Mac Pro Designkonzept: Stapelbarer Profi-Rechner

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Insbesondere Profi-Anwender sind mit Apples Mac Pro derzeit etwas ungeduldig. Wenig Bewegung in der Produktlinie und kaum Informationen über geplante Aktualisierungen lassen viele nervös werden, die beruflich nicht mehr ohne Mac Pro können. Aus der Not machte ein Designer eine Tugend und entwarf sein eigenes Konzept.

Mac Pro Designkonzept: Stapelbarer Profi-Rechner

„Stapelbar“ ist hier das Zauberwort. Peter Zigich aus Toronto präsentiert in seinem Blog Ideen, wie das Produkt Mac Pro in Zukunft aussehen könnte. Das modulare System erlaubt es den Kunden, sich den Wunsch-Mac nach eigenen Vorstellungen zusammen zu stellen. Verschiedene Elemente sind austauschbar, teilen sich Strom und kommunizieren untereinander via Thunderbolt.

Zunächst, so die Vorstellung Zigichs, sucht man sich aus, ob man auf der Pro- oder der Consumer-Schiene fahren möchte. Heraus ergeben sich unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten für die Komponenten. Diverse vorkonfigurierte Systeme könnten als Inspiration dienen.

Die Variante „kleiner iTunes-Server“ etwa, konkurriert demnach mit herkömmlichen NAS-Systemen von QNAP oder Synology. Am oberen Ende der Produktfahnenstange findet man einen Pro Server mit 14 Festplatten oder die „Ultimate Pro Workstation“.

Eine nette Idee, die sicher dem einen oder anderen Profi-Anwender gefallen könnte. Nur scheint ihre Umsetzung leider sehr unwahrscheinlich. Nicht nur, weil Apple sich nicht an „Vorschläge“ aus den Reihen der Kunden zu halten pflegt.

Allein das Konzept so vielschichtiger Konfigurationsmöglichkeiten und Varianten verträgt sich nicht mit dem Produktportfolio, das wir aus Cupertino kennen. Selbst das Profi-Modell, der Mac Pro, erlaubt derzeit nur eine sehr eingeschränkte Auswahl zwischen wenigen Komponenten. Hier einen anderen Prozessor, dort etwas mehr Speicherkapazität und gerade einmal zwei verschiedene Grafikkarten bietet der Hersteller.

Getreu dem Motto „Weniger ist manchmal Mehr“. Weniger Auswahl nämlich, und mehr Zufriedenheit beim Kunden. Wer die Wahl zwischen unzähligen Varianten hat, geht davon aus, dass eine davon für ihn perfekt sein muss — eine Enttäuschung ist so fast unvermeidbar, denn perfekte Rechner gibt es nicht.

Gibt es dagegen nur eingeschränkte Auswahlmöglichkeiten, ist der Kunde quasi darauf vorbereitet, nicht das Non-Plus-Ultra zu erhalten. Schließlich ist die Chance auf das perfekte Gerät geringer, je weniger Varianten zur Verfügung stehen. Umso leichter ist es demnach, positiv von einem Gerät überrascht zu sein. Dieses System zieht sich durch die gesamte Produktpalette von Apple. Aus diesem Grund finde ich ein modulares, sehr facettenreiches Konzept wie das von Peter Zigich zwar sehr interessant, glaube aber nicht daran, dass wir es so oder so ähnlich je tatsächlich zu Gesicht bekommen werden.

Was haltet ihr von der Konzeptidee?

(Bilder: Peter Zigich)

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