Chrome Test - Acid3, HTML5, Javascript, Benchmarks, Security

Marvin Basse

Internet Explorer, Firefox, Safari, Chrome, Opera: Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des richtigen Internet-Browsers betreffen sicherlich das Design und die Usability, daneben spielen aber auch Geschwindigkeits- und Sicherheitsaspekte eine immer stärkere Rolle. Wir zeigen, wie man mit ein paar Tools im Internet alle Browser einem gründlichen Check unterwerfen kann.

Wir haben hier den Chrome 21 einem gründlichen Check unterworfen. Prinzipiell funktionieren aber alle vorgestellten Tests mit allen Browsern, sodass man gut vergleichen kann. Um die Tests durchzuführen, genügt es immer, die von uns verlinkte Seiten aufzurufen.

Chrome Test 1: HTML-Konformität

Der wichtigste Test ist der, in denen geprüft wird, wie exakt der Browser die HTML-Standards des W3C umsetzt. Wer hier auf eigene Standards statt offizielle setzt oder die W3C-Standards nur ungenügend umsetzt, zeigt Webseiten teilweise falsch dar. Als Testverfahren haben sich die sogenannten Acid-Tests als Browsertests durchgesetzt. Die aktuellen Standards werden mit Acid3 getestet. Acid3 bündelt über 100 Einzeltests, die in sechs Gruppen gebündelt werden, sowie vier weitere spezielle Tests.

Google Chrome Acid3-Test

Hier geht’s zum Acid3-Test: http://acid3.acidtests.org/

In unserem Chrome Test erreicht der Google Browser 100 von 100 möglichen Punkten. Um das Ergebnis zu überprüfen, muss man anschließend noch auf den Link zum Reference Rendering unten klicken. Es wird eine neue Referenz-Seite mit neuer URL aufgerufen. Davon abgesehen sollte jetzt jeder einzelne Pixel genau gleich bleiben. Der Test ist also bestanden, wenn sich die URL und wirklich nur die URL ändert.

„Porno-Modus“ auf dem Smartphone: Surfe sicher und sauber im Web

Chrome Test 2: HTML5

Die Zeiten von Flash gehen zu Ende. Als neuer Standard für Multimedia-Inhalte im Internet wird HTML5 kommen. Wie fit ist Ihr Browser für HTML5? Das verraten verschiedene HTML5-Tests. Die HTML5-Anwendung FishTank von Microsofts IE10-Testdrive verwandelt den gesamten Bildschirm in ein Aquarium, in dem man 1-1000 Fische schwimmen lassen kann.. Je mehr Fische im PC schwimmen, desto mehr muss der Browser rechnen. Das Ergebnis sieht man dann in fps (Frames per second=Bilder pro Sekunde). Irgendwann fängt das Bild an zu ruckeln, schließlich ist fast Stillstand. Unser Chrome schafft bei 100 Fischen immer noch 34 fps (was aber auch am relativ klein gewählten Bildschirmausschnitt liegt):

Google Chrome Fishtank-Test

Hier geht’s zum Microsoft Fishtank: http://ie.microsoft.com/testdrive/Performance/FishIETank/

Nicht ganz so spielerisch, dafür neutraler ist der HTML5Test von Niels Leenher. Hier liegt der Chrome 21 mit 437 Punkten derzeit an der Spitze der Browser.

Google Chrome HTML5-Test

Hier geht’s zum HTML5-Test: http://html5test.com/

Chrome Test 3: Javascript-Benchmarks

Eine häufige Bremse im Internet sind Javascript-Anwendungen. Die Frage, wie schnell ein Browser Javascript-Befehle umsetzen kann, ist daher enorm wichtig für die gefühlte Geschwindigkeit beim Browser überhaupt. Entsprechend viele Javascript-Benchmarks gibt es. Wir haben die drei wichtigsten beim Chrome Test gemacht. Alle drei Javascript-Benchmarks laufen gleich ab. Nach dem Aufruf der Testsite werden verschiedene typische Javascript-Operationen geladen und die Zeit gemessen, die der Browser benötigt, um diese zu verarbeiten. Je kürzer diese ist, desto besser. Unser Chrome kam im Sunspider-Javascript-Test auf 484 ms insgesamt.

