Funktionen, Beispielbilder und Fazit

Funktionen

Während beide Kameras zahlreiche Programme bieten, mit denen Fotos aufgenommen werden können, setzt Samsung bei der Galaxy Kamera noch einen oben drauf und ermöglicht dem ambitionierten Fotografen, neben den diversen Programmen auch manuelle Einstellungen vorzunehmen, um so noch etwas kreativer ans Werk zu gehen. Für alle, die unterwegs nur schnell ein paar Schnappschüsse machen wollen, wird das vielleicht weniger wichtig sein, all diejenigen, die gerne selbst Hand anlegen und Belichtungszeiten, ISO-Werte und mehr selbst anpassen möchten, werden sich über diese Möglichkeit aber sicherlich freuen.

Natürlich ist die 3G-Verbindungsmöglichkeit der Galaxy Kamera generell eine tolle Sache, allerdings sollte man als Nutzer nicht vergessen, dass sich das Hochladen von Fotos mittels 3G schnell auf das eigene Datenvolumen auswirkt. Es ist natürlich toll, wenn man unterwegs direkt Fotos von der Kamera aus hochladen kann, allerdings ist dazu dann eben auch noch eine weitere SIM-Karte notwendig. Wer mit dem Upload etwas warten kann, dürfte auch mit der Wi-Fi-Verbindung von beiden Kameras zufrieden sein.

Bilder/Videos

Im Falle eines Kameravergleichs sind neben den ganzen technischen Infos und der Gestaltung des Gerätes aber vor allem auch die Bildergebnisse wichtig. Und die gibt es jetzt hier endlich.

Bildergalerie Samsung Galaxy Kamera Beispielfotos

Bildergalerie Nikon Coolpix S800c Beispielfotos

Beide Kameras liefern durchaus ansehnliche Bilder. Allerdings zeichnen sich auch ein paar deutliche Unterschiede ab. Vor allem die Farben wirken bei der Coolpix oft doch etwas kräftiger als bei der Galaxy Cam, dafür liefert letztere die schärferen und kontrastreicheren Ergebnisse ab. Allerdings sorgt der automatische Weißabgleich bei der Galaxy Cam schnell zu etwas unschönem Bildrauschen, sobald ein paar dunklere Stellen auf einem sonst eher hellen Bild zu sehen sind. Bei Bedarf kann das aber wie bereits erwähnt auch manuell eingestellt werden.

Natürlich macht sich auch ganz klar der mehr als doppelte Zoom-Bereich der Galaxy Kamera bemerkbar. Wer also möglichst nah an weit entfernte Motive heranzoomen will, wird sich darüber sehr freuen. Außerdem lichtet das Weitwinkel-Objektiv der Galaxy Cam größere Bildausschnitte ab, für mich ein weiterer klarer Pluspunkt. Ebenfalls besser abschneiden kann die Galaxy Kamera im Makro-Bereich: Nicht nur, dass die Ergebnisse deutlich detailreicher und schärfer sind, auch der Aufnahmeprozess ist mit Samsungs Android-Kamera wesentlich unproblematischer und damit schneller.

Auch im Video lassen sich ganz klare Unterschiede erkennen. Insgesamt wirkt das Bild der Coolpix zwar etwas dunkler, dafür kommt die Kamera bei dem Testvideo mit sich verändernden Lichtverhältnissen etwas besser klar, als dies bei der Galaxy Cam der Fall ist. Dafür kann die Galaxy Kamera aber auch hier in Sachen Zoombereich punkten, die Schärfe der Bewegtbilder wirkt hier auch etwas besser. Der größte Unterschied liegt aber wohl im deutlich hörbarem (und störendem) Zoom-Geräusch der Coolpix. Beim Zoomen mit der Galaxy Kamera ist dagegen kein Geräusch des Objektivs zu hören. Alles in allem sind die visuellen Ergebnisse aber doch recht ähnlich, vor allem dient die Videofunktion bei beiden Kameras in meinen Auge auch eher als Bonus.

Preis

Ein weiterer großer Unterschied der beiden Geräte ist vor allem im Preis zu finden. Die UVP der Samsung Galaxy Kamera lag bei Markteinführung bei 599 Euro, mit mittlerweile ist die Android-Kamera aber schon günstiger zu finden: 

Die Nikon Coolpix S800c hingegen wird vor allem all diejenigen ansprechen, die zwar gerne eine Android-Kamera ihr eigen nennen möchten, dabei aber nicht ganz so tief in die Tasche greifen wollen: 

Fazit

Die besseren Bildergebnisse und mehr Einstellungsmöglichkeiten liefert ganz klar die Samsung Galaxy Kamera. Deren größte Vorteile liegen zudem im Weitwinkelobjektiv, dem 21-fachen Zoom, dem 4,8 Zoll großen Display (auf dem sich auch wunderbar Bilder unterwegs bearbeiten lassen) und der recht aktuellen Android-Version 4.1. Gegen die Kamera spricht dann aber leider doch ein wenig der noch immer recht happige Preis, für den es mittlerweile sogar schon digitale Spiegelreflexkameras inklusive Objektiv gibt. Auch ist die Größe nicht ganz ideal für eine „Knipse“, die vor allem für spontane Bilder unterwegs eingesetzt werden soll. Das 3G-Modul ist zwar eine tolle Zugabe, für den Normalverbraucher halte ich diese Funktion aber noch für ein wenig überflüssig, da dadurch eine weitere microSIM-Karte und ein anständiges Datenvolumen notwendig wird.

Die Nikon Coolpix S800c liefert auch durchaus zufriedenstellende Ergebnisse, die zwar nicht mittels 3G, dafür aber immerhin via Wi-Fi schnell hochgeladen und geteilt werden können. Durch die praktische Größe und das geringe Gewicht lässt sich die Coolpix leicht transportieren. Zwar ist der Bildschirm mit 3,5 Zoll etwas kleiner, zum schnellen Fotografieren unterwegs reicht das aber allemal aus. Abstriche muss man hier dann allerdings bei der Bearbeitung direkt auf der Kamera machen. Das macht auf einem größeren Bildschirm einfach mehr Spaß. Auch der 10-fache optische Zoom ist eine tolle und brauchbare Zugabe. Weniger schön ist, dass Nikon keinen Standard-microUSB-Anschluss in die Kamera eingebaut hat, sondern auf einen eigenen Anschluss setzt. Das „nur“ Android 2.3 auf der Kamera zu finden ist, halte ich für absolut kein Manko, da die meisten Apps, die man vielleicht auf die Kamera installieren möchte (Instagram etc.) auch hier ohne Probleme funktionieren.

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Weitere Themen: Nikon Coolpix S800c , Samsung

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