S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky - Zurück in der Zone!

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Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass wir durch die radioaktive Zone rund um Chernobyl streiften. Nun ist das Prequel unter dem Namen Clear Sky" erschienen und bringt einige neue Features und Verbesserungen mit sich.

S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky - Zurück in der Zone!

Als Stalker mit dem Namen “Scar” sollt ihr 20 Jahre nach der Katastrophe die Gegend um den Reaktor von Tschernobyl durchstreifen. Wie im Vorgänger lässt sich das Gameplay als eine Mischung aus First-Person-, Survival- und Rollenspiel-Elementen charakterisieren.

Die verbesserte X-Ray-Engine, die jetzt die Versionsnummer 1.5 tragen darf, unterstützt neuerdings DirectX 10 und wird, die entsprechende Grafikkarte vorausgesetzt, den Titel noch ein kleines Stück hübscher rendern.

Bei Spieleinstieg fallen grafisch zuerst die “neuen” Schatten auf, die sich in “Clear Sky” dynamisch berechnet auf dem Boden abzeichnen. Jedes Objekt wirft seinen eigenen Schatten.

Schon nach der ersten Drehung um die eigene Achse fühlt man sich wieder in die Welt von “S.T.A.L.K.E.R.” zurückversetzt.
Die Gräser wiegen sich im Wind, kontaminierte Bäche plätschern vor sich hin und hinter jeder Ecke kann die nächste Anomalie lauern.
Positiv fällt außerdem die Vertonung auf, die die Atmosphäre des Spiels auf ein grundlegend stimmiges Niveau hebt.

Leider folgt hier schon der erste Kritikpunkt: Die Sprachausgabe bei Dialogen bricht gern einmal mitten im Satz ab und lässt euch ohne akustische Begleitung der Untertitel zurück.
Eingefleischte “S.T.A.L.K.E.R.”-Fans werden sich mit der Bedienung sofort heimisch fühlen, Neueinsteiger oder Spieler, deren Ausflug in die “Zone” ein wenig länger zurückliegt, werden aus Ermangelung eines Tutorials jedoch zu Beginn Probleme mit den zahlreichen Tastenbelegungen haben.

Bei der Darstellung der Spielwelt lässt sich dagegen nicht meckern. Gegenstände, Gebäude und Vegetation sind mit viel Liebe zum Detail im Spiel platziert.
Auffällig sind Grafikfehler, die sich zum Beispiel gerne in Clippingproblemen an Hauswänden zeigen und die zuweilen mangelhafte KI, die Freund wie Feind bei der Wegfindung Probleme bereitet. Da läuft man nichts ahnend einen brüchigen Steg entlang und wird von einem entgegenkommenden NPC in das verstrahlte Wasser gestoßen. Nicht die feine sowjetische Art.

Insgesamt überwiegt der Eindruck, dass das Spiel mit zu vielen Bugs auf den Markt geworfen wurde.
Ein erstes, kleines Update ist bereits erschienen, das aber leider die Nebenwirkung hat, Spielstände der ungepatchten Version nicht lesen zu wollen. Vor dem Spielantritt heißt es also: Unbedingt das Update installieren!

“S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky” aus dem Hause GSC Game World wird von Deep Silver vertrieben und ist bereits im Handel erhältlich.

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