Firefox und Chrome bieten Opt-Out-Funktion

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Die US-Handelskommission (FTC) schenkt der Privatsphäre von Internet-Nutzern seit dem vergangenen Jahr verstärkte Aufmerksamkeit. In diesem Zusammenhang wurde eine Opt-Out-Funktion für personalisierte Werbung empfohlen, die jetzt von mehreren Browsern umgesetzt wird. Firefox und Google Chrome bieten unterschiedliche Lösungen an und ermöglichen dem Anwender, Cookies von Werbeunternehmen zu sperren.

Mozilla will “Do-Not-Track” (zu Deutsch: “Nicht verfolgen”) durch einen speziellen Teil des HTTP-Headers umsetzen, der mit jedem Seitenaufruf an den Server gesandt wird. So wird das Werbe-Netzwerk auf diesem Server darauf hingewiesen, das der betreffende Anwender kein “Tracking” wünscht. Ein lobenswerter Ansatz, denn er beseitigt eines der Probleme bisheriger Methoden. Diese basierten selbst häufig auf Browser-Cookies, die beim routinemäßigen Löschen der Dateien ebenfalls entfernt wurden.

Es bleiben jedoch Schwierigkeiten: Mozillas Lösung ist darauf angewiesen, dass Webseiten und Browser den verwendeten Code gleichermaßen verstehen und umzusetzen wissen. Dies ist bislang nicht der Fall, die Anbieter müssten sich also ebenfalls auf diese Methode einlassen.

Eine weitere Möglichkeit, sich unerwünscht personalisierte Werbung vom Hals zu halten, ist das Erstellen schwarzer Listen. Server, die auf einer solchen Liste verzeichnet sind, werden automatisch blockiert. “Black-Lists” müssen allerdings gepflegt und aktualisiert werden, was durch das unübersichtliche Wachstum der Branche nicht gerade einfach ist.

Derartige Hürden will auch Google umgehen. Für seinen Chrome-Browser bietet das Unternehmen ab sofort eine Erweiterung namens “Keep my Opt-Outs” an. Sie basiert ebenfalls auf Cookies, verhindert jedoch, dass die Einstellungen zur Abwehr von personalisierter Werbung beim Entfernen aller Cookies ebenfalls verschwinden.

Die freiwilligen Bemühungen der Browser-Hersteller sind zu begrüßen, das meint auch die FTC. Allerdings ist man dort nicht von allen Ansätzen gleich begeistert. Gegenüber der New York Times sagte eine Sprecherin: “Wir freuen uns darüber, dass Google sich in der Sache engagiert, aber Mozilla und Microsoft sind offensichtlich schon ein paar Schritte weiter.”

In Redmond hatte man bereits im vergangenen Dezember angekündigt, für seinen Internet Explorer 9 eine Funktion namens “Tracking Protection” zu implementieren. Sie sehe ebenfalls das Erstellen von schwarzen Listen vor, die von Verbraucherschutz-Organisationen oder auch Individuen zur freien Verfügung für alle Anwender gestellt werden sollten.

Weitere Themen: Mozilla Firefox, Google

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