CDs brennen: So einfach geht das mit kostenloser Software

Marco Kratzenberg

Mittlerweile besitzt jeder PC und sogar nahezu jedes Notebook ein CD- bzw. DVD-Laufwerk. Und diese Dinger sind ja nicht nur dazu gedacht, die silbernen Scheiben zu lesen oder abzuspielen. Man kann mit Ihnen in der Regel auch eine DVD oder CD brennen. Das ist relativ einfach und meist werden bei neuen Geräten sogar die dafür notwendigen Programme mitgeliefert.

Dann muss man sich lediglich noch überlegen, welche Art von CD man brennen will und los geht’s. Denn auf CDs kann man nicht nur Daten brennen, sondern auch Musik oder Filme. Und will man sie im CD-Player abspielen, brauchen sie ein anderes Format als eine Video-CD oder eine Daten-CD. Doch darum kümmert sich das Programm schon...

CD brennen, die Qual der Wahl

Auf eine CD passen 700 MB an Daten drauf. Oder wahlweise 80 Minuten Musik. Und das ist ein Unterschied. Denn selbst wenn die Ausgangs-Musikstücke auf der Festplatte wesentlich weniger Platz brauchten, passen auf die CD nur so viele, dass maximal 80 Minuten Musik dabei herauskommen. Wenn man nur eine CD kopieren will, ist das egal. Jedes Brennprogramm beherrscht den Job, eine CD zu kopieren – unabhängig vom Inhalt. Will man also seine CDs vervielfältigen, dann schiebt man die Quell-CD ins Laufwerk, wählt “CD kopieren” – oder wie immer der Menüpunkt im Programm auch heißt – und drückt den Startknopf. Dann werden die Inhalte der CD 1:1 auf die Festplatte kopiert und von dort auf beliebig viele Ziel-CD-Rohlinge gebrannt. Im Grunde ist also jedes CD-Laufwerk so etwas wie eine kleine Kopierstation für CDs und DVDs.

Will man aber zielgerichtet eigene Daten auf CD brennen, dann muss man eine Vorauswahl treffen und manchmal auch Dateien vorbereiten. Video-CDs und Audio-CDs verwenden ein spezielles Format, das auf die Abspielgeräte zugeschnitten ist. Die ursprünglichen Dateien auf der Festplatte müssen erst in dieses Format gebracht werden. Jedes Brennprogramm beherrscht den Vorgang, die Quelldateien ins richtige Zielformat zu brennen, wenn das Quellformat stimmt. Nicht jedes Programm bzw. jede Programmversion kann alles. Zum Beispiel müssen für Nero Essentials Filmdateien im Format AVI vorliegen, wenn eine Video-CD daraus gemacht werden soll. Möchte man also so eine CD brennen, kann man mit anderen Ausgangsformaten nichts anfangen. Ähnlich sieht es bei Musikdaten aus. In diesem Fall muss man also vor dem eigentlichen Brennvorgang zuerst die Ausgangsdaten in ein Format konvertieren, das vom Brennprogramm beherrscht wird. Doch auch dafür gibt es reichlich Freeware!

CDs rippen und CDs brennen – zwei Gegensätze

CDs brennen ist einfach und zumeist auch gesetzlich unproblematisch, da handelsübliche Brennprogramme keinen Kopierschutz überwinden können, wenn man eine CD kopieren will. Denn das ist verboten. Jede Maßnahme, ja jedes Programm, das dazu geeignet ist, einen wirksamen Kopierschutz zu umgehen, ist in Deutschland absolut verboten. Das gilt für Film-DVDs genauso wie für Musik-CDs.

Da aber die Brennprogramme keinen Kopierschutz knacken können, muss man zuerst etwas machen, dass sich “CD rippen” nennt (oder analog dazu im DVD-Markt: DVD rippen). Damit ist gemeint, alle Daten einer CD (oder DVD) vom Datenträger zu holen und auf der Festplatte zu speichern, auch wenn ein Kopierschutz das verhindern will. Aber wie schon gesagt, verstößt dieser Vorgang gegen das Urheberrecht. Daran ändert auch das sogenannte “Recht auf Privatkopie” nichts, das dem Anwender für private Zwecke eine Kopie erlaubt. Denn auch das ist eben nur zulässig, wenn dazu kein Kopierschutz umgangen werden muss! Was ein wirksamer bzw. unwirksamer Kopierschutz ist, beschäftigt mittlerweile sogar Gerichte. Einer der besten kostenlosen CD-Ripper ist auf jeden Fall CDex. Damit kriegt man in der Regel alle Musikstücke innerhalb weniger Minuten auf den PC.

Weitere Themen: CDBurnerXP Portable, CDBurnerXP

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