PCI-Express und Thunderbolt im neuen iMac: Schnell und schneller

Flavio Trillo
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Ein Blick auf die Details der Grafikkarten-Anbindung im aktuellen iMac* hat ergeben, dass die GPU via PCI-Express 2.0 x16 mit dem Hauptprozessor verbunden ist. Auf diese Weise können noch höhere Datenströme erreicht werden. Beim neuesten MacBook Pro hat Apple sich für eine andere Variante entschieden, offenbar um für Thunderbolt genug Bandbreite zur Verfügung zu haben. Wird die Universal-Schnittstelle im iMac also ausgebremst? Ganz und gar nicht. 

Im MacBook Pro wurde die Thunderbolt-Schnittstelle direkt mit der CPU verbunden, was für die Grafikkarte nur noch den Weg über PCIe 2.0 x8 übrig ließ. Begründet wurde dies mit dem Bedürfnis, möglichst viele Kanäle für Thunderbolt bereit zu halten. Auf den ersten Blick könnte man also meinen, dass der Wunderkind-BUS im iMac jüngster Bauart zu kurz kommt. Aber: Weit gefehlt.

Statt direkt mit dem Prozessor zu kommunizieren, laufen die Datenströme und Monitor-Signale durch den Chipsatz Z68, wie die frankophi… frankopho… französischsprachigen Kollegen von MacBidouille bemerken. Das Modell ist durch Zufall bereits vor seiner für den 11. Mai geplanten offiziellen Vorstellung durch Schöpfer Intel bekannt geworden. Dank “Smart Response Technology” dürfte die Arbeitsgeschwindigkeit eines Systems mit SSD und herkömmlicher Festplatte im iMac erheblich beschleunigt werden.

Ein weiteres Merkmal des Z68 ist die äußerst große Bandbreite in den Kommunikationswegen mit der CPU. Dies ist auch der Grund für die Entscheidung Apples, Thunderbolt nicht mehr direkt an den Prozessor anzubinden und so der Grafikkarte das volle Potential von PCIe 2.0 x16 zu bieten. Die Schnittstelle kann alle anfallenden Daten problemlos über den Chipsatz an die CPU schicken, ohne dabei auf einen “Flaschenhals” zu stoßen – selbst bei gleichzeitiger Anbindung mehrerer Geräte an die zwei Ports des neuen 27-Zoll-iMac.

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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