Animationen erstellen mit kostenloser Freeware

Martin Maciej

Wer Kommentarbereiche von Facebook und anderer sozialer Medien durchforstet, findet dort als Antwort anstelle von Textmeldungen häufig witzige Mini-Videos. Falls ihr selber solche lustigen Posts veröffentlichen wollt oder bewegte Bilder für andere Zwecke benötigt, erfahrt ihr hier, wie man mit einer kostenlosen Freeware eigene Animationen erstellen kann.

Um eigene Animationen erstellen zu können, sind keine tiefgründigen Programmierkenntnisse nötig. Mit den passenden Werkzeugen erstellt ihr die eigenen Bewegtbilder aus Videos in wenigen Handgriffen selbst.

Gesichtsanimationen der Zukunft (Video)

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Gesichtsanimationen der Zukunft

Animation erstellen: So geht's online ohne Installation

Wollt ihr aus einer Filmszene eine Sequenz ausschneiden, um diese als GIF-Animation zu speichern, müsst ihr nicht einmal neue Software installieren. Für diese Zwecke könnt ihr auf ein Online-Tool zugreifen. Voraussetzung ist jedoch, dass das entsprechende Ausgangsvideo bei YouTube oder einem ähnlichen großen Online-Videodienst verfügbar ist.

  • Ruft den imgflip Animated GIF Generator auf.
  • Fügt die YouTube-URL in das entsprechende Feld ein.
  • Setzt die Start- und Endzeit der Animation fest.
  • Alternativ könnt ihr auch eigene Video-Dateien von der Festplatte in den Animations-Generator laden.
  • Nach einem Klick auf „Upload Video“ wird die ursprüngliche Video-Datei bearbeitet.
  • In der kostenlosen Version können Videos mit einer Dateigröße von bis zu 35 MB bearbeitet werden. Mit einem kostenpflichtigen Pro-Zugang können Animationen mit einer Gesamtgröße von bis zu 200 MB erstellt werden.
  • Die Grundfunktionen des Dienstes können kostenlos genutzt werden. Die Ergebnisse werden mit einem Wasserzeichen versehen.
  • Beachtet, dass eure Dateien für die Bearbeitung hochgeladen werden müssen. Wer Wert auf Datenschutz und Anonymität legt, wird bei diesem Dienst nicht zufriedengestellt.

Mehr zum Thema: GIF-Bilder aus YouTube erstellen – so geht’s

GIF-Animationen mit Photoshop oder kostenloser Alternative erstellen

Auch Photoshop bietet die Möglichkeit, eigene Animationen zu erstellen. Anders als bei der oben genannten Lösung sind allerdings einige Arbeitsschritte zu absolvieren. So funktioniert es:

  • Die Bilddateien, die zu einer Animation verarbeitet werden sollen, müssen einzeln vorliegen und in einzelne Ebenen in Photoshop geladen werden.
  • Steuert über „Fenster“ den Abschnitt „Zeitleiste“ an.
  • Hier kann man eine „Videozeitleiste erstellen“.
  • Die Ebenen werden in jeweils einem Kasten dargestellt.
  • Per Drag&Drop kann man die Position der Bilder verändern und einstellen, wie lange ein einzelnes Bild in der Animation dargestellt werden soll.
  • Liegt die passende Anordnung der Bilder vorl, kann man die Animation über „Datei“-„Für Web speichern“ als GIF speichern.
  • Beim Speichervorgang kann eine Vorschau der Animation angezeigt werden. Zudem kann hier angegeben werden, ob die Animation einmalig oder in einer Schleife wiedergegeben werden soll.

Animation erstellen wie die Profis

Habt ihr keine teure Photoshop-Lizenz, hilft euch die kostenlose Freeware „Animake“ bei der Erstellung von kurzen Video-Animationen. In Animake könnt ihr wie oben beschrieben einzelne Bilder zu Animationen zusammenfügen oder Sequenzen aus Videos zusammenstellen.

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animake-animationen

Wer etwas Einarbeitungszeit nicht scheut und gleichzeitig animierte Filme im Stile von Pixar-Klassikern wie „Findet Nemo“ oder „Oben“ erstellen will, kann auf die Animationssoftware Renderman zugreifen. Die Anwendung wird bereits seit Jahrzehnten in Blockbustern für die Umsetzung von visuellen Effekten eingesetzt. 2014 stellte Pixar Renderman für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zur Verfügung. Ursprünglich kostete eine Lizenz des Animations-Tools rund 500 US-Dollar. Wasserzeichen oder Einschränkungen hinsichtlich der Dateigröße oder Länge der Animation gibt es hier nicht.

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Schon bald wird es auch möglich sein, GIF-Bilder direkt über WhatsApp zu verschicken.

Quelle Artikelbild:  Milles Studio

Weitere Themen: Adobe Photoshop, Facebook

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