Compressor 4: Apples Video-Codierung im Mac App Store

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Mit Compressor 4 stellt Apple die neueste Version seines Tools zur Kompression und Codierung von Videodateien vor. Als Begleiter für Final Cut Pro X nimmt das Programm sich sämtlicher Export-Funktionen an und ist stark in das Final Cut Studio integriert. Dabei gibt es eine Reihe vorgefertigter Format-Einstellungen sowie die Möglichkeit, die Codierung von mehreren Rechnern gleichzeitig durchführen zu lassen. 

Alle Formate aus Final Cut Pro können mit Compressor angepasst und verändert werden. Ganz gleich welche Bildrate, Codecs oder Größen für ein Projekt benötigt werden, sämtliche Optionen stehen FCP-Anwendern im gleichen Netzwerk auch dann zur Verfügung, wenn sie Compressor nicht selbst installiert haben.

Die Vorschau in Echtzeit ermöglicht einen schnellen Überblick der geplanten Codierung. Sind sämtliche Einstellungen wohl gewählt und fein justiert, hilft ein Droplet dabei, zukünftige Projekte mit gleichen Parametern ganz leicht und direkt vom Schreibtisch aus via Drag&Drop zu verarbeiten.

Für Videos, die auf einem Apple TV, YouTube oder andere Videoseiten abgespielt werden sollen, stehen vorgefertigte Einstellungen bereit. Ebenso wie für die Erstellung von Podcasts, Blu-Rays oder DVDs. Auch an HTTP-Livestreams ist gedacht: Neue Exporteinstellungen erstellen einen einzigen Ordner mit allen nötigen Dateien, bereits zum Transfer auf

den Server. Letzte Veränderungen am Rohmaterial können mithilfe diverser Filter, Overlays und Wasserzeichen direkt in Compressor vorgenommen werden.

Effizientes Codieren großformatiger Videos wird durch die Verteilung der Arbeitslast auf mehrere Kerne oder Computer gewährleistet. Dafür muss das Programm noch nicht einmal auf dem entsprechenden Rechner installiert sein, er kann aber mithilfe einer eigenen Compressor-Installation als Knotenpunkt für die weitere Verteilung innerhalb seines Netzwerkes dienen. Wer zusätzlich noch QuickCluster einsetzt, wird sogar in die Lage versetzt, die verfügbaren Resourcen je nach Bedarf dynamisch zu verwalten.

Fazit

Compressor 4 ist als Teil von Final Cut Studio zusammen mit den Programmen Final Cut Pro X und Motion 5 neu im Mac App Store erschienen. Der Preis sank von einem ehemals hoch dreistelligen Betrag auf gerade einmal 39,99 Euro für den 261 Megabyte großen Download. Damit dürfte Apple einen Großteil der Konkurrenz diesbezüglich hinter sich lassen. Das Programm ist mit Final Cut Pro eng verknüpft und ermöglicht sogar, einige seiner Vorzüge auf Rechnern zu genießen, die nicht über eine Compressor-Installation verfügen.

Vorteile

+ Gute Integration in Final Cut Pro X
+ Echtzeit-Vorschau
+ Praktische Standardformate mit vielen Anpassungsmöglichkeiten
+ Schnelles Codieren mit Droplets
+ Vergleichsweise niedriger Preis

Nachteile

- Nur über Mac App Store erhältlich

Zusammenfassung Compressor 4

Hersteller: Apple
Preis: 39,99 Euro im Mac App Store
Systemvoraussetzungen:

  • Mac OS X 10.6.7
  • 2 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • OpenCL-fähige Grafikkarte oder mindestens Intel HD Graphics 3000 mit 256 MB VRAM
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Weitere Themen: App Store, Mac App Store


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