Mac Pro 2013: Geheimnisse entschlüsselt (Prozessortyp, max. Arbeitsspeicher, Grafik etc.)

Noch sind nicht alle technischen Daten zum neuen Mac Pro „Tube“ von Apple veröffentlicht worden. Wir haben recherchiert und verraten den Rest. Welchen Prozessortyp von Intel besitzt der Mac Pro, wie viel Arbeitsspeicher kann er aufnehmen? Lest es im Artikel.

Mac Pro 2013: Geheimnisse entschlüsselt (Prozessortyp, max. Arbeitsspeicher, Grafik etc.)

Mac Pro: Xeon-Prozessor auf Ivy-Bridge-Basis

Seitens Apple wissen wir: Die Top-Version des neuen Mac Pro 2013 verfügt über einen Intel Xeon E5 Prozessor der nächsten Generation mit bis zu 12 Kernen. Noch existiert eine solche CPU nicht im Markt. Dahinter verbirgt sich konkret jedoch der Intel Xeon E5-2600 v2. Dieses Modell wird es in Konfigurationen mit bis zu 12 Prozessorkernen geben und fußt auf der letztjährigen Ivy-Bridge-Technologie. Xeon-Prozessoren auf Haswell-Basis wird es hingegen frühestens erst 2014 geben. Erwartet wird der Xeon E5-2600 v2 im dritten Quartal 2013. Gut möglich, dass Apple bis dahin den Mac Pro zur Serienreife gebracht hat. Wichtig: Der neue Mac Pro besitzt nur noch eine einzelne CPU – Dual-Lösungen wie zuvor gehören (vorerst) der Vergangenheit an.

Für noch mehr Leistung ist ein Verbund aus mehreren Mac Pro vorstellbar (Cluster-Lösung). Apple integriert zu diesem Zweck „Thunderbolt Bridge“ in OS X 10.9 Mavericks. Hierbei werden Rechner über Thunderbolt miteinander im Netzwerk verbunden (Thunderbolt over IP). Da Thunderbolt auf dem Papier mindestens zehnmal schneller als Gigabit-Ethernet ist, dürfte eine solche Lösung zukünftig in Konkurrenz zum ähnlich leistungsfähigen Fibre Channel stehen. Fibre Channel hingegen kann im neuen Mac Pro nicht mehr direkt genutzt werden, da passende PCI-Express-Schnittstellen nicht mehr zur Verfügung stehen und entsprechende Karten funktionslos sind.

Ob Apple für ein mögliches Einstiegsmodell auf den zur selben Zeit erhältlichen Xeon E5-1600 v2 zurückgreifen wird, ist nicht bekannt. Dieser Prozessor verfügt über maximal sechs Kerne.

Arbeitsspeicher: 148GB bei Maximalausbau

Apple hält sich bedeckt. Offiziell bestätigt sind bisher nur DDR3 ECC-Module mit einem Takt von 1866MHz. Auf den Bildern erkennen wir vier Steckplätze (für den Anwender zugängig) – nicht mehr als beispielsweise auch der aktuelle iMac (27-Zoll-Modell) zu bieten hat. Dieser wird mit maximal 32GB (4x 8GB) offeriert. Für eine Profi-Maschine wie den Mac Pro wäre dies eindeutig zu wenig.

Schon jetzt kann man sagen: Apple verwendet für den Maximalausbau recht bizarre Module, die es so zurzeit nirgends im Markt zu kaufen gibt. Wir haben nachgezählt: Jeder RAM-Riegel beinhaltet 37 Speichermodule (19 auf der Vorderseite, 18 auf der Rückseite). Zeigt sich Apple „spendabel“ und verwendet hierfür Module mit 1024MB (1GB), deutet dies auf eine maximale Erweiterung von 148GB hin – ein durchaus realistischer Wert.

Hintergrund: Der bisherige Mac Pro wurde von Apple mit maximal 64GB RAM angeboten. Technisch kann der alte Mac Pro auch größere Speicherbausteine aufnehmen und ließe sich so bis zu maximal 128GB aufrüsten – OWC bietet hierfür beispielsweise passende Kits an. Das Problem: OS X 10.8 Mountain Lion erkennt hiervon maximal nur 96GB. Eine Barriere, die mit OS X 10.9 Mavericks nun endlich fällt.

Grafikkarte: AMD FirePro W9000

Anhand der von Apple bestätigten Daten wissen wir: Die Grafik des Mac Pro (Spitzenmodell) basiert auf der AMD FirePro W9000. Ein Monster von Grafikarte. Mit an Bord 6GB GDDR5 Grafikspeicher und ein Datenbus mit 384 Bit. Im freien Markt kostet eine – Apple verwendet zwei davon. Selbst mit einem möglichen Industrie-Rabatt für Apple nicht gerade ein Schnäppchen. Aus diesem Grund dürfte der Hersteller für das Einstiegsmodell zu einem günstigeren Modell greifen. Zur Auswahl stehen drei Alternativen innerhalb der AMD-Familie: AMD FirePro W5000, W7000 und W8000. Auch das preisgünstige Modell (W5000) beherrscht schon den Umgang mit 4K-Displays und kostet im freien Markt gerademal .

PCIe-Speicher: Nur ein Steckplatz

Festplatten oder SSD-Laufwerke mit SATA-III-Anschluss sucht man vergebens. Apple verwendet zukünftig in den Macs ausschließlich PCIe-Lösungen mit einem wesentlich schnelleren Datendurchsatz von bis zu 1.250 MB/s. Auch das neue MacBook Air verwendet bereits diese Art Speicher. Nachdem, was wir bisher wissen, knausert Apple jedoch bei den Steckplätzen. Nur ein einziger davon befindet sich auf der Rückseite einer der beiden Grafikkarten. Der Platz auf der zweiten Platine bleibt frei.

Theoretisch könnte Apple auch ein Dual-Interface nutzen und so zwei PCIe-Karten nebeneinander verbauen. Speicherspezialist OWC hat eine solche Lösung bereits im Angebot. Die Kapazität des Flashspeichers bleibt noch im Dunkeln. Denkbar mindestens 256GB, 512 GB und 768GB. Diese Module finden sich schon heutzutage im MacBook Pro und iMac. Vielleicht überrascht uns Apple aber auch hier und präsentiert Speicher-Riegel jenseits von 1TB.

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Bildquelle: Apple; Combination Lock und Empty bookshelf von shutterstock.

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