Die Steckdosenleiste mit SIM-Karte

Sebastian Trepesch
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Haben Sie einen Wasserspeicher im Wald stehen, den Sie schlecht fernsteuern können? Auf der CeBIT findet man interessante Lösungen für Probleme, die man gar nicht hat. Eine kleine Kölner Firma stellte uns auf der Messe eine Steckdosenleiste mit integrierter SIM-Karte vor. Über das Handy-Netz können die Steckplätze an- und ausgeschaltet werden. Der Heimanwender findet günstigere Lösungen, morgens die Kaffeemaschine per Funk vom Bett aus anzuschalten. Bei der Steuerung des Rasensprengers vor der Gartenlaube im Thüringer Wald wird es schwieriger.

“Ich weiß nicht, ob das Produkt sich verkaufen lässt”, erklärt Klaus Winterscheidt von Gude Analog- und Digitalsysteme, “aber Kunden haben nach so etwas gefragt”. Und somit scheint es ja einen Markt zu geben.

Der Anwender kann die drei “Power Ports” über Sprachanruf, SMS oder Datacall schalten. Die Steckdosenleiste dankt mit einer SMS-Antwort, die die Aktion bestätigt. Dafür hat das Produkt einen Steckplatz für eine SIM-Karte – eine ganz normale Prepaid-Karte kann ebenso wie eine Vertragskarte eingesetzt werden. Diverse Zusatzfunktionen wie Einschaltverzögerung (pro Port einstellbar), Ausgangszustand nach einem Stromausfall und eine integrierte Stromverbrauchsmessung ergänzen das Paket. Über die Ethernet-Schnittstelle (RJ45) kann ein Firmware-Update aufgespielt werden. Ein Temperatursensor ist optional erhältlich.

Die Leiste, made in Germany, erscheint in den nächsten Wochen für 290 Euro. Stromanschluss vorausgesetzt hat das Gartenhäuschen mit dem Steckdosen-ferngesteuertem Rasensprenger immer grünes Gras im Vorgarten – wobei es im Thüringer Wald sowieso genug regnet.

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