Nach der erfolgreichen Installation muss nur noch das Benutzerkonto eingerichtet oder migriert werden.
Sobald der Installationsprozess abgeschlossen ist, meldet sich nach dem Neustart der Systemassistent und lotst den Anwender durch die notwendigen Einstellungen. Den nun anlaufenden Begrüßungsfilm kann man leider nicht abbrechen. Nachdem man den Benutzernamen und das Kennwort für den lokalen Administrator festgelegt hat, wird man nach persönlichen Daten gefragt. Tipp: Man muss hier nicht zwangsläufig Name und Anschrift eintragen, sondern kann diesen Passus durch Klick auf Fortfahren umgehen. Eine weitere Frage lautet „Haben Sie bereits einen Mac?“ An dieser Stelle lassen sich persönliche Daten und Programme auf den neuen Mac oder die neue Installation übertragen. Da dies auch später nachgeholt werden kann, besteht kein Entscheidungsdruck. Mac OS X ist ein Mehrbenutzersystem. Verschiedene Personen teilen sich bei Bedarf einen Mac, ohne die passwortgeschützten Daten der anderen einsehen zu können. Diese Eigenschaft ist sowohl im Firmenumfeld als auch am privaten Mac nützlich. Nachdem der Installationsassistent abgeschlossen ist, kann man im System weitere Benutzer anlegen. Dazu begibt man sich in die Systemeinstellungen und klickt Benutzer in der Rubrik System an. Sie müssen keine weiteren Benutzernamen einrichten, wenn Sie ohnehin bestehende Benutzerdaten mit dem Migrationsassistenten von Ihrem bisherigen System (Tiger/Leopard) aufs neue System umziehen möchten.
BENUTZERVERWALTUNG
1. Verwalten
Als Administrator dürfen Sie Benutzer anlegen, die weit weniger Rechte haben. Es gibt ein Standard-Konto, ein durch Kindersicherung verwaltetes Konto oder ein Freigabe-Konto. Ferner können Sie festlegen, ob Sie einen Gast-Account zulassen möchten, was nach der Installation zunächst deaktiviert ist. Wer kein namentliches Freigabe-Konto benötigt, kann stattdessen dem Gast-Account den Zugriff auf Ordner-Freigaben erlauben.
2. Einrichten
Nachdem der Account erstellt wurde, können Sie ihn anpassen, indem Sie ihn links markieren. Durch Klick ins Symbolbild treffen Sie eine Auswahl aus Apples Vorlagen oder erstellen ein eigenes Account-Bild. Hier kann man auch die Kindersicherung aktivieren.
3. Kindersicherung
Mit ihrer Hilfe können Sie verwalteten Benutzern den Programmzugriff einschränken, das Brennen von Medien verbieten, den Zugriff auf Webinhalte anpassen, Mail und Chat nur mit bestimmten Personen zulassen, Nutzungszeiten und maximale tägliche Nutzungsdauer festlegen. Außerdem können Eltern die besuchten Websites im Protokoll einsehen und diese nachträglich sperren. Der vereinfachte Finder ist kindgerecht und benötigt keinerlei Doppelklicks.
4. Benutzer löschen
Wenn man einmal einen Benutzer entfernen muss, etwa weil der Mitarbeiter nicht mehr in der Firma tätig ist, gibt es zwei Optionen. Markieren Sie in den Benutzer-Einstellungen den Account und klicken Sie unter Anmeldeoptionen auf das Minussymbol. Zum einen kann man den Benutzerordner als Image sichern. Oder man löscht die Daten des Benutzers sofort und gibt so den Platz auf der Festplatte frei.
MIGRATIONSASSISTENT Auch nach der Installation können Sie Benutzer und Programme von einer anderen Festplatte oder einem anderen Mac auf das frische Snow Leopard übertragen. Im Ordner Dienstprogramme befindet sich der Migrationsassistent. Als Quelle kann ein anderes Startvolume oder ein Time-Machine-Backup dienen – oder man überträgt seine Daten von einem anderen Mac. Dies kann über ein FireWire-Kabel, das drahtlose Netzwerk oder ein kabelgebundenes Netzwerk geschehen. Bei Letzterem müssen sich die Macs über Bonjour finden können, also im gleichen Adressbereich des Netzwerks sein. Von allen Methoden arbeitet die drahtlose Übertragung am langsamsten. Hier sind unter Praxisbedingungen bis zu 120 MBit/s machbar, ein Ethernet-Netzwerk sollte in der Regel 1 GBit/s übertragen. Besitzt einer der Macs noch den älteren 100-MBit-Anschluss, so ist dies auch die maximal erreichbare Datenübertragungsrate. Mit FireWire sind 400 MBit garantiert oder 800 MBit, wenn beide Macs über einen FireWire-800-Anschluss verfügen. Bei großen Datenmengen dauert die Migration mit einer langsamen Verbindung entsprechend einige Stunden. Bei der FireWire-Verbindung muss der angeschlossene Mac mit gedrückter Taste neu gestartet werden, damit man fortfahren kann. Bei der Verbindung übers lokale Netzwerk generiert Ihr Mac zunächst einen sechsstelligen Zahlencode, den Sie sich aufschreiben. Dann wird am entfernten Mac der Migrationsassistent gestartet und entsprechend der Checkliste im Assistenten vorbereitet. Daraufhin erscheint das Fenster, um den Zahlencode auf dem anderen Mac einzugeben. Während der Migration übers Netz werden alle Programme inklusive Finder und Dock beendet, man kann also nicht parallel am Mac weiterarbeiten.Wählen Sie die zu übertragenden Objekte am entfernten Mac aus. Neben Benutzerordnern können allgemeine Einstellungen, der Programmordner und andere Dateien und Ordner übertragen werden, die sich außerhalb des Benutzerordners befinden. Sobald der Vorgang erfolgreich abgeschlossen ist, startet der Finder wieder. Sollte ein Benutzer gleichen Namens bereits existieren, wird man aufgefordert, diesen Namen zu ändern oder das bestehende Konto zu überschreiben. Auf dem Mac, der die Daten empfangen hat, sollten Sie nun die Anmeldung unter dem übertragenen Benutzernamen testen. Auf die gleiche Weise funktioniert die Migration von einer anderen internen Festplatte beim Mac Pro. Beim Wiederherstellen aus einem Time-Machine-Backup erscheint eine Liste der zurückliegenden Backups, aus der man auswählen muss. Manchmal wurden auf unseren Testgeräten Time-Machine-Backups im Migrationsassistenten nicht richtig angezeigt. Beim Booten von der System-DVD funktioniert die Auswahl und Wiederherstellung der Backups von Time Machine als Quelle einwandfrei. me
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