GeForce GTX 285

Oliver Huq

EVGA hat die GeForce GTX 285 für den Mac im Angebot. Wir testen die derzeit beste Nvidia-Grafikkarte für den Mac Pro.

GeForce GTX 285

 

Für die Mac Pros von Anfang 2008 und 2009 ist die GeForce GTX 285 in der Mac-
Variante von EVGA gedacht. Die Karte ist derzeit neben der recht speziellen Quadro FX 4800 die schnellste Grafikkarte aus dem Nvidia-Lager, die man am Mac betreiben kann. Am ehesten konkurriert sie wohl mit der AMD ATI Radeon HD 4870, die mit 512 MByte VRAM derzeit die schnellste Konfigurations-Option direkt aus dem Apple-Store darstellt.

Spezifikationen

Die GTX 285 für den Mac besitzt einen Grafikspeicher von 1 GByte und eine Speicherbandbreite von rund 160 GByte/s. Rein von der Größe des Grafikspeichers ist die Geforce der AMD ATI Radeon HD 4870 also überlegen. Sie dürfte das auch beim Umgang mit großen Bilddateien ausspielen können. Die Shader-Einheiten der GTX 285 laufen mit 1476 MHz, der Speicher sogar mit 2484 MHz, wobei die Kerngeschwindigkeit der Karte bei immerhin 648 MHz liegt. Die Angaben lassen eine gute Performance erhoffen.

iPhone X: Röntgenblick für den Startbildschirm zum Download

Praxistest

Die Grafikleistung messen wir in den Bereichen 2D (Quartz), 3D (OpenGL) und OpenCL. Der letzte Bereich ist derzeit nur von theoretischem Nutzen, da OpenCL so gut wie noch nicht zum Einsatz gelangt und derzeit also nicht zu einer tatsächlichen Beschleunigung bei der Arbeit führt.
Im MACup-Quartz-Test schlägt sich die Karte insgesamt um 6 Prozentpunkte besser als die ATI Radeon HD 4870, 3870, die Nvidia Quadro FX 4800 und die Nvidia GeForce 8800 GT, die allesamt gleichauf liegen. Sonst liegt die GTX 285 nur im OpenCL-Bereich vorn. Beim Ambient Occlusion Renderer kann sie sich 4 Prozentpunkte vor der GeForce 8800 GT und 108 Prozentpunkte vor der Radeon HD 4870 positionieren. Dafür liegt sie um 22 Prozentpunkte hinter der Quadro FX 4800. Der Cinebench R10 offenbart die Schwächen der Karte im Open- GL-Bereich. Hier liegt sie mit 6438 Cinebench-Punkten auf dem letzten Platz, sogar noch hinter der recht alten GeForce 8800 GT. Die Radeon HD 4870 schneidet hier mit 7166 Cinebench-Punkten um rund 10 Prozentpunkte besser ab. Auch eine Radeon HD 4850 aus dem aktuellen iMac 27 Zoll kann 6772 Cinebench-Punkte erzielen und verweist die GTX 285 auf die Plätze.
Im neuen Cinebench R11.5 liegt die GTX ebenfalls um rund 15 Prozentpunkte hinter der HD 4850 aus dem iMac und etwa 19 Prozentpunkte hinter einer Radeon HD 4870.
In verschiedenen Spielen führt jeweils entweder die GTX oder die HD 4870, wobei insgesamt die GTX die Nase vorn hat. Details zu Spiele-Benchmarks finden Interessierte zum Beispiel bei Bare Feats (www.barefeats.com).

Fazit

Wieder einmal lassen die reinen Spezifika­tionen der Nvidia-Karte auf mehr hoffen, als dann in der Praxis herauskommt. Gerade im OpenGL-Bereich ist die GTX 285 langsamer als die Konkurrenz und sogar im Vergleich zu ­älteren Karten aus dem eigenen Hause. Dass es auch anders geht, zeigt die relative Dominanz im Spielesegment. Offenbar liegt das Performance-Defizit mal wieder an wenig optimierten Treibern für die Mac-Plattform. Nvidia muss hier unbedingt im Vergleich zu AMD aufholen. Gute OpenCL- und Spiele-Performance allein reicht eben nicht aus, um zu der besten Option für den Mac zu avancieren.    huq

Hat dir "GeForce GTX 285" von Oliver Huq gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Twitter oder Google+ folgen.

Weitere Themen: iMac, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple