Oppo N1 wird das CyanogenMod-Phone – und so funktioniert’s!

Das Kernteam der beliebten Custom Rom CyanogenMod hat sich zur Cyanogen Inc. zusammengetan und plant, das offizielle System eines Gerätes zu stellen. Ein Teaser des Oppo N1 verrät nun, dass es sich bei dem kommenden Flaggschiff des chinesischen Herstellers um das CyanogenMod-Phone handeln wird.

Oppo N1 wird das CyanogenMod-Phone – und so funktioniert’s!

Im mittlerweile fünften Teaservideo des Oppo N1 spricht CyanogenMod-Gründer Steve Kondik über seine Vorfreude auf das Oppo-Event am 23. September. Auch wenn es nicht direkt gesagt wird, steht damit wohl fest, dass Oppo der Hardwarepartner ist, mit dem die CyanogenMod Inc. zusammenarbeitet.

Wie die Idee des CM-Phones funktioniert

Eine nun aufgetauchte intere Diskussion des CM-Teams gibt etwas Aufschluss darüber, was wir uns unter dem CM-Phone vorzustellen haben:

Im US-Markt wird es also die Möglichkeit geben, das Oppo N1 statt des Oppo-eigenen Systems mit CyanogenMod zu bestellen. Nichts gesagt wurde über ein Europa-Release des N1 mit CM-System. Diese Option wäre aber durchaus möglich, da Oppo seine Geräte in Europa über die eigene Seite vermarktet und deshalb ohne Probleme auch hierzulande das CM-N1 anbieten könnte.

Damit das CM-N1 mit Google-Apps wie dem Play Store verkauft werden kann, muss es Googles Compatibility Test Suite (CTS) durchlaufen. Da das CyanogenMod-System aber von Werk aus mit Root-Option versehen ist, kann es in dieser Form die CTS nicht bestehen. Die Folge ist, dass die CyanogenMod-Rom für das N1 keinen Root besitzen wird. Natürlich wird es möglich sein, das Gerät nachträglich zu rooten, aber von Haus aus wird es das nicht geben.

Für Updates des CM-Systems ist das CyanogenMod-Team verantwortlich. Das bedeutet, dass Nutzer nicht erst warten müssen, bis Oppo ein Update von CyanogenMod durchwinkt, sondern dass sie das Update direkt installieren können. Garantieunterstützung erhalten Nutzer aber nur für Stable-Builds (erscheinen im Abstand mehrerer Monate), nicht aber für Testversionen oder Nightly-Builds, die das Gerät unbenutzbar machen könnten.

Die Custom Rom für den Normalnutzer

Diese Zusammenarbeit zwischen einem Custom Rom-Team und einem Hardwarehersteller hat Modellcharakter. Sie soll zeigen, wie gut eine Custom Rom auf einer Hardware arbeiten kann, wenn der Hersteller diese offiziell unterstützt. Außerdem bekommt der Endnutzer durch dieses Projekt erstmals (außerhalb Chinas, siehe Xiaomi Mi 3) die Möglichkeit, eine Custom Rom zu benutzen, ohne das eigene Gerät zu modifizieren. Da der Nutzer keinen Root-Zugriff auf das Android-System bekommt und in der Standardeinstellung nur finale Versionen der Custom Rom als Update angeboten werden, geht er kein Risiko bei der Benutzung ein.

Quellen: Android Police, Android Authority

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