Das ergibt keinen Sinn: Apple verbannt Bitcoin aus dem App Store

Ben Miller
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Ohne nachvollziehbare Begründung kickt Apple eine Bitcoin-App nach der anderen aus dem App Store, obwohl virtuelle Währungen laut Apples eigenen Regeln im App Store nicht verboten sind – ganz im Gegenteil.

Das ergibt keinen Sinn: Apple verbannt Bitcoin aus dem App Store

Mitte November dieses Jahres verbannte Apple die Bitcoin-Wallet-App Coinbase aus dem App Store und bereits 2012 zeigte man der App von Blockchain.info die Tür nach draußen – wegen der Möglichkeit Bitcoins an Freunde zu senden. Seither ist eine abgespeckte Version von Blockchain wieder im App Store, die vollwertige App jedoch in Cydia verfügbar.

Jetzt zwang Apple die , die sich auf sichere, verschlüsselte Kommunikation spezialisiert hat, ein ähnliches Feature zu entfernen, mit dem Nutzer Bitcoins an Freunde senden konnten.

Apple hat uns gebeten, die Möglichkeit zum Versenden von Bitcoins aus der App zu entfernen“, so Gliph-Mitbegründer Rob Banagale . “Wir haben für den Erhalt der Funktion gekämpft, doch leider ist es unmöglich. Man kann aber immer noch Wallets erstellen, Kontostand abfragen und Bitcoins empfangen“, so Banagale weiter.

Gründe hierfür will Apple nicht nennen. Gegenüber Blockchain sagte man damals nur, dass der App Store nicht der richtige Ort für den Handel mit virtuellen Währungen sei.

Apple sagt explizit nicht, dass virtuelle Währungen im App Store nicht erlaubt sind. Der App Store sei nur nicht der “angemessene Ort” dafür. Wie bitte? Jedes 0815-Freemium-Spiel arbeitet mit virtuellen Währungen, seien es “Juwelen” in , Diamanten in oder Extrazüge in . Oft lassen sich diese virtuellen Spiele-Währungen auch an Freunde verschicken. Genau genommen hat Apple “virtuelle Währungen” den App-Entwickler als “tolles Feature” präsentiert.

Dementsprechend findet sich in Apples Richtlinien für den App Store auch kein Punkt, der den Handel mit virtuellen Währungen untersagt. Das wäre auch schön blöd von Apple, immerhin sind Freemium-Apps dank virtueller Währungen die umsatzstärksten Apps im App Store und dementsprechend eine wichtige Einnahmequelle für Apple.

Also hat Apple etwas gegen Apps, mit denen man Geld senden und empfangen kann? Nop, schließlich dürfen beispielsweise , und Square auch im App Store ihr Werk verrichten.

Im Grunde bot Gliph nichts anderes als die Paypal-App – nur eben mit Bitcoins statt “harter Währung”.

Das Empfangen von Bitcoins mit der App kann Apple übrigens nicht unterbinden, da Apple keinen Einfluss auf Webdienste Dritter – in diesem Fall von Bitcoin-Wallet-Anbietern – nehmen kann. Die App darf den Handel nur nicht aktiv fördern, das Empfangen hingegen ist passiv, hat mit der App an sich nichts zu tun.

Als Alternative bieten die Gliph-Entwickler übrigens ein Web-App zum Versenden von Bitcoins an.

Gliph
Entwickler:
Preis: Free
Entwickler: Free
The app was not found in the store.

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