Facebook fordert Adobe auf, Flash einzustellen

Florian Matthey
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Adobe hat es nicht leicht: Nach erneuten weitreichenden Sicherheitsproblemen fordert jetzt auch Facebook von dem Unternehmen, Flash komplett vom Markt zu nehmen. Steve Jobs hatte das schon vor fünf Jahren vorgeschlagen.

Facebook fordert Adobe auf, Flash einzustellen

Im Jahr 2010 schrieb Steve Jobs einen offenen Brief, in dem der damalige Apple-CEO darlegte, warum die Welt Adobe Flash nicht (mehr) braucht. Seine Argumente lauteten unter anderem: Flash sei ein geschlossenes System, das dank HTML5 für viele Anwendungen nicht mehr nötig sei und vor allem auch ein Sicherheitsrisiko darstelle.

In den letzten Tagen ist vor allem letzteres Argument wieder aktuell geworden; ein Hacker-Team will den “schönsten Flash-Bug der letzten vier Jahre” gefunden haben, der sämtliche bisherige Flash-Versionen betrifft.

Nachdem Apple schon lange als Flash-Gegner gilt, hat jetzt auch Facebook die Geduld verloren: Facebooks Chief Security Officer Alex Stamos fordert via Twitter, dass Adobe einen Termin festlegen sollte, an dem das Unternehmen die Entwicklung von Flash einstellt, also ein “End of Life”-Datum. Sämtliche Browser-Entwickler sollten am selben Termin dafür sorgen, dass Flash in dem jeweiligen Browser nicht mehr funktioniert.

Ob Adobe diesem Ruf nachkommen wird, wird sich zeigen – das Unternehmen hat die eigene Technologie in der Vergangenheit immer wieder gegen entsprechende Kritik verteidigt. Immerhin hatte sich Adobe nach Jobs’ Kritik auch dazu entschieden, Flash in Form eines Plug-ins nicht mehr für Mobil-Geräte anzubieten – stattdessen gibt es Flash auch für Android nur noch in Form eigenständiger Adobe-AIR-Apps.

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