Action Launcher 3: Material Design und innovative Funktionen für den Homescreen

Im Dezember 2014 veröffentlichte Chris Lacy die dritte Generation des beliebten Action Launchers im Play Store. Die Anwendung wurde vor allem ressourcenschonender aufgezogen und erstrahlt in dem von Google forcierten Material Design. Mit an Bord sind unter anderem die Quickpage-Funktion, eine Quick Theme-Enginge sowie Ordner-„Shutter“. Diese innovativen Funktionen heben den Launcher angenehm von der Konkurrenz ab.

Der Action Launcher 3 kann freilich mit zahlreichen Features aufwarten. Da es sich um eine komplette Neuentwicklung handelt, sind derweil noch nicht alle Funktionen des beliebten Vorgängers überführt worden. Mit den Updates auf mittlerweile Version 3.3 hat Chris Lacy jedoch bereits einiges nachgereicht – zur Freude der zahlenden Benutzer, denn für das Upgrade auf die dritte Generation wurde erneut zur Kasse gebeten. Doch der veranschlagte Preis von 3,99 Euro erscheint gerechtfertigt, angesichts regelmäßiger Updates und vor allem einzigartiger Features.

Quickpage und Quickdrawer

Dazu zählt unter anderem die sogenannte „Quickpage“. Dabei handelt es sich um einen vollfunktionalen Homescreen, der über eine Wischgeste vom rechten Bildschirmrand erreichbar ist. Darin lassen sich sowohl Apps als auch Widgets ablegen. Die Funktion muss in den Einstellungen unter „Layout“ aktiviert werden.

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Die gewöhnliche App-Übersicht ist im Action Launcher zwar weiterhin vorhanden, der „Quickdrawer“ kann jedoch, sofern in den Einstellungen aktiviert, dessen Funktion übernehmen. Eine Wischgeste vom linken Bildschirmrand blendet eine Liste aller installierten Anwendungen ein.

Quicktheme

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Eine weitere vom Entwickler prominent in den Vordergrund gestellte Funktion ist „Quicktheme“. Der Launcher ist durch eine eigens implementierte Engine dazu in der Lage, passende Akzentfarben aus dem ausgewählten Hintergrundbild zu extrahieren. Diese werden auf verschiedene Designelemente, wie die Google-Suchleiste, Ordnerhintergrunde oder auch die bereits erwähnte Quickpage angewandt. Seit Version 3.3 können Entwickler mittels einer offenen Schnittstelle (API) ihre Live-Wallpaper an dieses optische Gimmick ankoppeln, wodurch sich die Designfarben gemäß des Hintergrundes laufend ändern. Der Benutzer kann in den Einstellungen selbstredend auch eigene Akzentfarben festlegen.

Cover und Shutter

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Ebenfalls mit von der Partie sind die „Cover“ – Chris Lacy bezeichnet diese als „Evolution“ der Ordner. Durch Tippen auf ein App-Icon kann die entsprechende Anwendung gestartet werden, wischt der Benutzer hingegen über das Symbol, öffnet sich der darunterliegende Ordner. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren die sogenannten „Shutter“. Ein Wischen legt hierbei jedoch ein funktionsfähiges Widget frei, das über dem Homescreen schwebt.

Google Now-Schnellzugriff

Trotz eingeschränkter Individualisierbarkeit, erfreut sich der Google Now Launcher immenser Beliebtheit. Das liegt vermutlich zuvorderst daran, dass per Wischgeste bequem zwischen der Oberfläche des digitalen Assistenten sowie dem eigenen Homescreen gewechselt werden kann. Der Action Launcher bietet eine ähnliche Funktion an: Bei einer Wischgeste auf die linke Seite des Homescreens kann optional die Google-App aufgerufen werden. Um diese zu verlassen, muss jedoch der Home- beziehungsweise Zurück-Button angetippt werden. Es handelt sich um einen Workaround.

Gesten und Shortcuts

Darüber hinaus sind beim Launcher noch diverse Gesten konfigurierbar, um Apps zu starten oder Verknüpfungen aufzurufen. Eine Wischgeste nach unten kann beispielsweise die Benachrichtigungsleiste ausfahren. Es können zudem Shortcuts gewählt werden, die durch mehrfaches Tippen auf einen Navigations-Button aufrufbar sind.

Der Action Launcher 3 unterstützt zwar aus funktionaler Sicht Android 4.1 und höher, für einige Animationen und optischen Gimmicks ist jedoch mindestens Android 5.0 erforderlich. Die Anwendung schlägt im Play Store mit 3,99 Euro zu Buche.

Action Launcher 3
Developer: Chris Lacy
Price: Kostenlos
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