Final Cut Pro X ist eine Videosoftware für Profis, sagt Apple

von

Ist Final Cut Pro X noch eine Videoschnittsoftware für Profis, oder für Heimanwender? Apple reagiert auf die Diskussionen um die Anwendung nun mit einer eigenen Webseite. Das Unternehmen listet in den FAQs unter anderem Antworten zu Bearbeitung, Medienverwaltung, Import und Export. Die Konkurrenz freut sich unterdessen über Mängel, die Apple vorgeworfen werden.

Final Cut Pro X ist eine Videobearbeitungssoftware von Apple, die für den Profi-Markt vorgesehen ist. Die neue Version, die Apple erst letzte Woche veröffentlich hat, ist komplett neu programmiert worden. Das Unternehmen gab der Anwendung eine einfachere Bedienung und neue Funktionen mit auf den Weg, was viele Nutzer freut. Dafür wurden andere Möglichkeiten gestrichen, die gerade für Profi-Nutzer zwingend notwendig sind. Sogar Unterschriften wurden gegen Pro X gesammelt. Die Konkurrenz namens Adobe freut sich: Video-Tutorials zeigen den Umstieg von der Apple-Software auf Premiere Pro.

Dass Apple sich den Profi-Wünschen annimmt, wurde bereits am Wochenende bekannt. Über einen Apple-Blogger äußerten sich die Produktmanager zu den Vorwürfen und zukünftigen Updates. Jetzt veröffentlichte Apple FAQs, Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den neuen Funktionen und das Verhältnis mit älteren Softwareversionen. Die Entwickler betonen wie schon bei der Veröffentlichung, dass Final Cut Pro X viele Cutter beeindruckte. Apple zufolge ist die Anwendung im nonlinearen Videoschnitt ein Durchbruch.

Import

Gleich an erster Stelle erklärt Apple: Projekte von Final Cut Pro 7 weiterhin mit der alten Software bearbeiten. Sie wird auf Mac OS X Lion weiterhin laufen, und beide Programme können auf einem Rechner installiert sein. Aufgrund der vielen neuen Funktionen und Effekte gäbe es keinen Weg, die Projekte ohne Änderungen oder Datenverlust in das neue Format zu “übersetzen”. Keine sehr erfreuliche Nachricht, aber offensichtlich war dies notwendig, um mit neuem Schwung in die Zukunft zu gelangen. Von den alten Projekten muss mittelfristig Abschied genommen werden, beziehungsweise die nächsten Jahrzehnte ein alter Rechner in der Zimmerecke stehen bleiben.

Bearbeitung

Die Synchronisation mehrerer Kameras, multicam editing, gibt es nicht, gestehen die FAQs ein. Apple ist sich der Bedeutung bewusst: Es sei eine wichtige und populäre Funktion. Sie wird deshalb kommen, mit dem nächsten größeren Update. Bis dahin, so verweist Apple, kann der Cutter auf die automatische Clip-Synchronisation zurückgreifen.

Ein weiterer, heiß diskutierter Punkt: Die Unterstützung eines zweiten Monitors. Ja, es gibt die Möglichkeit, zum Beispiel ein einzelnes Fenster wie den Event Browser auf einem zweiten Display zu platzieren. Außerdem sei man mit anderen Entwicklern an der Arbeit, weitere Treiber zu erstellen.

Auch die Plugins von Fremdherstellern können weiter verwendet werden, aber erst, wenn sie aktualisiert wurden. Grund: Sie müssen – wie Final Cut Pro X – auf 64 Bit laufen.

Für das Kapitel “Bearbeitung” gilt also in den von Apple angesprochenen Punkten: Noch etwas warten, dann wird alles gut.

iPhone-Display kaputt? Akku zu schnell leer? Kein Problem: Display oder Akku selbst tauschen mit den Komplettsets zur iPhone-Display-Reparatur oder dem iPhone-Akku-Wechsel von GIGA & Fixxoo!


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA APPLE

Anzeige
GIGA Marktplatz