ClockworkMod Superuser: SU-Standard der Zukunft

Beschreibung

Root-User sollten sich mit ClockworkMod Superuser auseinandersetzen. Die neue Rootverwaltungs-App möchte den Umgang der Entwickler mit Root verändern. Jetzt ist sie im Play Store erschienen.

ClockworkMod Superuser dient dazu, auf einem gerooteten Gerät zu verwalten, welche Apps Superuser-Rechte bekommen und welche nicht.

Die App selbst kommt vom Entwickler Koushik Dutta, der neben seinem Engagement im CyanogenMod-Team auch durch das ClockworkMod-Recovery und Apps wie Carbon aufgefallen ist. Im Holo-Design gehalten unterstützt sie, wie auch Super SU, die Mehrbenutzerverwaltung von Android 4.2 und bringt eine Tablet-UI mit.

Die Features

  • Multiuser-Unterstützung
  • OPEN SOURCE (https://github.com/koush/Superuser)
  • PIN-Schutz
  • Unterstützung von Manifest-Rechten
  • Apps können einzeln konfiguriert werden
  • kostenlos
  • Timeout für Root-Anfragen
  • Logs
  • Benachrichtigungen
  • Tablet-UI
  • komplett in Deutsch

Warum noch ein Superuser Client?

Das ist eine spannende Frage. In den letzten Monaten hat sich Chainfires Super SU zum Standard-Rootverwalter entwickelt. Die App ist gut und wird fortlaufend aktualisiert, sodass eigentlich keine Notwendigkeit für einen weiteren Client besteht.

Dutta sieht das anders. Seiner Meinung nach muss die Rootverwaltung in Zukunft neue Wege beschreiten. Unter anderem fordert er, dass eine Superuser App Open Source sein müsse, damit sie offen für unabhängige Untersuchung auf Sicherheitslücken sei. Schließlich handele es sich um die App, die anderen Apps Tür und Tor zu den geschützten Systemdateien Eures Geräts öffne. Andere sind der Meinung, eine Veröffentlichung des Quellcodes führe eher zu der Ausnutzung vorhandener Sicherheitslücken, als dazu, dass diese schnell geschlossen werden. Hier kommt es darauf an, dass der Entwickler schnell Updates veröffentlicht.

Eine Superuser-App solle laut Dutta außerdem direkt mit der Rom kompilierbar und in den AOSP-Quellcode einpflegbar sein, sodass sie beispielsweise leicht in das Einstellungsmenü einer Custom-Rom eingefügt werden kann.

Was die App von der Konkurrenz unterscheidet, ist der “Manifest permission support“. Dutta fordert mit ClockworkMod Superuser Entwickler aktiv dazu auf, bei der Programmierung von Root-Apps im Manifest anzugeben, dass die App Superuser-Berechtigungen fordert. Ist dies angegeben, so sieht der Nutzer bei der App-Installation, dass es sich um eine Root-App handelt. Mangelt es an diesem Eintrag im Manifest, so wird bei der Root-Anfrage eine Warnung angezeigt. Momentan lässt diese sich noch ausblenden, Dutta plant aber in einigen Monaten den Root-Zugriff für Apps ohne diesen Eintrag komplett und ohne Nachfrage zu verweigern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum er das macht? Höchstwahrscheinlich aus Transparenzgründen und zum Schutz der Nutzer. Warum er das machen kann? ClockworkMod Superuser wird die Standard-Rootverwaltung für CyanogenMod, weitere Custom-Roms werden folgen. Damit wächst der Druck auf die Entwickler, ihre Apps nach den Richtlinien Duttas anzupassen, denn viele Nutzer werden nicht von der vorinstallierten Superuser-App auf eine andere wechseln.

Ob Dutta mit diesem Vorpreschen Erfolg hat, wird sich zeigen. Grundsätzlich sind seine Ideen und Ansätze nicht schlecht und schützen den Nutzer. Aber Entwickler dazu zu zwingen, ihre Apps anzupassen, ist schon ein Schritt, den man kritisch betrachten kann. Wie seht Ihr das?

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