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Apples neuer Mac mini im Detail

Tizian Nemeth

Apple hat die Gebete zahlreicher Anwender erhört und einen neuen Mac mini im neuen Gewand veröffentlicht. Welche Neuerungen stecken im Vergleich zum Vorgänger im deutlich schlankeren Gehäuse? Ist der Mac mini nun eine Alternative zu AppleTV und was ist mit dem Preis? macmagazin.de ist diesen Fragen nachgegangen.

MacMiniTeaser

Schlankeres Gehäuse trotz integriertem Netzteil

Wirft man einen Blick auf den neuen Mac mini*, so fällt zunächst das neue Unibody-Gehäuse auf, mit dem sich der kleine Desktop-Mac nun auch an den Rest der Familie angepasst hat. Die Maße des Alublocks: In der Breite und Tiefe misst der Mac mini 19,7 Zentimeter, in der Höhe hat er mit seinen 3,6 Zentimetern im Vergleich zum Vorgänger rund zwei Zentimter verloren.

MacMiniQuer

Beim Gewicht hat er leicht zugelegt, was nicht zuletzt am integrierten Netzteil liegen dürfte. Denn anders als sein Vorfahr, kommt der kleine Mac ohne externes Netzteil aus. Und er erinnert in seiner Form nun auch an Apples Set-top-Box Apple TV.

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Alte Prozessoren im neuen Mac mini

IntelLogo
Neben all dem äußeren Glanz kommt es auch auf die inneren Werte an. Für den Takt sorgt im Standard-Mac mini ein 2,4 Gigahertz Core 2 Duo-Prozessor, optional kann man sich auch für einen 2,66 Gigahertz-Prozessor entscheiden. Bereits im Vorgänger finden sich ähnliche Prozessoren, da hat Apple sich also nichts Neues einfallen lassen. Immerhin hätte auch ein i3- oder i5-Prozessor wie in den MacBook Pro-Modellen Platz gefunden.

Arbeitsspeichertausch leicht gemacht

MacminiUnten
Beim Arbeitsspeicher gibt es auf den ersten Blick auch wenig Neues. Von Haus aus hat der Mac mini zwei Gigabyte Arbeitsspeicher installiert, bis zu acht sind möglich. Diese kann der Anwender nun aber deutlich leichter austauschen. Beim Vorgängermodell benötigt man noch einen Malerspachtel, mit dem man das Gehäuse vom Boden trennt. Beim neuen Mac mini entfernt man den runden Boden und blickt gleich auf die beiden Arbeitsspeicherriegel.

Die Daten speichert der Anwender entweder auf einer 320 Gigabyte oder auf einer 500 Gigabyte Festplatte. Bastler, die hier Hand anlegen wollen, müssen ihren Weg nun auch über die Unterseite suchen – dem Unibody-Gehäuse sei dank.

HDMI-Anschluss für Kinofeeling und ein SD-Karten-Leser

Schaut man dem neuen Mac mini auf die Rückseite, findet man dort ebenfalls einige Neuerungen. Abgeschafft hat Apple beispielsweise den Mini-DVI-Port, dafür können Anwender den Mac mini nun per HDMI an ihren Fernseher anschließen. Über diesen gibt der Mac das Bild mit einer maximalen Auflösung von 1920 auf 1200 Bildpunkten aus, auch Mehrkanal-Ton läuft über den HDMI-Anschluss.

MacminiHinten

Daneben findet man – wie gehabt – den Mini DisplayPort, über den der Mac das Bild mit einer Auflösung von 2560 auf 1600 Bildpunkte ausliefert.

Im Inneren sorgt ein Nvidia GeForce 320M-Grafikchip mit 256 Megabyte Grafikspeicher für die Bildverarbeitung.

Ebenfalls auf der Rückseite hat Apple zu Gunsten eines SD-Karten-Lesers einen USB-Port gestrichen, den FireWire 800-Anschluss gibt es aber nach wie vor.

Kein Preis für einen Einsteiger-Mac

macminiPreis
Der Preis des neuen Mac mini* liegt bei 809 Euro. Verglichen mit seinen Vorgängern, die es für 549 und 749 Euro bislang gab, ist der Anstieg beträchtlich. Bislang galt der Mac mini als Einsteiger-Mac. Bei einem Preis jenseits der 500 Euro-Marke, scheint Apple von dieser Ansicht allerdings abgerückt zu sein.

Wer jetzt allerdings argumentiert, dass der Mac mini in den USA deutlich billiger sei, dem sei gesagt: Bei dem Preis von 699 US-Dollar handelt es sich um den Netto-Preis, die Steuern für jeden Bundesstaat werden erst beim Kauf draufgeschlagen. Verglichen damit, kostet der Mac mini in Deutschland bar jeder Steuer und Urheberrechtsabgabe auch “nur” 666,18 Euro.

Fazit:

Mit dem neuen Mac mini stößt Apple erneut die Diskussion um die Zukunft von AppleTV an. Der neue Mac ist der Set-top-box noch näher gekommen mit seinem HDMI-Anschluss, aber auch optisch. Nur beim Preis entfernt sich Apple vom Media-Center.

MacminiFern

Im Inneren kommt nun aktuelle Grafikpower zum Einsatz und Fotos kann man über die integrierte SD-Karten-Schnittstelle direkt in den Mac laden. Endlich können Anwender auch ohne großen handwerklichen Aufwand den Arbeitsspeicher austauschen und dank des integrierten Netzteils, liegt auch kein störender Netzadapter mehr im Weg rum.

MacminiServer
Neben dem Mac mini hat Apple zudem auch den Mac mini Server* überarbeitet. Im ebenfalls neuen Gehäuse gibt ein 2,66 Gigahertz Prozessor den Takt an, statt des SuperDrives befindet sich eine zweite 500 Gigabyte Festplatte an Bord. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher komplettieren die Ausstattung. Die Kosten liegen bei 1149 Euro.

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