Bundeskriminalamt warnt - Neue Erpressungswelle durch BKA-Trojaner

Martin Maciej

Zwar wurden die Hintermänner des BKA-Trojaners vergangenen Monat hinter Schloss und Riegel gebracht, doch an eine Entwarnung vor den Gefahren von Erpressungsversuchen dieser Art ist noch lange nicht zu denken. Wie das BKA in einer jüngst erschienenen Pressemitteilung bekannt gibt, ist erneut eine Variante des BKA-Virus aufgetaucht, die Computer von nichtsahnenden Nutzern sperrt und Internet-User in Schrecken versetzt.

Regelmäßig tauchen neue Arten des als BKA-Trojaners bekannt gewordenen virtuellen Schädlings auf. Diese Art von Virus unterscheidet sich insofern von gewöhnlichen Computerviren, als dass sie die Funktion des Computers aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt wird. Hinter den Meldungen stecken angeblich hohe Behörden, wie etwa das Bundeskriminalamt, aber auch angebliche Absender mit vertrauenserweckender Wirkung , wie die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) oder die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen).

In der auf dem Monitor angezeigten Meldung wird der Nutzer beschuldigt, Straftaten, z. B. illegale Downloads von urheberrechtlich geschütztem Material durchgeführt, oder, wie in dem aktuellen Fall, kinderpornographische Inhalte auf dem eigenen Computer betrachtet zu haben. Auf dem Monitor werden im neuesten Fall der digitalen Erpressung als angebliches Beweisstück vier der vermeintlich angesehenen kinderpornographischen Bilder angezeigt.

Bundeskriminalamt ist nicht Urheber des BKA-Virus

Untermauert wird die angebliche Echtheit der Meldung durch das Platzieren von Logos der Absenderorganisationen innerhalb der Meldung. Die aktuelle Variante trägt etwa das Logo der Pressestelle des Bundeskriminalamtes. Um den Computer zu entsperren wird in der Mitteilung dazu aufgefordert, über einen digitalen Zahlungsweg über uKash oder eine Paysafecard einen genannten Betrag zu bezahlen. Die BKA-Pressestelle erklärt dazu selbst auf ihrer Webseite:

„Das Bundeskriminalamt ist nicht Urheber der Meldung!“ 

Eine Zahlung des Betrags sollte in keinem Fall vorgenommen werden. Bei dem BKA-Virus handelt es sich um einen digitalen Erpressungsversuch, in welchem Computer-Nutzer unter dem Deckmantel einer offiziellen Mitteilung einer Straftat beschuldigt werden sollen.

Tipps zum Schutz vor dem BKA-Virus und Maßnahmen nach einem Befall

Ist man selbst Opfer der neuesten Variante des BKA-Virus geworden, heißt es zunächst: Ruhe bewahren. Eine Zahlung des genannten Betrags stellt den eigenen Computer nicht wieder her, sondern führt nur dazu, dass die Cyber-Kriminellen ihr Ziel erreichen und ihren Erpressungsversuch erfolgreich durchgeführt haben. Stellt man fest, Opfer solch einer Erpressung geworden zu sein, sollte sofort Anzeige bei der Polizei gestellt werden. Dabei weist das Bundeskriminalamt jedoch darauf hin, keine Screenshots von der Meldung zu erstellen, da „die Sicherung der enthaltenen jugendpornografischen Abbildung eine Besitzverschaffung bzw. einen strafbaren Besitz von Jugendpornografie darstellt.“

Zur Prävention vor dem BKA-Virus sollte man seinen Anti-Virenschutz auf dem Computer per Update stets auf dem neuesten Stand halten. Zudem empfiehlt es sich, E-Mails und Anhänge unbekannter Absender nicht zu öffnen und möglichst keine Internetseiten zu besuchen, die man nicht kennt, bzw. die nicht vertrauenswürdig erscheinen. In dem entsprechenden Ratgeber von Techfacts finden betroffene Nutzer weitere Hilfe, um den Bundespolizei-Virus zu entfernen.

Nutzer, die kein Anti-Virusprogramm auf dem Computer installiert haben, müssen für die Sicherheit des eigenen Computers nicht tief in die Tasche greifen. Es existieren viele kostenlose Virenscanner, wie z. B. Avira Free Antivirus oder Programme, die man über einen bestimmten Zeitraum kostenlos testen kann, um sich von den Funktionen des Antivirenscanners zu überzeugen. Die Kaspersky Internet Security 2013 bietet zum Beispiel einen 30-tägigen kostenfreien Schutz vor unerwünschten virtuellen Schädlingen.

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