Final Cut Pro X: 64 Bit, 4K-Auflösung, Hintergrund-Rendering und mehr

Florian Matthey
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Wie vorhergesagt hat Apple auf dem Final Cut Pro Supermeet im Rahmen der NAB 2011 in Las Vegas tatsächlich eine neue Version seiner Profi-Videobearbeitungssoftware vorgestellt. Final Cut Pro X bietet zahlreiche Neuerungen: 64-Bit-Unterstützung, Hintergrund-Rendering dank Grand Central Dispatch, Unterstützung von Clips in einer 4K-Auflösung, eine überarbeitete Benutzeroberfläche sowie einiges mehr. Im Juni soll die Anwendung im Mac App Store erscheinen.

Apple hat die Software von Grund auf neu entwickelt, so dass der Versionssprung “so revolutionär wie die erste Version” des Jahres 1999 sein soll. Apple setzte bei der Entwicklung auf Cocoa, Core Animation, Open CL und Grand Central Dispatch. Letztere ist eine seit Snow Leopard im Mac OS X integrierte Technologie, die die Verwaltung mehrerer Prozessorkerne übernimmt. Final Cut Pro X kann so die komplette zur Verfügung stehende Rechenleistung im Hintergrund einsetzen, um die Software das aktuelle Projekt dauerhaft dynamisch rendern zu lassen. Ähnlich wie bei iMovie gibt es daher keinen Befehl zum Rendern mehr, da die Software ohnehin dauerhaft damit beschäftigt ist.

Überhaupt erinnern einige Aspekte der neuen Version an Apples Hobby-Videobearbeitungssoftware: Inhalte lassen sich wie in iMovie* in einem Filmstreifen anzeigen, die Funktion “Single Keystroke Nesting” erlaubt es, verschiedene Clips als einen einzelnen Clip in der Timeline anzeigen zu lassen. Der “Inline Precision Editor” soll die Bearbeitung über ein Menü vereinfachen, das optisch ans iOS erinnert. Trotz der Anlehnung an Apples Massenmarkt-Produkte soll Final Cut Pro X aber weiterhin eine Software für den professionellen Bereich ohne Abstriche der Funktionalität bleiben, die neuen Elemente der Benutzeroberfläche soll Profis aber die Arbeit erleichtern.

Dafür spricht auch, dass die Software mit 4K nun deutlich höhere Auflösungen unterstützt: Video-Clips dürfe nunmehr über 4000 Pixel breit sein, so dass einzelne Bilder aus über 12 Millionen Bildpunkten bestehen können. Die Software arbeitet gleichzeitig unabhängig von der Auflösung: Die einzelnen Clips können in verschiedenen Auflösungen vorliegen, dank des dynamischen Renderings mit entsprechender Skalierung fügen alle Clips sich direkt ins Projekt ein.

Final Cut Pro X soll im Juni im Mac App Store erscheinen. Der Preis soll in den USA bei 299 US-Dollar (Circa 207 Euro) liegen.

Bild: MacStories

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