Android Tweaker: Root-App für die Arbeit unter der Haube

Viele Root-User (mich eingeschlossen) versuchen immer wieder, das Beste aus Ihrem System und Android-Gerät herauszuholen. Neben Custom-Kerneln und Custom-Roms kann auch durch die Anpassung von Systemparametern eine merkliche Veränderung der Systemleistung erreicht werden. Android Tweaker will dabei behilflich sein.

Beim Start der App erscheint zunächst ein Warnhinweis, den man sich zu Herzen nehmen sollte: Auf keinen Fall sollten Einstellungen gesetzt werden, von denen man nicht weiß, was sie bewirken. Zur Sicherheit sollte vor dem Experimentieren ein System-Backup angelegt und im Zweifel nur Auto-Tuning ausgewählt werden.

Root-Apps greifen tief in die Systemkonfiguration ein und können dort allerhand verbessern, aber bei falscher Handhabung auch schnell das System “zerschießen”. Mit der Auto-Tuning-Funktion im Startbildschirm können deshalb die sichersten Tweaks schnell und einfach angewendet werden.

Nun zu den Einstellungsmöglichkeiten, denn diese sind wirklich enorm: In der App kann durch Wischen zwischen den Kategorien Performance, Battery, Network, Images, Audio, GPS, Kernel, Misc und Tools gewechselt werden. Erwähnte ich schon, dass die App kostenlos ist?

Zu vielen Einstellungen gibt es kleine Ein- oder Mehrzeiler, die beschreiben, was die Einstellung bewirkt. Jedoch sind sie nicht so ausführlich, dass Nutzer ohne Systemkenntnis wissen, was sie eigentlich bewirken. Hier gilt es entweder, sich einzulesen oder die Finger von der entsprechenden Option zu lassen, wenn kein Risiko eingegangen werden soll

Bildergalerie android-tweaker

Die meiner Meinung nach interessantesten Einstellungen sind:

  • Erhöhung des WiFi Scan-Intervalls, sodass seltener nach WLAN-Netzen gesucht wird
  • Anpassung des Deep-Sleep-Verhaltens
  • Deaktivierung des Media Scanners (dieser frisst bei manchen Nutzern sehr viel Akku)
  • Verbesserung der Kameraqualität
  • GPS-Einstellungen optimieren
  • 270 Grad-Bildschirmrotation, Boot-Animation deaktivieren
  • uvm.

Inwiefern sich die Einstellungen wirklich auf die Systemleistung auswirken, ist natürlich nicht direkt zu messen. Oftmals handelt es sich Verbesserungen nach der Anwendung von “Tweaks” eher um den Placebo-Effekt, als um eine tatsächlich spürbare Veränderung. Nichtsdestotrotz sollten Einstellungen wie die Deaktivierung des Media Scanners und die Erhöhung von Scan-Intervallen die Akkulaufzeit verbessern können.

Die gelb hinterlegten Einträge in der App werden erst mit der Pro-Version der App freigeschaltet, die mit 1,79€ zu Buche schlägt.

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