Schwing dein Ding: Spiderman 3 für die 360

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(Felix) Mit etwas zittriger Hand öffne ich die Verpackung zu "Spiderman 3" für die 360. Wieder so eine Filmversoftung. In der Regel heißt das nichts gutes, sondern ein schnell zusammengeschustertes Spiel das zum Kinostart fertig sein muss. Na ja, Spierman 2 war kein kompletter Reinfall und das lässt mich hoffen. Heute schwingen wir mit Next-Gen Spidey durch die Häuserschluchten von New York.

Schwing dein Ding: Spiderman 3 für die 360

Teil 3 der Spiderman Filme erhellt zur Zeit die Kinosäle aller Orts und begeistert wieder ein Millionenpublikum. Auch ich hab ihn schon gesehen und finde ihn grandios. Umso mehr freut man sich natürlich dann auch auf das Spiel zum Film.

Am Anfang des Spiels wird man langsam in die Spielmechanik eingeführt.Diverse Buttons führen Schläge aus, die natürlich auch Kombos hervorbringen. Der Spinnensinn darf ebenfalls nicht vernachlässigt werden, denn mit diesem macht Ihr Verborgenes sichtbar. Hinzu kommt dann noch die Schwungtechnik am Spinnenseil, um durch die Häuserschluchten zu flitzen. Hat man das kurz verinnerlicht, wird man auch schon auf die große Stadt losgelassen.

In New York erwarten Euch so einige Aufträge die Ihr über die Übersichtskarte ansehen und auswählen könnt. Ein Wegpunkt zeigt dann immer an, in welche Richtung Ihr schwingen müsst. Am Ziel angekommen leitet ein kleines herumliegendes Zeichen die Mission ein. So jagt man einen Bösewicht nach dem anderen und absolviert kleine Nebenmissionen. Zu den ganzen Aufträgen kommt noch die Filmgeschichte die miteingewoben wurde. New York ist im Spiel frei “beschwingbar”.

Missionen sehen in der Regel so aus: Irgendwohin schwingen und böse Buben verkloppen. Aber nicht immer ist es ganz so simpel. Mal muss man aus sicherer Entfernung ein Auto verfolgen, dann zum Beispiel erst ein Foto machen bevor man letztendlich auf das fahrende Auto aufspringt und die Feinde erledigt. In bestimmten Momenten gibt es Quicktime Events. Hier muss dann wie zum Beispiel bei “Fahrenheit”, im richtigen Moment die richtige Taste gedrückt werden. Solche Sequenzen sind zwar immer relativ spektakulär in Szene gesetzt aber können Teils auch ganz schön nerven und den Spielfluß stören.

Ebenfalls nervig ist der Schwierigkeitsgrad. Da man Gegner nicht anvisieren kann, muss man sich teilweise mit etlichen frustigen Momenten zufriedengeben. Wie zum Beispiel, wenn man Leute beschützen muss die von einer Horde von Gegner angegriffen werden. Das an sich ist ja nicht das Problem. Aber den Oberfutzi dann endlich mal zu erwischen wird dann zur nervenaufreibenden Aufgabe unter all denn eher unwichtigen Gegnern.

Optisch hat das Spiel seine Momente. Allerdings sind die sehr spärlich gesäht. Im Großen und Ganzen ist die Grafik eher durchwachsen. Zwar sieht Spidey recht gut aus, dafür ist die Welt einfach zu detailarm. Hinzu kommt eine recht hektische Kameraführung die nicht immer den optimalen Winkel findet – Außerdem ruckelt das Spiel.

“Spiderman 3″ mag vielleicht kein schlechtes Spiel sein und macht zeitweise auch Spaß, schafft es aber nicht wirklich über das Mittelmaß hinaus. Dafür wirkt das Game meineserachtens einfach zu unpoliert und unausgegoren.

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