Apple laufen die Profi-Video-Kunden davon

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Apple und die professionellen Anwender. Eine lange Geschichte, die nicht erst seit Final Cut Pro X lodert. Schon einige Zeit davor gab es Fälle, in denen das kalifornische Unternehmen Software-Pakete für (Video-)Profis eingestellt hat, ohne für Ersatz zu sorgen. FCP X ist dabei nur der derzeit letzte Fall. Ars Technica hat sich der Historie rund um das immer wieder aufkeimende Problem rund um die aktuelle Final-Cut-Version angenommen und versucht die Gründe dafür zu finden.

Apple laufen die Profi-Video-Kunden davon

Bereits kurz nach der Veröffentlichung der ersten Screenshots äußerten sich die Profis kritisch über das iMovie-ähnliche Interface. Doch neben der neuen Optik, sorgte vor allem das Fehlen von Funktionen für kritische Stimmen. Selbst Apples eigene (Ex-)Mitarbeiter verstehen nicht, warum Apple diesen Schritt gegangen ist.

Das letzte Beispiel einer großen Produktionsfirma, die sich von Apple Videoschnitt-Lösung trennt, ist Bunim/Murray. Das US-Unternehmen produzierte unter anderem 25 Staffeln von MTVs The Real World und kündigte Anfang Januar an, zu Avid zu wechseln. Die Produktionsfirmen haben laut Ars Technica das Gefühl, dass Apple sich mehr und mehr nur darum kümmere, möglichst viele iPhones und iPads zu verkaufen.

Die Verantwortlichen in Cupertino sind bekannt dafür, klare Schnitte zu machen. Genau dies ist im Fall von Final Cut Pro X geschehen. Einige Stimmen aus Hollywood sagen daher, dass alleine der große Sprung zwischen der Bedienung Grund genug für manche Unternehmen war, sich die Konkurrenz-Produkte von Adobe und Avid genauer anzusehen. Wie viele andere Nutzergruppen haben auch die Video-Profis Angst vor Veränderungen jeglicher Art.

Gleichzeitig hat die neue Videoschnitt-Lösung aber auch Freunde im semi-professionellen Bereich gefunden. Speziell der niedrige Preis und die Ähnlichkeit zu iMovie haben die Hemmschwelle gesenkt, sich das Werkzeug genauer anzusehen.

Auch die Hardware ist ein Grund

Eine weitere Rolle für die schlimmsten Befürchtungen der Profis liegt derzeit in den fehlenden Upgrades des Mac Pro. Apples Top-Mac wurde bereits seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert. Wer also beispielsweise Apples Thunderbolt-Schnittstelle für den Einsatz von schnellen Festplatten oder professioneller Video-Hardware nutzen will, kann zu jedem Mac greifen, abgesehen vom Mac Pro.

Was hierbei aber nicht übersehen werden darf ist, dass Apple abhängig davon ist, was Intel an neuen Komponenten liefern kann und welche Hardware unterstützt wird. Wie Instapaper-Entwickler Marco Arment schreibt, erschienen die letzten Mac-Pro-Upgrades immer genau dann, wenn Intel eine neue Xeon-Generation vorgestellt hat.

Intel hat das nächste Xeon-Upgrade auf den kommenden März verschoben. Es ist also davon auszugehen, dass wir dann einen neuen Mac Pro im Apple Store sehen werden. Vielleicht werden die Profis dann wieder aufatmen können, und ihren Glauben an Apples Glauben wieder zurück gewinnen.

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Weitere Themen: mac-pro, Mac


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