt.

Da wäre zunächst das Offensichtliche: Thunderbolt. Die bis vor kurzem noch unter dem Namen LightPeak bekannte Schnittstelle aus dem Hause Intel hat kürzlich auf den neuen MacBook Pro Modellen Einzug gehalten. Thunderbolt passt als über-schnelles Multitalent bestens zu dem All-In-One-Rechner. Sie dem nächsten iMac nicht zu spendieren wäre also geradezu töricht.

Als nächstes ist an neue CPUs zu denken. Vor etwa acht Monaten stattete Apple die Computer mit Core-i3, -i5 und -i7 Prozessoren der ersten Generation aus. Jetzt wäre der Umstieg auf die neue Sandy-Bridge-Plattform fällig, die laut Intel den größten Geschwindigkeits-Sprung in der Geschichte des Unternehmens bringt.

Alles andere als unwahrscheinlich ist auch, dass Apple die Menge Arbeitsspeicher der Basisversionen aller Modelle auf 8 Gigabyte erhöht. Seit den Versionen, die im Oktober 2009 veröffentlicht wurden, sind von vorn herein in allen Varianten zwei 2-Gigabyte-Module verbaut. Auch die ATI-Grafikkarte könnte durchaus eine Aktualisierung erfahren, während bei den Speichergrößen (256 Megabyte bis 1 Gigabyte) zumindest am oberen Ende des Spektrums vorerst keine Aufstockung nötig ist. Im Bereich der Datenträger geht der Trend eindeutig zu SSD-Laufwerken. Für das MacBook Air* sind sie bereits unumstößliche Standardausrüstung, für das MacBook Pro* sind Module mit bis zu 512 Gigabyte Kapazität direkt bei Apple erhältlich.

Aktuell kommt beim iMac* eine Art Kombi-Lösung zum Einsatz. Die Standard-Festplatten können, zumindest für die 27-Zoll-Modelle, mit SSD-Laufwerken ergänzt werden. Diese Variante könnte mit den neuen iMacs auf die gesamte Palette erstreckt werden und Apple dürfte es so dank größerer Herstellungsvolumen gelingen, die Preise für ihre Flash-Speicher-Einkäufe weiter zu drücken.

Zudem sind neue Display-Größen denkbar. Die momentan erhältlichen 21- und 27-Zoll-Monitore würden sich neben einer neuen 30-Zoll-Option gut machen. Sinnvoll wäre darüber hinaus, die Auflösung der Monitore zu verbessern und dies als CTO-Option anzubieten, parallel zum 15-Zoll-MacBook Pro.

Es gibt also vieles, worauf man sich freuen darf. Die Statistiken lügen nicht und auch wenn verschiedene Mac-Handler gegenüber macnews.de noch keine iMac-Knappheit melden konnten, halten wir den Atem (zumindest metaphorisch) gespannt an.

Weitere Themen: Update, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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