Panasonic Lumix FT3 versus Olympus Tough TG-810: Unterwasserkameras im Digitalkamera-Test

Sebastian Trepesch
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Während Nikon und Canon (fast) keine Kompaktkameras im Programm haben, mit denen man abtauchen kann, konnten die Modelle von Panasonic und Olympus schon mehrere Generationen durchleben. Futter für die Bildbearbeitungssoftware auf Mac und iPad: Ich konnte die beiden aktuellen Flaggschiffe über und unter Wasser ausprobieren, Panasonic Lumix FT 3 & Olympus Tough TG-810.

Wie macht sich eine Unterwasser-Kompaktkamera am Strand? 10 beziehungsweise 12 Meter abtauchen können – das ist schon jede Menge. Zum Schnorcheln würden auch 3 Meter reichen, zum Gerätetauchen ist es dann aber doch etwas zu wenig. Optional erhältliche Gehäuse ermöglichen tiefere Tauchgänge. Jeder – ob Taucher oder nicht – profitiert von der Robustheit der Knipsen.

Wie für die heutigen Kompaktkameras (noch) üblich, haben beide Modelle mehr Megapixel, als der Bildqualität gut tut. Die Brennweite beginnt bei einem schönen Weitwinkel von 28mm (entsprechend 35mm Kleinbild). Zahlreiche Motivprogramme, Funktionen (Gesichtserkennung etc.) und Automatismen sind integriert. Der Outdoor-Gedanke wird von eingebautem GPS und Kompass unterstrichen.

Die Panasonic kann sogar 3D-Fotos erstellen. Dafür unterstützt die Olympus speziell Eye-Fi-Karten. Damit lassen sich Fotos über WiFi zum Beispiel auf das iPad übertragen und dort die Bilder bearbeiten.

Technische Daten der Unterwasser-Kameras
Hersteller: Panasonic Olympus
Produkt: Lumix DMC-FT3 Tough TG-810
Brennweite (entspr. Kleinbild) 28 – 128mm 28 – 140mm
Sensor 1/2,33“ CCD  1/2,3“ CCD
Effektive Pixel 12,1 Megapixel  14 Megapixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 1280 x 720
Speicher SD-, SDHC-, SDXC-Karten, eingebauter Speicher 19 MB SD-, SDHC-, SDXC-, EyeFi-Karten, eingebauter Speicher 19,5 MB
Dateiformate JPEG, 3D-Fotos MPO, AVCHD, QuickTime Motion JPEG JPEG, MPEG-4, Tonaufnahme AAC
ISO-Bereich 80 – 1600 (high bis 6400) 80 – 1600
Display 2,7“ TFT-LCD, 230.000 Bildpunkte, automatische Helligkeitsregelung 3,0“ HyperCrystal III LCD, 920.000 Bildpunkte
Wasserdicht bis 12 Meter Tiefe bis 10 Meter Tiefe
Stoßgeschützt bis 2 Meter Falltiefe bis 2 Meter Falltiefe
GPS/Kompass/Barometer/Höhenmeter ja/ja/ja/ja ja/ja/nein/nein
 Preis  ca. 341 Euro*  ca. 280 Euro*
Unterwassergehäuse bis 40 m  verfügbar, ca. 255 Euro*  verfügbar, ca. 237 Euro*

Die Handhabung

Beide Testexemplare haben mich kurz vor dem Abflug ans Rote Meer erreicht. Die Bedienungsanleitung musste deshalb unausgepackt daheim bleiben. Kein Problem: Man kommt ohne Dokumentation problemlos zurecht, zumindest, wenn man die ein oder andere Kamera schon in der Hand hatte. Das meiste läuft intuitiv, und wenn nicht, hilft die eingebaute Erklärung. Die Sicherheits- und Pflegehinweise für den Einsatz im Wasser sollte man sich aber auf jeden Fall zu Gemüte führen.

Beide Kameras sind in etwa gleich groß, und lassen sich noch in die Jackentasche stecken. Die Olympus wirkt etwas robuster, obwohl sie auf dem Papier 2 Meter Wassertiefe weniger verträgt. Großer Bonus: Ist die TG-810 ausgeschaltet, ist die Linse durch eine robuste Abdeckung geschützt. Das Glas der FT3 liegt immer frei. Zudem erscheint mir die Verriegelung der Olympus am Akkufach deutlich sicherer.

Bildergalerie RAD Soldiers

Die Bildergalerie (mittig anklicken für größere Ansicht) zeigt Gehäuse, das abgedichtete Kartenfach und Menü der beiden Kameras. Auf Seite 2 des Artikels folgt nun eine Reihe von Testbildern, aufgenommen über und unter Wasser, bevor wir zur Videofunktion kommen.

Weitere Themen: Panasonic Lumix FT3, Olympus