Android 4.2: Das sind die neuen Features aus „Jelly Bean 2“

Frank Ritter
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Neben dem Triumvirat an Nexus-Devices, das Google soeben kurz vor Feierabend nonchalant in die Welt gepustet hat, gibt es natürlich auch auf Software-Seite Neues zu berichten. Wir stellen zusammen, was über Android 4.2 bislang zu erfahren ist.

Android 4.2: Das sind die neuen Features aus „Jelly Bean 2“

Bis jetzt sah es so aus, dass der Star des „Nexus-Abends“ die Hardware ist. Ganz falsch ist das nicht, denn Google bringt mit seinen Hardwarepartnern eine ziemliche Armada an Spitzengeräten zu Traumpreisen unters Volk. Nichtsdestotrotz bietet auch Android 4.2 – nach wie vor unter dem Süßspeisennamen Jelly Bean – eine Menge schicker neuer Funktionen, die weit über das hinausgehen, was wir bislang erwartet haben, und bringt diese Funktionspalette natürlich auch auf ältere Nexus-Devices.

Hier eine vorläufige Zusammenstellung von dem, was Google in Android 4.2 einführt, verändert und verbessert.

Kamera

panorama cam

Die Kamera-App beherrscht jetzt Photo Spheres – Fotos, bei deren Aufnahme man während der Fotografierens in beliebige Richtungen schwenken kann. Das Endergebnis sind frei dreh- und zoombare 360°-Panoramen. Google integriert für Photo Spheres Street View-Technik und hat eine spezielle Seite eingerichtet, auf der man Beispielpanoramen in aller Welt einsehen und eigene Panoramen hinzufügen kann.

Android 4.2 Kamera

Außerdem wurde das Interface insgesamt überarbeitet. Sämtliche Einstellungen erreicht man nun durch längeres Drücken über ein Ringmenü im Sucherbild.

Tablet-Layout

android 4.2 tablet layout

Google schafft sein seit Honeycomb angetrautes Tablet-Layout ab. Künftig sieht Android auf Tablets und Smartphones fast identisch aus. Das heißt: die Software-Buttons werden unten mittig platziert, der Button für den App-Drawer wandert nach unten, die Benachrichtigungsleiste nach oben. Näheres erfahrt ihr in unserem Artikel zum Thema von heute Vormittag.

Lockscreen

android 4.2 lockscreen

Fortan kann man die Kamera einfach mit einer Wischgeste nach rechts vom Lockscreen starten. Wischt man nach links, kann man vorher dort platzierte Widgets einsehen. Um die entsprechende App zu starten, zieht man das Entsperrmuster von unten nach oben. Auch auf dem eigentlichen Lockscreen kann ein Widget nach Wahl angezeigt werden.

Tastatur

wischtastatur

Die Android-Tastatur beherrscht nun auch einen Wisch-Eingabemodus, ähnlich wie Swype. Hierbei wird, wie beim kürzlich vorgestellten SwiftKey Flow, jedoch direkt über dem Finger das Wort angezeigt, das die Software in diesem Moment identifiziert.

Mehrbenutzer-Betrieb

Endlich können mehrere Nutzer ein Tablet mit je eigenem Account nutzen – jeder Nutzer wählt sich mit seinem Google-Konto ein und hat dann Zugriff auf alle eigenen Apps mit separaten Einstellungen, den eigenen Homescreen, Widgets und so weiter. Ein Wechsel zwischen einzelnen Nutzern kann im laufenden Betrieb erfolgen, ein Neustart ist nicht notwendig. Die Funktion ist nicht für Smartphones verfügbar – wird aber gewiss schnell per Custom ROM oder ähnliches auch auf Handys nachrüstbar sein.

Google Now

Googles selbstlernender Push-Informationsdienst kann künftig auch interessante Fotos aus dem aktuellen Umkreis anzeigen lassen, Pakete und Fluginformationen verfolgen, für die man eine Info-E-Mail erhalten hat, und das Programm von Kinos in der Nähe anzeigen lassen. Hier ist noch fraglich, ob die neuen Features vom Start weg auch in Deutschland funktionieren.

Wireless Display

Android-Geräte können jetzt Bildschirminhalt und Sound nativ per Wireless Display auf einen großen TV-Bildschirm oder andere Geräte mit HDMI-Eingang spiegeln. Dafür ist ein Wireless-Display-auf-HDMI-Dongle notwendig.

Daydream

nexus 10 daydream

Wer zu viel Akkuleistung in seinem Gerät hat, kann diese jetzt stilecht dezimieren, denn Android enthält jetzt auch eine Bildschirmschoner-Funktion wie auf dem guten alten Windows-Desktop. Daydream heißt das Feature und kann etwa Fotos aus der Galerie oder neueste Google Currents-Einträge anzeigen lassen.

Google Play Music

Googles Online-Musikspeicher und -Shop kommt endlich in weitere Länder, unter anderem nach Deutschland. Neu ist eine Funktion, die die eigene lokale Musikbibliothek mit dem Angebot von Google abgleicht. Wenn ein eigener Song auch bei Google vorhanden ist, muss dieser nicht gesondert hochgeladen werden, sondern wird ohne Upload einfach in die eigene Online-Bibliothek übernommen.

Quick Settings

android 4.2 quick settings

Android beinhaltet jetzt einen Schnelleinstellungs-Screen zum komfortablen Aktivieren und Deaktivieren von WLAN, Bluetooth etc. Diesen erreicht man entweder über einen speziellen Button in der Benachrichtigungsleiste oder per Zweifinger-Wischgeste von der Benachrichtigungsleiste nach unten.

Was sind eure Lieblingsfeatures aus Android 4.2? Wir freuen uns über eure Kommentare.

Quellen: The Verge, Android.com

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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