Google startet Chrome Web store und Chrome-OS-Testprogramm

Florian Matthey
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Für amerikanische Chrome-Benutzer und Chrome-OS-Interessenten gab es am gestrigen Dienstag zwei wichtige Neuerungen: Zum einen hat Google den Chrome Web Store in den USA eröffnet, in dem sich Web-Apps kaufen und direkt installieren lassen. Wer wiederum das Browser-basierte Betriebssystem Chrome OS ausprobieren möchte, kann sich für ein Testprogramm bewerben.

Der Chrome Web Store greift das Konzept von Apples App Store, dem Android Market und anderen Download-Portalen auf. Es lassen sich Apps finden, kaufen oder auch kostenfrei herunterladen und direkt im Browser installieren. Der Store lässt sich nach dem Start von Google Chrome einfach finden, im nächsten Jahr soll er auch in anderen Ländern und für andere Währungen als US-Dollar eröffnen.

Interessenten des Google-Betriebssystems Chrome OS können sich wiederum für ein Testprogramm bewerben, das einigen ausgewählten Benutzern offen stehen wird. Dies gibt Google in dem Blog-Eintrag und auf einem eigenen Chrome-OS-Event bekannt. Teilnehmer erhalten von Google ein 12,1-Zoll-Test-Notebook mit integriertem UMTS-Chip mit Anbindung an das amerikanische Netzwerk von Verizon und acht Stunden Batterielaufzeit. Mit diesem sollen sie ausprobieren, wie gut das Chrome OS bereits funktioniert. In der ersten Hälfte des Jahres 2011 sollen dann die ersten Chrome-OS-Netbooks von Acer und Samsung erscheinen, weitere Hersteller werden folgen. Das Chrome OS besteht in erster Linie aus dem Browser, in dem Benutzer dann Web-Apps installieren können.

Eine Herausforderung, vor der Google noch steht, ist folgende: Wie kann ein Betriebssystem mit Zubehör-Hardware umgehen, wenn es fast nur aus einem Browser besteht? Business Insider berichtet von Googles Chrome-OS-Event, auf dem Googles Produkt-Management-Chef Sudar Pichaei eine Lösung vorstellte: Ein Drucker lasse sich über Googles Cloud-Print-Service ansprechen, der Druckauftrag also über das Internet verschicken. Da es entsprechende Drucker mit direkter Internet-Anbindung aber nur vereinzelt gibt, bleibt zunächst ein weiterer eingeschalteter Rechner eine Voraussetzung. Auch unterstütze das Chrome OS noch keine USB-Datenträger – und zum Support für Digitalkameras und andere Hardware gebe es ebenfalls noch keine Informationen.

Weitere Themen: Chrome Web Store, Google

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