Final Cut Pro X: Update mit neuen Funktionen und Gratis-Demo

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Apple hat die, teils recht lauten Rufe der Anwender erhört und Final Cut Pro X ein Update spendiert, dass einige Funktionen nachliefert. Viele treue und langjährige Nutzer hatten Profi-Merkmale zurückgefordert, nachdem der Hersteller ihnen, in ihren Augen, mit Final Cut Pro X den Rücken zugekehrt hatte.

 ”Wir haben eine Menge Rückmeldungen von unseren Profi-Anwendern bekommen”, erklärt Produktmanager Richard Townhill gegenüber loopinsight.com. “Wir haben den Profis zugehört und die meistgeforderten Funktionen in dieses Update einfließen lassen”, so Townhill weiter. Der Hersteller hatte bereits kurz nach der Veröffentlichung des Programms angekündigt, einigen der Wünsche zu entsprechen – jetzt ist es endlich soweit.

Mit der Version 10.0.1, die ab sofort im Mac App Store* erhältlich ist, ermöglicht Final Cut Pro X unter anderem XML-Import und -Export. So werden Arbeitsabläufe, zum Beispiel Effekte oder Medien-Manager von Drittanbietern unterstützt, außerdem kann auf Projekte und Ereignisse via Xsan zugegriffen werden. Das erlaubt mehreren Benutzern, separate Projekte von einem Ereignis zu erzeugen, das auf einem Speichernetzwerk liegt.

Wer Audio- und Videostreams exportiert, kann dies jetzt wahlweise in Form einer einzelnen QuickTime-Datei mit mehreren Spuren tun. Dazu markiert man einfach die gewünschten Teile des Streams für den Export. Unter OS X Lion können FCP-Anwender jetzt auch von dem typischen Vollbild-Modus Gebrauch machen und der Beginn des Timecode ist frei einstellbar.

Was vermutlich als wahre Flut von Beschwerden und Beschimpfungen in Cupertino einging, umschreibt Townhill wie folgt: “Wir haben sehr lautstarke Kunden und sie haben uns mitgeteilt, was sie vermissen. Was wir heute tun, ist uns mit diesen Sorgen befassen”.

Darüber hinaus verspricht Apple für den Anfang des Jahres 2012 weitere Verbesserungen, namentlich Multicam-Editing und Video-Monitoring in Rundfunk-Qualität. Zudem gibt es erstmalig die Möglichkeit, Final Cut Pro kostenlos für 30 Tage zu testen. Dazu meldet man sich mit Namen und E-Mail-Adresse auf Apples Webseiten an

Seitdem Final Cut Pro X im Mac App Store erschienen ist, polarisiert das Programm die Anwender. Eine Reihe von Profis, die etwa für Film oder Fernsehen tagtäglich mit dem Programm arbeiten müssen, beklagten fehlende Funktionen gegenüber der Vorversion. Allein der deutlich gesunkene Preis von gerade einmal 239,99 Euro deute für Viele bereits darauf hin, dass man sich iMovie stärker annähere als einem wahrhaftig für professionelle Videobearbeitung geeigneten Programm.

Auch die Begleit-Anwendungen Motion 5 und Compressor 4 wurden auf den neuesten Stand gebracht. Motion unterstützt jetzt zwei Monitore, einige Darstellungsfehler wurden beseitigt und die Stabilität erhöht. Compressor erhielt ebenfalls diverse kleine Verbesserungen sowie aktualisierte Bitraten für den HTTP-Livestram auf Smartphones.

Die Updates sind im Mac App Store kostenlos für alle User von Final Cut Pro X* 10.0, Motion 5* und Compressor 4* erhältlich.

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