FileMaker Go 1.2 for iPhone/iPad bringt Diagramme, Signaturen und Print

Sebastian Trepesch
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Kunden direkt auf dem iPad unterschreiben lassen, die Geschäftszahlen in bunten Balkendiagrammen anzeigen und direkt vom iPhone aus via AirPrint ausdrucken, das ermöglicht – endlich – FileMaker Go 1.2 for iPhone und FileMaker Go 1.2 for iPad. Die gleichnamige Apple-Tochter FileMaker veröffentlichte heute die neuen Versionen des Datenbankzugriffs auf den iOS-Geräten.

FileMaker Go ist keine eigenständige App, sondern greift auf die Datenbank der Desktopsoftware FileMaker Pro zu. “Das wird auch so bleiben”, betont Michael Valentin, technischer Leiter der FileMaker GmbH. Laut Unternehmen ist die Rechnerversion die “meistverkaufte benutzerfreundliche Datenbanksoftware für Einzelbenutzer oder Arbeitsgruppen”: Firmen, Universitäten, Behörden, aber auch Kleinunternehmer haben das Produkt installiert. “Unser Haus- und Hofbereich sind zudem Non-Profit-Organisationen”, so Marketingmanagerin Andrea Schätzl-Naeve. Kontaktverwaltung, Inventarmanagement, Aufgabenlisten und Rechnungen sind nur einige der Aufgaben, die mit der Software für Mac OS X und Windows bearbeitet werden können. Lebensmittel-Großhändler Niggemann steuert beispielsweise interne Abläufe wie Inventur oder Tourenplanung, Dienstleister Johnson Controls überwacht Fabrik-Beleuchtungsprojekte, Pharmaunternehmen Merck stellt den Mitarbeitern ein Lexikon von 5.000 medizinischen und firmeninternen Begriffen mobil zur Verfügung.

Die Datenbanken auf iPhone und iPad

Diese auf FileMaker Pro erstellten Lösungen können auf FileMaker Go – und damit auf den iOS-Geräten – genutzt werden. “Wir haben uns bemüht”, so Schätzl-Naeve, “die Funktionen, die das iPad und iPhone bietet, zu unterstützen.” Sprich: Wischen, tippen, vergrößern mit zwei Fingern und ähnliches ist auf dem Touchscreen möglich, zudem wurden die Menüs auf die kleinen Geräte zugeschnitten.

Trotzdem sollen die meisten Skriptbefehle und Automatisierungen unterstützt werden, Layouts, Listen, Formulare und Tabellen können, müssen aber nicht gleich gestaltet sein wie auf dem Mac. “Für die FileMaker Go brauche ich keine App-Entwicklerkenntnisse, sondern muss nur FileMaker programmieren können”, hebt Valentin hervor. Einmal entwickelt ist die Lösung auf Mac, Windows und iOS lauffähig.

Aber wie kommen die Daten auf Telefon und Tablet? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Einerseits kann ein Remote-Zugriff über eine FileMaker-Server erfolgen. Andererseits kann eine Datenbank in iTunes in die App gezogen werden, oder per E-Mail auf das Gerät geschickt werden. Das Aufrufen über einen HTML-Link ist genauso möglich.

Neuheiten von FileMaker Go 1.2

Das App-Update bringt endlich Diagramme – “das war ein sehr großer Wunsch unserer Kunden”, gesteht Schätzl-Naeve. Zur Wahl stehen Balken-, Kuchen-, Linien- und Flächendiagramme. Die zugrundeliegenden Daten können aus FileMaker Pro stammen oder aus SQL-Quellen weitergereicht werden.

Ein neues Medienfeld erlaubt die Signaturerfassung: Es ist also möglich, direkt auf dem iPad oder iPhone in der App zu unterschreiben und dies dann zu speichern. Die Signatur kann exportiert, oder für den sofortigen Zugriff auf den Server hochgeladen werden. Nützlich ist dies bei Abschluss von Verträgen, Rechnungen oder Nachverfolgung von Lieferungen – rechtlich Bestand dürfte die Unterschrift allerdings nicht haben.

Durch die Unterstützung von AirPrint ist jetzt das Drucken von Berichten, Formularen oder Etiketten direkt vom iPhone oder iPad aus möglich. Das Unternehmen nennt als Anwendungsbeispiel den Druck von Namensschildern bei Veranstaltungen, Kaufbelegen für Kunden oder Statusberichten. Druckoptionen können angepasst und gespeichert werden, die Ausgabe als PDF inklusive Mailversand ist ebenfalls möglich.

FileMaker Go 1.2 erfordert mindestens iOS 4.2.1 und für Diagramme FileMaker Pro 11. Die App für iPhone* kostet 15,99 Euro, für iPad* 31,99 Euro. Bestehende Nutzer können kostenlos auf die Version 1.2 updaten.

Fazit:
Mit FileMaker Go werden die Desktop-Datenbanken auf iPhone und iPad leicht nutzbar, die meisten Datenbanken sind laut Entwickler sofort lauffähig. Die Version 1.2 bringt mit Diagrammen, Signaturerfassung und AirPrint wichtige Funktionen in einem kostenlosen Update. Es ist ab heute verfügbar.

Vorteile:
+ Zugeschnittene FileMaker Pro-Anwendung auf iPhone und iPad
+ Anwendungs-Erstellung ohne iOS-Programmierkenntnisse möglich
+ Datensicherung mit FileMaker Server

Nachteile:
- Datenbankerstellung auf dem Desktop-Rechner notwendig
- Unterschrift vermutlich nicht rechtsverbindlich


Überblick FileMaker Go:
Entwickler: FileMaker
Preis: FileMaker Go for iPhone* 15,99 Euro, FileMaker for iPad* 31,99 Euro
Alternativen (eingeschränkt): HanDBase*, Bento* (ohne FileMaker Pro-Anbindung).

Noch ein Hinweis zu diesem Thema: Von 16. bis 18. Juni 2011 findet in Hamburg die zweite FileMaker-Konferenz für Anwender und Entwickler statt, ehrenamtlich organisiert vom Verein FM Konferenz.

Weitere Themen: iPhone, iPad

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