Mac Pro: Apple soll über Einstellung nachdenken

Florian Matthey
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Im nächsten Jahr stehen mit Intels Xeon-E5-Prozessoren aussichtsreiche Kandidaten für neue Mac-Pro-Modelle bereit. Angeblich sollen die Verantwortlichen bei Apple allerdings darüber nachdenken, sich von den Profi-Desktop-Rechnern komplett zu verabschieden. Diese Entscheidung würde zumindest zu denen in der jüngeren Vergangenheit passen.

Den Informationen von AppleInsider zufolge soll bei Apple zwar eine neue Version des Mac Pro bereitstehen. Ob das Unternehmen die neuen Rechner aber wirklich veröffentlichen wird, sei unklar. Zumindest seit Mai 2011 hegten die Verantwortlichen bei Apple den Gedanken, die Produktlinie einzustellen.

Die Verkaufszahlen des Mac Pro seien sowohl an Verbraucher als auch an Unternehmen in einem solchen Maß zurückgegangen, dass das Produkt für Apple nicht mehr sonderlich profitabel sei. Dank der schnellen Thunderbolt-Schnittstelle in anderen Macs könnten diese außerdem viele der Aufgaben übernehmen, die sich die Mac-Pro-Kundschaft von einem Rechner wünschen. Ein Vorteil des Mac Pro gegenüber anderen Macs war bisher die schnelle PCI-Express-Schnittstelle.

74 Prozent der Rechner, die Apple verkauft, sind MacBooks. Unter Apples Desktop-Macs ist wiederum der iMac der Verkaufsschlager. Der Mac Pro dürfte sich noch weit hinter dem Mac mini, dem dritten Exemplar unter den Desktop-Rechnern, einreihen. Die Nachfrage für Apples High-End-Desktop-Rechner ist also nicht besonders groß.

Auch würde ein Ende des Mac Pro zu diversen Entscheidungen passen, die Apple in den letzten Monaten und Jahren getroffen hat. Vor rund einem Jahr stellte Apple die Xserve-Serie ein, vor zwei Jahren verabschiedete sich das Unternehmen bereits von der Profi-Video-Software Shake. Zuletzt veröffentlichte Apple eine deutlich günstigere Version X der Videoschnitt-Software Final Cut Pro – der aber so viele Profi-Funktionen fehlen, dass viele enttäuschte Kunden sie auch abwertend als “iMovie Pro” bezeichnen.

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