Actions for iPad: Shortcut-Bedienung für den Mac

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Windows 8 auf dem iPad? Nein! Die App Actions für iPad steuert zahlreiche Funktionen auf dem Mac im Windows-ähnlichen Kachel-Look. Kabellos lassen sich Tastaturkürzel für zahlreiche Applikationen ausführen. Welche das sind, kann der Anwender selbst bestimmen.

Actions for iPad: Shortcut-Bedienung für den Mac

Actions for iPad: Installation und Inbetriebnahme

Wer ein iPad mit mit mindestens iOS 4 besitzt, kann die App Actions nutzen. Damit die App den Mac fernsteuern kann, muss man eine separate Applikation für den Mac herunterladen. Der Download-Link lässt sich beim ersten Start der App auf dem iPad per E-Mail an den Rechner senden oder direkt hier herunterladen. Actions Server ist 5,2 Megabyte groß. Die App wird in der  Systemleiste aktiv. Man sollte sich also nicht wundern, wenn im Dock nach dem Start der App nichts passiert.

Sind iPad und Mac im gleichen Netzwerk, lassen sich die Geräte miteinander verbinden. Ein Button im linken oberen Eck der App beherbergt eine Liste mit bereitstehenden Macs. Ähnlich wie bei Apples Remote-App für iTunes zeigt das iPad nun einen vierstelligen Code an, den es am Mac einzugeben gilt. Fertig.

Actions: Den Mac drahtlos steuern

Actions führt Tastaturkürzel und Aktionen über das Netzwerk aus. Jede Kachel im so genannten Set stellt dabei eine Aktion (ein Tastaturkürzel) dar, die man an eine App senden kann. Wenn keine Ziel-App, ein target, festgelegt ist, spricht Actions die App im Vordergrund an. Das Aussehen der Kacheln kann der Anwender großteilig selbst bestimmen: Textgröße, Label, Farbe und Symbol lassen sich anpassen. Die Kacheln, touchpads genannt, sind in Sets und Unterordnern, den Subsets, organisiert. Ein Set an Kacheln lässt sich mit einer Applikation verknüpfen. Der Vorteil: Wechselt man von Set zu Set oder am Mac von Applikation zu Applikation, hilft diese Verknüpfung, automatisch das passende Set für die entsprechende App in den Vordergrund zu bringen. Ein Subset fungiert als Ordner für mehrere Kacheln, also Aktionen. Man erkennt Subsets am kleinen Punkt am unteren Rand der Kacheln.

Sets und Touchpads einrichten

Die Sets lassen sich am oberen Rand einsehen, dazu wischt man mit drei Fingern nach unten oder tippt in die Leiste. Das Stift-Icon rechts oben dient dazu, Sets und Kacheln zu bearbeiten und hinzuzufügen. Sinnvoll ist es, ein Set mit einer App zu verknüpfen, eine so genannte Magnet Application festzulegen. Ein solches selbst erstelltes Set lässt sich vollständig mit eigenen Aktionen befüllen.

Wer nicht create, sondern load wählt, kann bereits fertige Sets zu elf Applikationen laden. Innerhalb eines Sets lassen sich neue Aktionen erstellen.

Auch hier kann man entweder komplett eigene Tastaturenkürzel für eine Vielzahl von Programmen festlegen oder aus einer Liste wählen. Das Erstellen von Subsets funktioniert wie das Erstellen eines Ordners auf dem iOS-Homescreen: Ist man im Bearbeiten-Modus innerhalb eines Sets und hält eine Kachel kurz gedrückt, lässt sie sich auf eine andere ziehen. Ein Schloss-Symbol hält – wenn es aktiviert ist –  das Subset geöffnet, nachdem man einen Befehl ausgeführt hat.

Actions for iPad: Hilfsmittel für flüssiges Arbeiten

Neben den Kachel-gebundenen Kürzeln gibt es vier Shortcuts, die sich mit einer Zweifinger-Geste innerhalb der App auslösen lassen. Zum Kopieren eines Inhalts wischt man mit zwei Fingern nach oben. Um ihn einzufügen, mit zwei Fingern nach unten. Nach links bedeutet: Eingabe/Aktion widerrufen, nach rechts entsprechend wiederholen.

Die Befehle Copy, Paste sowie innerhalb der App Actions for iPad gibt es eine Gestensteuerung. Um zur Set-Übersicht zu gelangen wischt man mit drei Fingern nach unten. Mit einem Wischen mit drei Fingern nach rechts oder links wechselt man zwischen den Sets direkt. Dies erscheint möglicherweise sinnlos, wenn man die App als Fernbedienung verwenden möchte. Doch das ist nicht unbedingt Sinn der Sache. Ein denkbares Szenario sieht dagegen eher so aus: Der Anwender arbeitet am Mac, doch anstatt Menüs nach Kürzeln durchsuchen zu müssen, hat er sein iPad neben sich liegen und kann komplexere Kürzel über ein simples Tippen auswählen. Wer es komfortabler mag, greift zur TwelveSouth HoverBar.

Fertige Aktionen stehen bereits für folgende Applikationen bereit:

Ableton Live, Adobe After Effects, Adobe Illustrator, Adobe Indesign, Adobe Lightroom, Adobe Photoshop, Aperture, Evernote, Excel, Internet Explorer, Final Cut, Finder, Firefox, Garageband, Chrome, iCal, iMovie, iPhoto, iTunes, Keynote, Logic Pro, Mail, Notes, Numbers, Outlook, Pages, Pixelmator, Powerpoint, Reeder, Reminders, Safari, TextEdit, Vlc, Word, Windows 7, Windows Vista, Windows XP, Windows Media Player.

Wer ein eigenes Set mit Actions for iPad erstellt, kann aus einer Liste der auf dem Mac installierten Programme wählen.

Fazit: Actions for iPad

In unserem Test funktionierte die App in Version 1.0 auf einem iPad der ersten Generation einwandfrei und schnell. Die automatische Verbindung zum Mac wurde problemlos nach dem Start hergestellt. Verzögerungen gab es keine. Probieren geht über Studieren: Wer sich für die eigenen Zwecke eine Einsatzmöglichkeit vorstellen kann, sollte die App ausprobieren. Sie kostet 2,69 Euro .

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Weitere Themen: iPad mini , iPad 4, iPad 3, iPad 1, iPad 2


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