Olympus Pen E-P3: Neue Systemkamera mit Blitz

Sebastian Trepesch
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Mal wieder ein Ausflug zu den Kameras: Von Olympus gibt es interessante Neuvorstellungen. Neben der neuen Klasse einer sehr kleinen Olympus-Systemkamera, der Pen Mini (E-PM1), und der Pen Lite (E-PL3, Nachfolger der E-PL2) präsentiert der Kamerahersteller die schicke E-P3 im Retrolook. Sie besitzt einen eingebauten Blitz – das klingt nicht umwerfend, ist für sie aber eine Überraschung.

Die Pen-Kameras von Olympus basieren auf dem Micro Four Thirds Standard. Das entsprechende Zubehör anderer Kamerahersteller ist damit kombinierbar (Beispiel: Micro Four Thirds-Objektive von Panasonic).

Notwendige Verbesserungen vorgenommen

Der Blitz, der war es, der bei den Vorgängermodellen potentielle Käufer ins Grübeln kommen ließ: Nehme ich die E-P2*, oder die darunter angesiedelte E-PL2*, die nicht so viel bietet und lange nicht so schön aussieht, aber zumindest einen Blitz hat? Oder nehme ich dann doch keine von beiden?

Die E-P3 setzt dem Makel des Pen-Flaggschiffs ein Ende, ein kleiner Blitz ist integriert.

Und an einem weiteren Punkt hat Olympus zum Glück gearbeitet: am Autofokus. Die P2 galt doch als recht “gemütliches” Wesen. Zur neuen E-P3 sagt der Hersteller: Sie bietet den weltweit schnellsten Autofokus für Systemkameras. Der FAST AF (Frequency Acceleration Sensor Technology AF) verdankt seine Fokusgeschwindigkeit dem neuen Bildprozessor TruePic VI, der speziell für spiegellose Kameras entwickelt wurde.

Ob das Pen-Flaggschiff einhält, was Olympus verspricht, wird sich spätestens ab August herausstellen, dann kommt das gute Stück in den Handel.

Vielversprechende Kennwerte

949 Euro wird sie kosten, das ist kein günstiger Preis, auch nicht für Systemkameras. Er kann natürlich berechtigt sein. Die Olympus E-P3 besteht aus einem Metallgehäuse, der Bildschirm ist ein OLED-Touchscreen. Die Bedientasten ähneln dem Vorgängermodell. Der Live MOS Sensor hat vernünftige 12,3 Megapixel, Video-Aufnahmen sind mit Full-HD (1080i) möglich. Höchster ISO-Wert ist 12800. Die kürzeste Verschlusszeit beträgt 1/4000 Sekunde, Serienaufnahmen sind  mit bis zu 3 Bildern pro Sekunde möglich.

Die Kamera bietet schöne Spielereien, wie sie professionelle SLR-Kameras (leider) nicht bieten: zum Beispiel Art Filter für Video und Foto. Sie können mit fünf Effekten (Lochkamera, Weichzeichner, Frame, Starlight und weißer Rand) kombiniert werden. Und eine Wasserwage ist integriert, wer so etwas möchte…

Die technischen Daten klingen also durchaus überzeugend. Ob auch die Bildqualität überzeugt, müssen erste Tests zeigen.

Fazit E-P3

Das Flaggschiff der Pen-Reihe besticht durch das sehr, sehr schöne Retro-Design (was natürlich Geschmackssache ist). Olympus scheint zwei große Mängel des Vorgängermodells bei der E-P3 beseitigt zu haben. Der Autofokus ist angeblich schnell, und ein Blitz ist eingebaut.

Klein ist sie für eine Micro Four Thirds-Kamera allerdings nicht. Wer etwas kompakteres möchte, kann sich die Modelle Pen Mini (E-PM1) und Pen Lite (E-PL3) anschauen – siehe auch unsere Bildergalerie oben.

Vorteile
+ Systemkamera mit wechselbaren Objektiven
+ integrierter Aufhellblitz
+ laut Hersteller schneller Autofokus
+ schickes Design

Nachteile
- noch recht groß für eine Micro Four Thirds
- gehobeneres Preissegment

Überblick E-P3
Hersteller: Olympus
Preisempfehlung des Herstellers: 949 Euro
Erscheinungstermin: August 2011
Alternativen: Olympus Pen Lite, Pen Mini, Panasonic Lumix DMC-GF1*

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