Android 4.2: Das verbesserte Sicherheitssystem

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Bald ist es soweit: Android 4.2 steht vor der Tür. Während mittlerweile die ersten amerikanischen Kollegen die neuen Nexus-Flaggschiffe testen konnten und ein aktueller System-Dump des Nexus 4 aufgetaucht ist, möchten wir heute etwas unter die Haube des neuen Google-Betriebssystems schauen und uns das neue Sicherheitssystem ansehen.

Android 4.2: Das verbesserte Sicherheitssystem

Im Android-Ökosystem stellen Apps das größte Sicherheitsrisiko dar. Sind sie schlecht programmiert oder enthalten gar Malware, werden  Benutzerdaten sozusagen auf dem goldenen Tablett serviert. Seit Februar wissen wir bereits, dass alle Apps im Play Store einen Malware-Scanner-Test durchlaufen müssen. Somit werden immerhin diese 700.000 Programme auf übliches Malware-Verhalten getestet und im Zweifelsfall gesperrt.

Doch im Gegensatz zu Apples iOS ist unterstützt Android nativ die Installation von Fremdsoftware und es gibt zahlreiche alternative AppStores: Amazon App-Shop, AndroidPit AppStore, Fireplace Market. Google verschließt vor diesen Alternativen nicht die Augen, sondern führt mit Android 4.2 eine optionale Möglichkeit ein, auch Fremdsoftware auf verdächtigen Code zu überprüfen.

Freiwillige Fremdsoftwareüberprüfung

Installiert man nun eine Software aus Nicht-Google-Quelle, fragt das System den Nutzer, ob er wünsche, dass alle installierten Apps auf gefährliches Verhalten überprüft werden sollen.

Android 4.2 Sicherheit

Bejaht man diese Frage, sendet das System Informationen über die  installierten Apps an die Google-Server. Dort werden diese mit einer Datenbank gefährlicher Apps verglichen. Diese Datenbank beinhaltet sowohl Play-Store-Apps als auch Apps, die aus anderen Quellen stammen. Stellt die zu installierende Software eine Gefahr für die Sicherheit dar, so wird die Installation des Programms unterbunden. Ist das Programm sicher, erfolgt die Installation weitere Benutzerinteraktionen. Zwischen direkter Installation und sofortigem Installationsabbruch bietet die Überprüfung verschiedene Abstufungen der potentiellen Gefährlichkeit der Apps, bei denen das System den Nutzer informiert und fragt, ob er die App wirklich installieren will.

Die Überprüfung, welche jederzeit de- und aktivierbar ist, soll ohne spürbare Zeitverzögerung für den Nutzer stattfinden, indem lediglich die Signatur der betroffenen App während der Installation an die Google-Server weitergeleitet wird.

Überarbeiteter Installationsdialog

Neben dieser freiwilligen Sicherheitsmaßnahme hat Google auch den Installationsdialog der Play Store-Apps verbessert. Anstatt einer einfachen Liste von Rechten, die die App fordert, bekommt man ab Android 4.2 eine wesentlich aufgeräumtere übersichtlichere Anzeige angezeigt.

Android 4.2 Sicherheit

Außerdem wird der Nutzer nun in einem gesonderten Dialog darauf hingewiesen, wenn eine installierte App versucht, vermeintlich teure SMS zu schicken und kann dies entweder erlauben oder verbieten. Dadurch werden mögliche hohe Nachrichtenkosten verhindert.

Quelle: MobileGeeks

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