Final Cut Pro X: Andere Studio-Apps kommen - Präsentation bei YouTube

Florian Matthey
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Am Dienstag stellte Apple nur Final Cut Pro X, aber keine der anderen bisherigen Apps der Final Cut Suite vor. Das bedeutet allerdings nicht zwingend, dass diese nicht erscheinen werden: Ein Apple-Mitarbeiter erklärte im Rahmen der Präsentation auf Nachfrage, dass Apple an diesem Tag eben nur Final Cut Pro vorstelle – eine Andeutung, dass andere Apps folgen. Von der Präsentation gibt es derweil eine Aufzeichnung bei YouTube.

Gegenüber The Loop bekräftigte der Mitarbeiter am Dienstag, dass “heute nur ein Ausblick auf Final Cut Pro” war. Für Weiteres sollten sich die Teilnehmer noch gedulden (“Stay tuned”). Final Cut Studio besteht bislang aus Motion, Soundtrack Pro, Color, Compressor, DVD Studio Pro und eben Final Cut Pro. Final Cut Pro X soll im Juni für 299 US-Dollar (circa 207 Euro) im Mac App Store erscheinen, die anderen Apps könnten ebenfalls als Download folgen – das Paket Final Cut Studio* kostet bislang 999 Euro.

Auch der Final-Cut-Pro-Trainer und Berater Larry Jordan glaubt, dass die anderen Final-Cut-Studio-Bestandteile weiter leben werden: Final Cut Pro X sei zwar eine komplett neu geschriebene App, die auch einige Elemente der anderen Studio-Anwendungen übernimmt: Die Audio-Cleanup- und Bearbeitungsprozesse erinnerten an Soundtrack Pro, die primäre und sekundäre Farbkorrektur entspreche der von Color, einige Bewegungseffekte basierten auf bisheriger Motion-Technologie. Allerdings bedeute dies nicht, dass die anderen Anwendungen “tot” seien. Apple stelle sie nur noch nicht vor.

Jordan hält derweil Apples Aussage, dass Final Cut Pro X die größte “Revolution” seit der ersten Final-Cut-Version sei, nicht für übertrieben: Das komplett neu geschriebene Final Cut Pro X sei ein großer Schritt, nachdem andere Versionen bisher lediglich aufeinander aufbauende Updates waren. Mit der neuen Version werde die Welt der Video-Bearbeitung nicht mehr die gleiche sein. Dabei habe Apple noch nicht alle Neuerungen gezeigt: Jordan hatte schon vor sechs Wochen auf Apples Campus in Cupertino eine kleine Präsentation gesehen, die die gleiche Vorab-Version der Anwendung zeigte. Bereits seit diesem Zeitpunkt habe Apple einige Funktionen hinzugefügt.

Um ein “größeres iMovie” handelt es sich bei Final Cut Pro X derweil nicht, auch wenn Apple einige Elemente der Benutzeroberfläche der Verbraucher-App übernommen hat: Die Software bleibe eine Profi-Anwendung, und laut Apples Pro-Video-Produkt-Marketing-Manager Richard Townhill habe das Unternehmen die Anwendung auch speziell als solche entwickelt.

Die Präsentation auf dem Final Cut Supermeet im Rahmen der NAB in Las Vegas lässt sich derweil als Aufzeichnung bei YouTube bewundern:

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