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Wer ist eigentlich Frank Wollweber?

severinlerch

Daniel Holtwiesche hat sich als nächsten Gesprächspartner Frank Wollweber gewünscht. Der Inhaber von WDPX-Wollweber und Erfinder des Aiyoota!-CMS ist nach vielen interessanten Stationen letztlich im Harz heimisch geworden und erzählt Euch gerne, was er auf dem Weg dahin alles erlebt hat. Am Ende nennt er natürlich auch den nächsten Interviewpartner.

wollweber

macmagazin.de: Erzählen Sie uns von Ihrem ersten Mal, dem ersten Startton eines eigenen Macs.

Frank Wollweber: Das ist schon sehr lange her. 1992 hatte mein Vater die Idee, sich einen Computer zu kaufen. Mein Bruder hat ihn damals gleich beschwatzt, sich einen Mac zu kaufen. Letztlich wurde es ein Mac IIvi für zu Hause und gleich noch ein Powerbook 140. Diese beiden Geräte haben mich lange begleitet. Die grafische Oberfläche kannte ich bereits vom Atari ST meines Bruders. Aber dieser Startsound – damals war es noch ein anderer Akkord – war schon etwas besonderes. Man konnte sich das gar nicht richtig vorstellen, dass die „Hardware“ so etwas einprogrammiert bekommen hat. Solch eine Detailverliebtheit begeistert einen sofort. Seitdem habe ich viele dieser Startsounds gehört und sie begleiten mich mittlerweile sogar bis ins Kino.

macmagazin.de: Ist die Anschaffung eines neuen Macs für Sie ein Erlebnis, das zelebriert werden muss, oder nur der Kauf eines Konsumgutes?

Frank Wollweber: Es kommt darauf an: Wenn es ein neues Modell ist, welches ich noch nicht kenne, dann nehme ich mir sicherlich Zeit, um das Gerät auszupacken und alle neuen Raffinessen zu begutachten. Gerade in den letzten Jahren sind Materialien, Finish und Funktionalität immer genialer geworden, so dass man sich hierfür wahrlich Zeit nehmen kann und sollte. Aber der nächste seiner Art ist dann meistens nur noch ein Arbeitstier, so dass er deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt. Oft werde ich von Freunden und Bekannten gebeten, ihre neuen Macs, iPods und iPhones das erste Mal aufzustellen oder einzurichten.

macmagazin.de: Verraten Sie uns Ihre drei Top- und eine Flop-Applikation.

Frank Wollweber:

Top:

  • iMovie, denn ich liebe den neuen Ansatz „ich will doch nur mal kurz…“. Ich bin kein Film-Profi. Ich wäre hoffnungslos von Final-Cut überfordert. Es bietet einfach viel zu viele Möglichkeiten.
  • TimeMachine, da es einfach da ist.

Flop:

    <li Microsoft Word, denn das Programm hat seit Jahren immer die gleichen Fehler und ist gerade für größere Dokumente ein Grauen. Jeder Student kann da ein Liedchen von singen.

macmagazin.de: Welches Feature sollte Ihr nächster Mac, iPod oder Ihr nächstes iPhone unbedingt haben?

Frank Wollweber: Ein NetBook wäre sicher witzig, welches quasi ein großes iPhone mit Multitouch darstellen würde. Das wäre sicher ein großer Erfolg und würde die Lücke zwischen iPhone und MacBook schließen. Das iPhone ist große Klasse zum Surfen, aber für längere Sitzungen ist es einfach zu klein und der Akku hält nicht lange genug.

macmagazin.de: Welches aktuelle Tagesereignis hat Sie in letzter Zeit besonders bewegt?

Frank Wollweber: Steve Jobs muss eine Auszeit nehmen. Das hat mich schon ein wenig bewegt. Durch die Keynotes scheint man diese Person zu kennen und über die letzten 2 Jahre konnte man sehen, dass er offensichtlich nicht mehr bester Gesundheit ist. Mein Vater starb vor 2 Jahren an einem Gehirntumor, der sich neben einer “Persönlichkeitsveränderung” anfangs auch durch massiven Gewichtsverlust äußerte. Ich hoffe inständig, dass der regelrechte IT-Popstar Steve Jobs noch lange seiner Familie, dem Unternehmen und der immer größer werdenden Fangemeinde des Apfels erhalten bleibt. Dennoch merkt man in solchen Momenten, dass kein Geld der Welt einen vor solchen ernsthaften Krankheiten bewahren kann. Da sind wir Menschen alle gleich.

macmagazin.de: Sie haben Betriebswirtschaft in Halle und Merseburg studiert. Wie sind Sie zum Webdesigner geworden?

