Apple und Curiosity: Zwei iMacs fliegen zum Mars

Flavio Trillo
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Auch wenn man hinter dem Mond wohnt, wird einem die erfolgreiche Landung von „Curiosity“ Anfang der Woche nicht entgangen sein. Der Mars-Rover wird von der Erde aus ferngesteuert und soll den Planeten nach Spuren durchsuchen, die auf Leben hindeuten. Interessant ist auch die Hardware an Bord des Gefährts.

Apple und Curiosity: Zwei iMacs fliegen zum Mars

Das Gehirn von Curiosity besteht aus zwei RAD750 CPUs, die besonders gegen verschiedene Strahlungen und extreme Temperaturen geschützt sind. Die Prozessoren aus dem Hause BAE basieren auf dem PowerPC 750 und haben einiges mit der Familie „PowerPC 7xx“ gemein.

Wer schon etwas länger mit Macs zu tun hat, wird hier hellhörig: Sind das nicht…? Ja richtig! Der erste iMac wurde ebenfalls von einem PowerPC-750-Chip befeuert. Wir alle erinnern uns noch an die Bonbon-farbenen Kunststoffeier, mit denen Jonathan Ive seine Design-Karriere bei Apple begann. Diverse andere Apple-Computer, wie etwa der Power Mac G3, nutzten ebenfalls diesen Prozessor.

Ein Kommentator bei Reddit fasst den Sachverhalt treffend zusammen mit den Worten: „Curiosity ist im Grunde ein Power Mac G3 mit zwei CPUs, einigem schicken Zubehör und einer verdammt starken USV“. Der Rover wird von einer Nuklearbatterie betrieben, die es ihm erlaubt, längere Wege zurückzulegen als seine Vorgänger.

Doch nicht nur auf dem Mars trifft man alte Bekannte. In der Kommandozentrale der NASA ist eine klare Vormachtstellung silberner Notebooks mit fruchtig leuchtenden Symbolen auf dem Deckel zu erkennen. Und nein, sie haben nicht einfach Windows via Bootcamp installiert. Man setzt auf OS X.

Damit wäre dann endgültig und unzweifelhaft belegt, dass Macs mehr als nur „Fotos, Filme und Podcasts“ können.

Weitere Themen: iMac 2014

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