Der SunSpider-Test

Hier geht’s zum Sunspider Javascript-Benchmark: http://www.webkit.org/perf/sunspider/sunspider.html

Im ähnlich verlaufenden Kraken Javascript Benchmark der Mozilla Foundation kam Googles Chrome auf 6738,5 ms.

Kraken JavaScript Benchmark

Hier geht’s zum Kraken Javascript-Benchmark: http://krakenbenchmark.mozilla.org/

Im V8 Test von Google wird aus den erzielten Zeiten ein Score berechnet, den man mit dem von anderen Browsern vergleichen kann. Hier ist also der höhere Wert der bessere. Im Chrome Test haben wir 5472 Punkte in der Gesamtwertung geholt. Auch hier sind die Ergebnisse der Einzeltests darunter aufgeführt. Experten können aus den Einzelergebnissen Erkenntnisse über Stärken und Schwächen der einzelnen Browser in bestimmten Bereichen gewinnen, für Otto Normaluser genügt aber wohl der Gesamt-Score.

Chrome Test V8

Hier geht’s zum V8 Javascript-Benchmark: http://v8.googlecode.com/svn/data/benchmarks/v5/run.html

Chrome Test 4: Security

Ebenfalls ein wichtiges Thema ist die Sicherheit. Die meisten Gefahren für den PC lauern im Internet. Hier genügt eine einzige verseuchte Webseite und ein anfälliger Browser, um den PC zu infizieren. Auch Datenschutz ist ein Problem. Wie viel verrät mein Browser über mich? Können mich Werbenetzwerke tracken und ein Werbeprofil von mir anlegen? So mathematisch genaue Antworten wie bei den Tests oben gibt es hier leider nicht. Prüfen kann man aber trotzdem viel. Um Schadcode auf den Rechner aufspielen zu können, muss der Browser z.B. die entsprechenden Scripte erst einmal unterstützen, um per Cookies verfolgt werden zu können, muss der Browser Cookies akzeptieren, usw. Wo Browser-Gefahren lauern, kann man mit zwei Security-Checks herausfinden, die wir hier vorstellen. Eine quantitative Bewertung des Gefahrenpotenzials gibt es bei den Tools nicht, aber die grundsätzliche Anfälligkeit des Browsers wird angezeigt. In den ausführlichen Begleittexten kann man sich dann näher über das Drohpotential und Gegenmaßnahmen informieren. Hier der Browsercheck von Security-Check:

Chrome Test Security Check

Ganz ähnlich aufgebaut ist der Heise Browsercheck, mit dem wir ebenfalls einen Chrome Test durchgeführt haben:

Chrome Test Heise Browsercheck

Hier geht’s zum Security-Check Browsercheck: http://www.security-check.ch/
Hier geht’s zum Heise-Browsercheck: http://www.heise.de/security/dienste/Browsercheck-2107.html

Einen etwas anderen Security-Check bietet die Website IP-Check.info. Hier kann man sehen, welche Informationen der Browser von sich aus weitergibt und welche Gefahren dadurch drohen. Für einige Probleme bietet IP-Check gleich die Lösung per Klick.

Google Chrome Test IP-Check

Hier geht’s zum IP-Check: http://ip-check.info/?lang=de

Bei allen Benchmarks und Performance-Tests gilt: Bevor man den Test, gleich mit welchem Browser, startet, müssen alle Tabs geschlossen und der Browser neu mit einer leeren Seite gestartet werden. Auch alle anderen Programme vorher schließen, damit man wirlich clean startet. Im leeren Browser dann direkt den Test oder Benchmark aufrufen. Wer es wirklich repräsentativ machen will, muss das sogar für jeden Browser mindestens 10 mal hintereinander machen und dann den Durchschnittswert berechnen. Den aktuellen Google Chrome Download gibt es hier.

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