Frank Wollweber: Eine Bekannte aus dem Studentenwohnheim fand damals einen handgeschriebenen Zettel am „Schwarzen Brett“. Es wurde jemand gesucht, der mit Photoshop umgehen könne. Das war eine große Agentur in Halle, die unter anderem für die offizielle Webseite der Stadt verantwortlich war. Und obwohl der Zettel nicht sonderlich professionell wirkte, fragte ich dort an und bekam schließlich ein Vorstellungsgespräch. So machte ich meine ersten Arbeiten als Web-Designer. Über die Jahre hinweg war ich quasi der Einzige, der den dortigen Mac in der Agentur bedienen konnte und wollte. Am Ende war der gute alte Rechner doch etwas altersschwach und es galt für mich weiterzuziehen. Aber diese Agentur hat primär Internet-Präsentationen gemacht und so bin ich dort hängen geblieben.

macmagazin.de: Ihre Eltern sind oft mit Ihnen umgezogen, auch ein Jahr in den USA steht in Ihrem Lebenslauf. Welchen Ort verbinden Sie mit dem Begriff „Heimat“?

Frank Wollweber: Die unterschiedlichen Mentalitäten in den verschiedenen Regionen Deutschlands, von denen ich bereits einige miterleben durfte, machen es spannend aber ab und an auch anstrengend. Deshalb suchte ich einen Ruhepunkt, den ich in Wernigerode ganz klar gefunden habe. Man kann die Ruhe genießen, Sport aller Art treiben und so lebe ich hier glücklich mit meiner Frau. Da ich aber als „Wessi“ im Osten lebe, sehne ich mich hin und wieder nach meiner alten Heimat, Hamburg. Dort bin ich zur Schule und zum Bund gegangen und so die wohl prägendste Zeit meines Lebens verbracht. Das Jahr in den USA ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Mittlerweile kommt man ohne sehr gute Englisch-Kenntnisse gerade im Internet nur bedingt zurecht. Auch sind viele damalige Eindrücke bis heute tief in mir verankert. Sie müssen wissen, dass ich damals zufällig in eine katholische Privatschule einer Abtei gelandet bin. Das hört sich erst einmal merkwürdig an, wenn ich anderen erzähle, dass die meisten unserer Lehrer Mönche waren. Das erlebt man sicher als Protestant nicht allzu häufig.

macmagazin.de: In die Selbstständigkeit zu wechseln ist oft nicht leicht. Was hat Sie dazu bewegt diesen Schritt zu gehen und wie ist Ihr Start verlaufen?

Frank Wollweber: Ich habe direkt nach dem Studium in einer jungen Agentur als Angestellter angefangen. Das war sicherlich interessant, jedoch war ich für mein Verständnis in der Entwicklung von Internet-Präsentationen schon viel weiter als meine Chefs. Irgendwie kam man dann auf die Idee, dass ich als Freelancer für sie arbeiten könnte und damit auch eigene Projekte realisieren könnte. Anfangs klappte das ganz gut, doch die Zusammenarbeit war von recht kurzer Dauer. Damit brachen sehr viele Aufträge weg und die Selbstständigkeit wurde zu einem schweren Tief. Nach etwa 2 Jahren war das schlimmste geschafft und man konnte endlich davon leben.

Jahre später riefen mich meine Chefs von damals wieder an und fragten an, ob ich ihnen ihre Webseite erneut gestalten und umsetzen könnte. Sie können sich vorstellen, wie meine Brust da anschwoll.

macmagazin.de: Wer soll aus Ihrer Sicht der nächste macnews.de-Interviewpartner sein? Bitte begründen Sie uns Ihre Entscheidung.

Frank Wollweber: Daniel Boist von dbsonic. Er sitzt da an der Mosel und bastelt all das, was man mit Final-Cut, ProTools, 3D und anderen Profitools so machen kann.

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