Com 1: Android Wear-Smartwatch für unter 100 Euro als Crowdfunding-Projekt

Kaan Gürayer
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So unterschiedlich aktuelle Smartwatches in Aussehen und Funktionsvielfalt auch sind, eines haben alle intelligenten Uhren gemeinsam: ihren relativ teuren Preis. Smartwatches sind kein günstiges Vergnügen, vor allem auch im Hinblick auf die immer noch beschränkten Funktionen der Uhren. Die Com 1 will die Smartwatch nun massentauglich machen: Für umgerechnet unter 100 Euro soll die Android Wear-Smartwatch, die aktuell auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Unterstützern sucht, über die Ladentheke gehen. 

Com 1: Android Wear-Smartwatch für unter 100 Euro als Crowdfunding-Projekt

Der vergleichsweise günstige Preis der Com 1 wirkt sich natürlich auch auf die verbaute Hardware aus: Im Inneren der Smartwatch werkelt ein 1 GHz starker Single Core-SoC von Ingenic (JZ4775), der von 375 MB RAM unterstützt wird. Die Android Wear: Test zum Smartwatch-Reboot” href=”http://www.giga.de/downloads/android-wear/tests/lg-g-watch-mit-android-wear-test-zum-smartwatch-reboot/”>LG G Watch (Test) oder Samsung Gear Live, die beiden ersten erhältlichen Smartwatches auf Basis von Android Wear, haben zum Vergleich einen 1,2 GHz starken Dual Core-Prozessor an Bord und mit 512 MB haben sie auch mehr Arbeitsspeicher verbaut. An sich ist Android Wear zwar ein schlankes OS und nicht als Leistungsfresser bekannt, doch angesichts der Ruckler, die die etwa Moto 360 dank ihres veralteten SoC zu haben scheint, wird man abwarten müssen, wie sehr sich die reduzierten Spezifikationen auf die Performance auswirken.

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Durch NFC, einem Lautsprecher sowie integriertem UKW-Radio setzt sich die Com 1 allerdings von bisherigen Android Wear-Smartwatches ab. Des weiteren ist ein in der Diagonale 1,6 Zoll messendes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln verbaut, das zudem eine LED-Hintergrundbeleuchtung bietet. Der interne Speicher beläuft sich auf 4 GB, der Akku ist 400 mAh groß und sollt laut Hersteller zwei Tage halten. WLAN, Bluetooth 4.0 sowie Wasserdichte nach IP67-Zertifizierung bringt die Preisbrecher-Smartwatch ebenfalls mit. Letztgenanntes ermöglicht der Smartwatch, ein Wasserbad in bis zu 1 Meter Tiefe zu nehmen.

Die Com 1 wird es in unterschiedlichen Varianten geben, um für jeden Geschmack das Passende zu bieten: Das Gehäuse gibt es entweder aus Aluminium oder rostfreiem Stahl. Bei den Armbändern haben Käufer gegen Aufpreis die Wahl zwischen weißem Gummi, braunem Leder oder rostfreiem Stahl. Das Standard-Armband besteht aus schwarzem Gummi. Dank des 22 mm Anschlusses kann die Com 1 allerdings mit jedem handelsüblichen Uhren-Armband verwendet werden. Die Maße belaufen sich, je nach Modell, auf 37 x 40 x 10 mm (Aluminium-Gehäuse) beziehungsweise 37 x 40 x 8 mm (Gehäuse aus rostfreiem Stahl).

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Verbesserte Spezifikationen

Das anvisierte Kickstarter-Ziel liegt bei 75.000 US-Dollar, von dem aktuell etwas mehr als 10.000 US-Dollar erreicht sind. Die Kampagne läuft noch 24 Tage. Interessanterweise haben die Hersteller auf die etwas schleppende Reaktion auf ihre Smartwatch reagiert und die technische Spezifikationen aufgebessert: Vor wenigen Tagen war noch von einem TFT-Display mit 240 x 240 Pixeln die Rede. Jetzt soll, wie oben bereits erwähnt, ein AMOLED-Display mit 320 x 320 Pixeln verbaut werden. Möglicherweise stammt vom alten Display auch noch der Verweis auf die LED-Hintergrundbeleuchtung, die bei einem AMOLED-Display ja eigentlich nicht nötig ist.

Ab Januar 2015 soll die Com 1 an die ersten Unterstützer ausgeliefert werden. Die Preise beginnen bei 125 US-Dollar (aktuell circa 96 Euro) und steigen dann je nach Modell beziehungsweise Ausstattung. Auch wenn die Kampagne nicht ihr Ziel erreicht, sollen Unterstützer ihre Smartwatch in jedem Fall erhalten. Löblich, allerdings sollte man solche Versprechen bei Crowdfunding-Projekten immer mit etwas Vorsicht genießen.

Umgerechnet unter 100 Euro für eine Android Wear-Smartwatch: Wäre der Preis günstig genug, um euch vom Kauf zu überzeugen? Meinungen dazu bitte in die Kommentare.

Quelle: Indiegogo

Weitere Themen: Google Smartwatch, LG Watch Urbane

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