Final Cut Studio: Apple verkauft weiter Filmschnittsoftware – Druck der Profis erfolgreich

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Nie zuvor hat Apple die Wut seiner Nutzer so zu spüren bekommen: Mit der Veröffentlichung von Final Cut Pro X gab Apple Final Cut Studio mit Final Cut Pro 7 auf. Tausende professionelle Anwender protestierten. Jetzt gibt es die Cutter-Suite offenbar wieder, allerdings nur Restexemplare bei telefonischer Bestellung.

Final Cut Studio: Apple verkauft weiter Filmschnittsoftware – Druck der Profis erfolgreich

Als Apple Final Cut Pro X im Juni vorstellte, war zunächst die Freude über die neue Filmschnittsoftware groß. Doch die währte nicht lange. Die Nutzer vermissen in der neu gestalteten Fassung bewährte und gewohnte Funktionen. FCPX erhält den Beinamen iMovie Pro, als unbrauchbar für den Studio-Betrieb bezeichnet und Profis sind erbost über die Arroganz von Apple. Denn gleichzeitig hat Apple den Verkauf und die Weiterentwicklung von Final Cut Pro 7 und das Studio-Paket eingestellt.

Auch bei uns entstehen lange Diskussionen darüber, was an FCPX wirklich gut ist und wie lange professionelle Anwender noch mit Final Cut Pro 7 weiterarbeiten können. Jetzt hat Apple Erbarmen: Der Hersteller verkauft in den USA weiterhin Final Cut Pro im FCS-Paket zum Preis von 999 US-Dollar. Doch auf den Webseiten von Apple sucht man nach dem Profi-Programm vergeblich. Der Verkauf soll nur telefonisch erfolgen. Das berichten amerikanische Quellen wie The Loop. Wie es hierzulande aussieht, ist noch nicht klar. Wir haben von Apple dazu noch keine Antwort.

Apple hat zwar ein Memo dazu verschickt, aber den Verkauf der alten Suite noch nicht offiziell angekündigt. Nach dem massiven Protest von FCP-Anwendern hatte Apple bereits kurz nach der Veröffentlichung von FCPX vor zweieinhalb Monaten Nachbesserung versprochen. Seitdem sind zehn Wochen vergangen, ohne dass selbst ein kleineres Bugfix-Update des FCP-Nachfolgers erschienen wäre. Setzt Apple nun wieder auf die siebener statt die X-Version?

Verkauft wird Final Cut Pro 7 im Final Cut Studio-Paket. Das enthält neben FCP7 Motion 4, Soundtrack Pro 3, DVD Studio Pro 4, Color 1.5 und Compressor 3.5. Motion in Version 5 und Compressor 4 gibt es seit FCPX und wie dieses nur im Mac App Store für jeweils 39,99 Euro. FCPX* kostet dort 239,99 Euro.

Dass damit Final Cut Pro 7 wieder mehr Aufmerksamkeit erhalte und FCPX weniger, damit ist jedoch kaum zu rechnen. Apple will mit dem erneuten Verkauf eher die Studio-Anwender unterstützen, die ihre bisherige Infrastruktur weiter nutzen wollen. Denn FCPX kann leider keine Projekte aus FCP7 importieren und so ist noch nicht einmal der parallele Einsatz beider Versionen möglich. Die Gunst der Stunde und den Zorn der Anwender hatte Adobe geschickt mit einem Sonderangebot zu nutzen gewusst: Dort gibt es bis zum 30. September den Schnitteditor Premiere Pro CS 5.5 um die Hälfte günstiger. Die komplette CS 5.5 Production Suite* mit weiteren Video-Programmen ist ebenfalls bis Ende September günstiger zu erhalten.

Dem Portal The Loop sagte ein Apple-Sprecher, dass im Wiederverkauf nur die restlichen Final Cut  Studio-Pakete abgestoßen werden. Wie schon früher bei ausgemusterten Produkten sei noch eine begrenzte Menge über Apple Telesales zu haben, für Kunden, die sie für ihre laufenden Projekte benötigen. AppleInsider hatte gestern einige Apple Stores angerufen, wo man teilweise allerdings von dem Resteverkauf noch nicht informiert war. Auch hier in Deutschland weiß die Apple-Vertretung noch nichts dazu.

Die ganze Geschichte zu Final Cut Pro X und Final Cut Pro 7 bei macnews.de

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