Eine Schriftart erkennen: So klappt's!

Marco Kratzenberg
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Jeder, der hin und wieder kreativ arbeitet, kennt die Situation. Damit eine Schrift zu einer vorhandenen Vorlage passt, muss er die verwendete Schriftart erkennen. So könnt ihr die Schriftart herausfinden.

Eine Schriftart erkennen: So klappt's!

Es gibt verschiedene Onlinedienste, die uns anbieten, eine als Bild hochgeladene Schriftart zu erkennen. Die Vorlage sollte dabei nicht zu groß und sauber sein. Also ohne Bildrauschen oder Flecken eines eingescannten Etiketts. Spezialschriften, wie etwa der ineinander verwobene Coca-Cola-Schriftzug machen allen Anbietern Probleme.

Online eine Schriftart erkennen lassen

Zwei Webseiten sind besonders bekannt für brauchbare Erkennungsdienste. Beide präsentieren und nach der Font-Suche eine Auswahl der vermutlich richtigen Schriften. Wenn ihr dort eine Schriftart erkennen lassen wollt, so müsst ihr bei beiden Seiten entweder ein Bild hochladen oder eine Internetadresse angeben, unter der ein Bild mit der Schrift zu finden ist.

Damit das klappt, sollte die Schriftprobe ein paar Regeln erfüllen.

  • Es ist durchaus empfehlenswert, das Beispiel vorher noch mit einem Grafikprogramm zu bearbeiten. Zuallererst sollte die Schrift möglich horizontal ausgerichtet sein. Schon geringe Winkel sorgen für ein deutlich schlechteres Ergebnis.
  • Außerdem sollte man sich auf einige, deutlich erkennbare Zeichen beschränken, anstatt riesige Mengen kleiner Schrift abzuschicken. Oft genügen ein bis zwei Worte!
  • Die Maße der Grafik sollten nicht zu groß sein. 250 mal 1.000 Pixel reichen aus, wenn die Schrift groß und deutlich ist. Gut ist ein weißer Hintergrund.
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Wenn ihr so ein Bild liefern könnt, dann kann es schon losgehen. Um die Schriftart zu erkennen, wird das Beispiel in einzeln abgegrenzte Zeichen aufgeteilt. Und dann müsst ihr dem Programm beim Lesen helfen. Buchstabe für Buchstabe wird aufgelistet – oft mit einem Vorschlag, um welchen Buchstaben es sich vermutlich handelt. Hier müsst ihr nun kontrollierend eingreifen und Fehler beseitigen. Dann startet die eigentliche Schrifterkennung und wenn alles geklappt hat, kann das Tool die Schriftart erkennen und ihr bekommt verschiedene Ergebnisse angezeigt und könnt sie mit dem Original vergleichen.

Sehr häufig werdet ihr dabei feststellen, dass es sich um relativ teure, kommerzielle Schriften handelt. Sobald man aber den Namen der Schrift hat, kann man nach kostenlosen Varianten suchen. Dazu eignet sich beispielsweise die Webseite . Hier könnt ihr einen Schriftnamen eingeben und bekommt eine Auswahl sehr ähnlicher Schriften angeboten.

Identifont kann euch auch helfen eine Schriftart zu erkennen, wenn ihr kein gutes Beispiel liefern könnt. Schritt für Schritt werdet ihr durch die Schrift-Erkennung geführt und müsst anhand von Beispielen die Ähnlichkeit zu eurer Vorlage selbst erkennen. Mit etwas Glück könnt ihr so die richtige Schriftart herausfinden.

Schriftart erkennen: Gute Online-Dienste

Schrift-Experten können eine Schriftart erkennen, indem sie einen Blick drauf werfen. Laien müssen sich einen Online-Experten suchen. Bevor man sich in einige der Typographen-Foren begibt und direkt fragt, kann man auf verschiedenen Seiten die Schriften online erkennen lassen.

Der Service ist vielleicht nicht ganz so gut wie die nachfolgend vorgestellte Konkurrenz. Dafür hat er aber ein ganz spezielles Feature, das vielen entgegenkommen dürfte. Denn hier könnt ihr bei der Schrifterkennung festlegen, dass euch als Ergebnis nur kostenlose Schriften angezeigt werden. Das wird zwar manchmal zu Fehlern führen und oft genug auch gar kein Ergebnis bringen, aber zumindest spart euch das schon mal die Suche nach einem bezahlbaren Font-Download. Übrigens gibt es von diesem Anbieter auch für die gängigen Browser. Mit ihnen könnt ihr direkt online nachgucken, wenn ihr irgendwo ein Logo entdeckt.

Die oben bereits erwähnte Seite ist praktisch, wenn man keine Schriftart automatisch erkennen muss, sondern entweder nach ähnlichen Schriften sucht oder die Schrifterkennung mit etwas Hilfe selbst leisten will.

von Myfonts ist richtig klasse, wenn es um die Schrifterkennung geht. Die Ergebnisse sind fast immer richtig. Dafür handelt es sich aber zumeist um kommerzielle Schriften. Selbst wenn die Vorlage definitiv mit einer kostenlosen Schrift gemacht wurde, führt die Schriftart-Erkennung zu zahlungspflichtigen Ergebnissen. Das ist etwas schade. Dann muss man sich eben den Namen merken und dann auf die Suche nach kostenlosen Varianten gehen.

Weitere Themen: Vereinfachte Ausgangsschrift, Star Wars Fonts, Alte Schwabacher, Bohemian Typewriter, digital performance Ingenieure Scholz und Partner

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