Ihre Telekom Festnetz-Rechnung Januar 2016: Vorsicht Trojaner!

Kristina Kielblock

Gefälschte Telekom-Rechnungen kursieren immer wieder. Und auch im Februar müssen potenzielle Telekom-Kunden mit einer falschen Januar-Rechnung im E-Mail-Postfach rechnen. Diesmal ist ein Trojaner enthalten, der sich in der angehängten .zip-Datei im Email-Anhang befindet. Diese Art Malware ist sehr gefährlich für euer System, deshalb keinesfalls die Datei öffnen!  

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Es gibt sie für Festnetz, Internet und Mobilfunk und fast für jeden Monat. Sie sehen den Originalen der Telekom täuschend ähnlich und tragen sogar die gefälschte Unterschrift von Ralf Hoßbach.

Ihre Telekom Festnetz-Rechnung für Jan 2016: Nachricht aus der Hölle

Man muss sagen, dass dieses Exemplar aus dem Februar mit der gefälschten Januar-Rechnung wirklich nicht zu den besten Versuchen dieser Art gehört. Wer die Rechnung liest, sollte sich eigentlich schon wundern, dass die Telekom solche grammatikalisch und inhaltlich kruden Texte per Mail an ihre Kunden verschickt. Würde sie dies wirklich tun, müssten man jetzt spätestens die Aktien abstoßen.

Die Rechnung kommt zwar optisch, inklusive der Hoßbach-Unterschrift, sehr überzeugend rüber, aber der Text gibt doch einige Rätsel auf:

  • Die Gesamtsumme im Monat Jan 2016 beträgt: 733,86 € : Das ist wohl der Clou dieses ambitionierten Betrugsversuchs. Die Höhe der Festnetz-Rechnung. Die meisten Menschen werden irgendeine körperliche Schreckensreaktion verspüren und die Hoffnung der Betrüger scheint zu sein, dass das Adrenalin die Menschen kopflos handeln lässt.
  • Der nächste Satz: “Im Zusammenhang mit ihrer Schuld.” ist überhaupt kein Satz und steht einfach nur so da. Sollte zumindest zu einem Zucken der Augenbrauen führen, wenn man noch klaren Geistes ist.
  • Wenn die Zahlung bis zum 25. November 2015 nicht eingeht, haben wir das Recht, die Erbringung von Dienstleistung zu verhindern. Man wundert sich, wie man eine Rechnung von Februar für den Monat Januar bereits im November bezahlt haben können sollte. Spätestens jetzt müsste man sich fragen, warum die Telekom solch wirre Briefe verschickt.
  • Zu diese Schreiben ist angehängt Dokumente in Zip archive mit Angabe der Leistungen, sorgfältig zu lesen. Auch hier vermutet man keinen Muttersprachler hinter dieser Äußerung. Man müsste und sollte sich hier wundern.

Der in der Rechnung genannte Betrag kann variieren, er dient nur dazu, euch zu animieren, den Anhang herunterzuladen, denn in diesem versteckt sich der Trojaner. Wird dieser Anhang heruntergeladen und ausgeführt, ist euer Computersystem infiziert. Auch hier zeigt sich, wie viel Ärger ihr euch mit der Installation eines guten Viren- und Malwarescanners ersparen könnt, denn dieser hindert euch am Ausführen des gefährlichen Anhangs.

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Anhang bereits runtergeladen und ausgeführt?

Das Herunterladen des Anhangs alleine birgt noch keine Gefahr, wer jedoch die .zip-Datei entpackt und die invoice_id6460503177.js-Datei ausführt, infiziert damit unweigerlich sein System. Das gefährliche an Trojanern ist, dass ihre Tätigkeit für euch völlig unbemerkt im Hintergrund ablaufen kann, d.h. selbst wenn ihr nach dem Ausführen der vermeintlichen Telekom-Datei keine Veränderungen bemerkt, können eure Passwörter und eure Privatsphäre erheblich gefährdet sein. Folgende Schritte sind jetzt notwendig:

  1. Für alle, die im Netz surfen obligatorisch: Ein guter Virenscanner! Entweder ist euer Virenscanner nicht auf dem neuesten Stand, dann wird es Zeit für ein Update, oder schlimmer: Ihr habt gar keinen auf eurem Rechner. In jedem Fall ist es jetzt höchste Zeit, sich eine entsprechende Software zu besorgen und diese dann euren PC scannen zu lassen. Hat die Software den Schädling gefunden, könnt ihr einfach den Anweisungen folgen.
  2. Ändert alle Passwörter: Egal, ob eBay, E-Mail, soziales Netzwerk – nur mit der Änderung aller eurer Passwörter seit ihr auf der sicheren Seite und gegen Missbrauch geschützt.
  3. Leitet die Information über euren Telekom-Trojaner-Befall auch an euer Bank- bzw. Kreditinstitut weiter, dort können noch weitergehende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.
  4. Verschickt euer E-Mail-Programm eigenständig E-Mails? Dann ist euer Rechner vielleicht Teil eines Botnetzes geworden. Aber nicht immer gibt es für diesen Umstand so klare Signale, es empfiehlt sich daher in jedem Fall einen Botnet-Check durchzuführen!

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Bilder: Trojan Horse Security Risk & Trojan Virus and Computer via Shutterstock.com und via Mimikama

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