abalo BETA: Geld verdienen mit Lockscreen-Werbung (erster Eindruck)

Vor zwei Monaten habe ich über das Crowdfunding-Projekt SmartADs berichtet. Man hatte sich zum Ziel gesetzt, Nutzer über Werbung, die ihnen auf dem Lockscreen angezeigt wird, Geld verdienen zu lassen. Mit Einnahmen von weniger als 5% ist des Zielpreises ist das Projekt zwar kläglich gescheitert, die Idee besteht aber weiterhin.

Jetzt ist die App abalo BETA im Play Store aufgetaucht und bietet genau das, was SmartADs erreichen wollte: Über Werbung können Nutzer Geld verdienen. Im Gegensatz zu den 50 Dollar bei SmartADs werden hier bis zu 15€ monatlich versprochen. Einfach die Android-App herunterladen, registrieren, Interessen angeben und schon kann es losgehen. Bankdaten müssen zunächst nicht angegeben werden. Sehr gut.

abalo

Erster Eindruck

Momentan befindet sich die Android-App in der Beta und es wird noch nicht so viel Werbung angezeigt, wie es in der finalen Version der Fall sein wird. Erst einmal muss die dahinterstehende Firma, die abalo media GmbH, das Interesse der Werbewirtschaft erlangen.

Gut, die ersten Rückmeldungen aus dem Play Store sind positiv und die Werbung soll auch nicht zu störend sein. Grund genug, die App auszuprobieren. Zunächst wollte die Registrierung über das Smartphone nicht so recht klappen (man bekommt keine Benachrichtigung, wenn das Passwort zu kurz ist oder eine Eingabe nicht stimmt), aber schließlich funktionierte es. Die abalo-Server brauchen immer etwas Zeit zum Antworten, da der Ansturm momentan recht hoch zu sein scheint.

Bildergalerie abalo BETA

Nach der Registrierung werden Aktivierungs-SMS und -Email versendet, die jeweils bestätigt werden müssen. Danach folgt die Angabe der eigenen Interessen und dann wird abalo als Live-Wallpaper eingestellt. Beim Aufwecken des Geräts sieht man auf dem Lockscreen, wenn vorhanden, die abalo-Werbung. Bis zu 27 Mal am Tag kann Werbung erscheinen, die jeweils eine durchschnittliche Downloadgröße von 70KB haben soll. Die Werbung stört nicht und bleibt angenehmerweise im Hintergrund. Um ein Angebot wahrzunehmen, muss erst in die App gewechselt werden. Es kann auch ein eigenes Lockscreen-Bild ausgewählt werden, welches angezeigt wird, wenn die App gerade keine Werbung im Angebot hat. Nach dem Entsperren sieht man ein eigenes Wallpaper, das über die App eingestellt wird. Auf dem Homescreen gibt es keine Werbung. Auch schön: es gibt die Möglichkeit, eine werbefreie Zeit einzustellen.

abalo-Werbung

It’s all about the money

Nun zur wichtigen Frage: wie viel Geld bringt das ein? Mir wurden bisher (1 Stunde Testzeit) fünf verschiedene Anzeigen präsentiert. Jede von ihnen hat mir 0,018€, also 9 Cent eingebracht. Das ist erstmal nicht viel und man sollte nicht erwarten, dass das Bankkonto am Ende des Monats merklich voller ist. Aber der Dienst ist auch gerade erst mit diesem neuen Konzept gestartet und muss erst einmal Fuß fassen. Wenn man aber bedenkt, dass die Werbung wirklich überhaupt nicht stört, stellen sich mir nur noch zwei Fragen: Bekommt man auch wirklich sein Geld am Ende des Monats und wie wirkt sich die App auf die Akkuleistung aus?

In Bezug auf die erste Frage scheint abalo kein dubioses Angebot zu sein: Es wurde bereits auf dem MWC in Barcelona vorgestellt und von zahlreichen Österreichischen Medien (die dahinterstehende Firma sitzt in Wien) gecovert. In den FAQs lässt sich auch kein Hinweis darauf finden, dass erst ab einem bestimmten Verdienst ausgezahlt wird, wie es bei einigen Paidmail-Anbietern üblich ist. Lediglich nicht mehr als 15€ können verdient werden. Wie es mit dem Akkuhunger der App steht, das wird sich noch zeigen.

Fazit

Der erste Eindruck ist unerwartet positiv: Die Werbung stört nicht und zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten zeigen, dass sich hier Gedanken über das Thema Werbung gemacht wurden. Das Konzept gefällt, auch wenn sich damit noch nicht wirklich nennenswerte Summen verdienen lassen. Ich bin gespannt, wie es mit dem Dienst weitergeht und werde die App noch einige Tage testen.

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Lesererfahrungen

Einige unserer Leser benutzen abalo bereits und die Rückmeldungen sind durchweg positiv: Trotz Beta wurden mehrere Euro verdient, die auch prompt überwiesen wurden.

von
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