Seit dem Umstieg auf Intel Prozessoren schlummert in Macs nur noch selten exklusive Hardware: Die nächste Mac-Pro-Generation könnte allerdings wieder einmal für kurze Zeit die einzige mit Intels neuem Xeon-Prozessor mit Codenamen “Gulftown” werden. Der neue Mac Pro erscheine womöglich bereits Anfang 2010, die Massenproduktion des neuen Xeons werde aber erst im zweiten Quartal 2010 anlaufen, schreibt Macbidouille.

Der Gulftown ist eine Evolution des Xeon-Prozessors in den aktuellen Mac-Pro-Modellen. Dank einer 32- statt 45-Nanometer-Fertigung verfügt jeder Prozessor über sechs statt bisher vier Prozessorkerne, die bis zu zwölf Threads auf einmal verarbeiten können. Die Kerne teilen sich 12 statt 8 Megabyte Cache. Trotz der mit diesem Upgrade verbundenen Leistungssteigerung sollen Gulftown-Prozessoren etwas weniger Strom als ihre Vorgänger verbrauchen.

Doch auch abseits des Prozessors soll es Neuerungen geben: Auf dem Logic Board werde Apple einen 10-Gigabit-Ethernet-Anschluss verbauen, als RAM-Bausteine können statt bisher 4- auch 8- und 16-Gigabyte-Module zum Einsatz kommen. Theoretisch sind so bis zu 128 Gigabyte Arbeitsspeicher möglich.

Die Macbidouille-Autoren träumen angesichts dieser Daten von einem Mac mit zwei Gulftown-Prozessoren, dessen zwölf Prozessorkerne in Zusammenarbeit mit Snow Leopard, neuen GeForce- oder Radeon-Grafikkarten und Final Cut Studio 3.0 HD-Filme in Echtzeit rendern können.

Denkbar sei aber auch ein neuer Mac für sparsame Benutzer: Den “kleinsten” Mac Pro könnte Apple weiterhin verkaufen und so die Lücke zwischen Mac mini und Mac Pro mit einem verhältnismäßig günstigen “Mac Pro mini” schließen – möglicherweise auch in einem neuen Gehäuse.

Bild: huangjiahui, “Intel Logo”. Some rights reserved. Flickr

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